Best tasting Superhot Sauce Competition

sebastianblei

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Sweet Chili Bhut
@Hotornot


Komm', wir feiern eine Parade. Ob Kraut, oder Wurzel — ob Lauch, oder Zwiebel. Hauptsache, wir stinken wie die Säue! Das ist das, was der Geruch uns annehmen lässt. Doch beim Verkosten ... Ist der Knoblauch gar nicht mehr so dominant, wie es uns nasal versprochen wurde. Dem ist gut so. Die Viskosität ist knapp in dem Bereich, den wir als noch angenehm betrachten, optimal, ist sie aber nicht. Die Schärfe hingegen, wird gut vom verkostenden Personal aufgenommen und auch entsprechend hoch gewertet. Die Sauce hat noch Potenzial, ist aber trotzdem solide.

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Hotornot

Jalapeñero
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Besten Dank für die wie immer toll geschriebene Bewertung! Der Geruch der Sauce lässt sich (auch) damit erklären das ich die Chili vorher fermentiert habe, da schnuppert sich das gleich ganz anders, das schmeckt man aber auch, die fermentation macht sie insgesamt viel runder und hat richtig "Umami"!
Grundsätzlich bin ich selbst sehr zufrieden mit dem Ergebnis, leider hat sich das frische Aroma des Ingwers durch die recht lange Kochzeit beim anpassen der Konsistenz (Gelierprobe) stark verflüchtigt, den Ingwer werde ich beim nächsten mal erst zugeben wenn die Gelierprobe passt.

Zur Viskosität: Ich habe beabsichtigt die Sauce möglichst frei von Zusatzstoffen zu lassen und durch einreduzieren möglichst nah an die beabsichtigte Endbeschaffenheit zu kommen, man kann ansonsten auch mit Speisestärke, Xantan o.ä. arbeiten. Man muss so wie sie jetzt ist einfach kurz umrühren vorm Verzehr.

Wie im Rezept zu sehen hab ich für die Verkostungskandidaten noch Zucker und Wumms dazugegeben, das ist dann natürlich Geschmackssache, für mich ist es wie gekocht eine tolle Universalsauce ohne so viel Zucker und Zusatzstoffe wie die bekannten Sweet Chili Saucen die es zu kaufen gibt. Hier ist weniger mehr, und optisch und geschmeckt macht mehr Zucker einen großen Unterschied, aber das ist ein anderes Thema.....

Und hier das Rezept:

Sweet Chili Sauce:


625 Chilimix, ca. 2 Wochen in Lake fermentiert, abgetropft


(ca. zwei Drittel Jalapeno rot, das restliche Drittel Thai Chili- Jalapenos grob geputzt, die Thais nur entstielt)

100g Zwiebeln (geputzt)

100g Knoblauch (geputzt)

130g Ingwer, (Gewicht ungeputzt) gerieben

3 Limetten (Saft)

170ml Apfelessig

1800ml Wasser

200ml Lake vom Fermentieren

280g Gelierzucker 3:1

50g Zucker

Zimt, Korianderpulver (je eine Teelöffelspitze)


Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln, bei mittlerer Hitze langsam (und lange) karamellisieren lassen. Chili-mix grob püriert, Lake und Wasser dazugeben, ca. 20 Min. köcheln lassen.


Zucker und Gewürze, Essig, Limettensaft und Ingwer dazugeben, einmal aufkochen lassen und den Gelierzucker zugeben.

3 Min. stark kochen lassen, von der Hitze nehmen und Gelierprobe machen. Konsistenz evtl. anpassen. Noch heiß in vorher abgekochte Gläser/Flaschen abfüllen.


Salz braucht es zusätzlich nicht mehr, da vom fermentieren und der Lake genügend vorhanden ist.



Von dieser Masse habe ich 350ml abgenommen, noch 2EL braunen Zucker und 12g Superhot frisch (Bhut denke ich), geputzt und gewürfelt dazugegeben, nochmal 2min. köcheln gelassen und dann abgefüllt.


Falls noch Fragen sind einfach melden!
 

alfiwe

Chilitarier
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Aribibi Caribbean
@alfiwe

Aaaaab in den Süden? Quatsch. Ab in den karibischen Westen, will uns der Schweizer schicken. Gespickt mit seiner renommierten, roten Aribibi im Segel, schlagen wir auf zu entsprechenden Ufern. Der Geruch schlägt sich mit Zwiebel- und Fruchtnoten nieder. Die Konsistenz ist etwas fest, der Geschmack dafür ziemlich rund. Trotz der Aussage, dass Alfred sich des Abschmeckens der Schärfe etwas entzieht, ist ihm die Schärfe recht gut gelungen. So liegt sie auf durchaus gutem Hot-Sauce Niveau, den Sprint auf den Super-Hot-Mountain, wagt sie allerdings nicht.

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Danke für die Beschreibung. Bin sehr zufrieden.
Die Konsistenz ist von mir so gewollt.
Eine mildere gibt's bei mir zu Calamare Ringe, Poulet Picatta usw.
Da sollte sie haften und nicht auf dem Teller bleiben.

Rezept Grundsauce

Hot Sauce a la Alfiwe auf eine etwas andere Art.;)


ca 1.8 Kilo Plaumen mit Stein (gehäutet)
2 Dosen Mango (425 gr. ohne Saft, da gezuckert)
1 Dose Pfirsiche ( 425 gr. ohne Saft, da gezuckert)
Ananas ( Dosenware im Ananas Saftk kommt mit rein)
3 Gelbe Paprika
Zwiebeln
Knoblauch
Gelbe Tomaten
Ingwer gewürfelt ( 80 gr .)
Koriander
Kreuzkümmel
Kardamon
Salz
Pfeffer

Plaumen einreduzieren





Früchte mit Ananas Saft einreduzieren





Zwiebeln glasig dünsten





Paprika, Knoblauch, Tomaten Gewürze beigeben , einreduzieren



Mixen , durch ein Sieb streichen ( Tomatenkerne und grössere Stücke Haut müssen raus.





Plaumen beigeben, mischen



Fertig.





Ohne Essig komme ich auf einen Ph Wert von 3.9

Was soll an dieser Sauce Hot sein. Ihr denkt richtig, überhaupt nichts.
Das ist eine Basis Sauce die ich weiter verarbeite in verschieden Hot Stufen.

Dann weiter

Aribibi Caribbean style hot Sauce

450ml Grundsauce

1 frische Mango fein gewürfelt
und











Abgebunden mit selbst gemachtem Apfel Pektin aus Schalen.
 
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sebastianblei

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Erntetreffen 2017
@Klappspaten

Ernten sind super. Treffen sind super. Wartet hier ein Super-Hot Kandidat auf uns? Die Schärfe ist durchaus auf einem guten Weg dahin, die Sauce erreicht das Ziel aber leider nur bei der Schärfe auf den vorderen Plätzen. Während sich die Konsistenz als nicht händelbar erweist, schlicht, weil sie viel zu flüssig ist, vermissen wir auch Aromen und weitere Geschmackskomponenten. Der Geruch ist reichlich säuerlich, mit einem Anteil Chinensen. Aromatisch und im Geschmack, sind wir von der Sauce leider sehr enttäuscht. Damit fällt sie auf die hinteren Ränge zurück, nachdem die Schärfe vorgedroschen war.

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Klappspaten

Ketchup und Saucenbastler
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Wie Du bei der "Salzgurke" ja schon vermutet hast, sind diese beiden Saucen reine Fermentsaucen, in Richtung Tabasco, bzw. louisiana style.
Das ist auch der Grund, weshalb diese Saucen so flüssig sind.
Zur "Erntetreffen":
vermissen wir auch Aromen und weitere Geschmackskomponenten
Das ist Erwartungsgemäß, da nur Chilis, Wasser und Salz (und natürlich die heißgeliebten Lactobacillales) enthalten ist.
Die Schärfe ist durch das Zutatenverhältnis schon an der Obergrenze, schärfer geht jetzt nur noch durch die Auswahl der Chilis.

Ich warte ja gespannt auf den eigentlichen Kandidaten.:angelic:
 

Bhut-Head

calidum dolor mortuus est
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Nach den vielen Anleitungen zum Soßenbau ergänze ich hier mit der Anleitung zur Bloody Goat from Hell, zuerst aber ihre sanftere Schwester:

Bloody Goat BBQ-Sauce

1 Liter Blutorangen Direktsaft auf 0,2 l reduzieren.
1 große Zwiebel
3 große rote Spitzpaprika
klein schneiden und in Sonnenblumenöl gut anschwitzen bis sie Farbe bekommen und Röstaromen entwickeln.
Den reduzierten Bluorangensaft dazu geben.
1 l passierte Tomaten
1 Knolle Knoblauch
Blätter von 1-2 Zweigchen Gartenthymian
150 gr. Chilies (ich hatte 150 gr eingefrorene Venezuelan Tiger vom letzten Jahr, ohne Scheidewände, Kerngehäuse und Kerne, Schärfe 7-8 und pfeffriges Aroma)
Nun mal ordentlich mit dem Stabmixer durchgehen.:)
100 gr Tomatenmark
150 gr brauner Zucker
40 gr Salz
1 gehäufter Tl Ascorbinsäure (damit und mit der Fruchtsäure der Blutorange ist es für mich sauer genug).
Dann noch mal 10 Min. köcheln lassen,
Herdplatte aus und 0,1l Smoky Goat Whisky dazu (sehr rauchig mit spürbarer Süße).
Der rauchige Smoky Goat hebt den Salzgeschnack noch etwas an.
In Fläschchen oder Gläser abfüllen.
Zur Sicherheit, da nur sehr wenig konservierende Stoffe in der Sauce sind Stelle ich die Fläschchen noch in ein Wasserbad mit leicht kochendem Wasser,
warte mit dem aufschrauben der Deckel noch mal 10 min.
Deckel drauf, leicht ansetzen, am Deckel herausnehmen, mit einem Handtuch festhalten und Deckel zudrehen.
Dann noch mal 10-15 min ins Wasserbad dann ist es eine sichere Geschichte.
Nach dem öffnen im Kühlschrank gelagert gibt es auch keine Halbarkeitsprobleme.

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Meine Frau war trotz der Schärfe begeistert obwohl sie es sich nicht vorstellen konnte das die Sauce mit Blutorange schmeckt.;)
Da ich mir das Rezept selbst gebastelt habe, habe ich mir die Freiheit genommen ihr auch den Namen zu geben welcher aus zwei der wichtigsten Zutaten besteht.:)

Für den „Best tasting Superhot-Sauce-Competition“
habe ich meine „Bloody Goat“ etwas abgewandelt.:)
Die Vorgehensweise bleibt gleich nur die Zutaten wurden für den Wettbewerb angepasst.;)
500 ml passierte Tomaten
50 gr. Tomatenmark
500 ml Blutorangendirektsaft auf 100 ml reduziert
1 kleine Knolle Knoblauch
75 gr brauner Zucker
25 gr Kokosblütenzucker
20 gr Salz
1 Tl Ascorbinsäure
1 Prise Zimt
100 gr geputzte Bhut Orange Copenhagen
100 ml Smoky Goat Whisky
Das Ergebnis hat nun ordentlich Schärfe wobei aber auch der Geschmack nicht zu kurz kommt.:D
Dieses Kind nenne ich nun: „Bloody Goat from Hell“.:happy:

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sebastianblei

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Feigling Hot Sauce
@torky


Da die Sauce von Patrick ist, nimmt sie an der Bewertung nicht teil und diese fällt entsprechend kurz aus. Sie erreicht in fast allen Belangen eine hohe bis sehr hohe Bewertung. Die geringsten Punkte erhält sie bei der Schärfe — Optik, Geschmack, Konzept, etc. liegen alle im sehr hohen Bereich. Eine sehr gute Sauce. Auch die Wein-Note mundet bestens. Durchaus gelungen! Glückwunsch und man dankt für die Probe.

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G

Gelöschtes Mitglied 7425

Gast


Echt Interessant, was es alles gibt. Muss ich mir glatt mal besorgen.
Bei mir um die Ecke hatte der Supermarkt den Zucker in Bio-Qualität im Ausverkauf um 50% im Preis reduziert. Da habe ich mal ein Glas gekauft. Ansonsten ist der ja richtig teuer.
Der Geschmack ist meiner Meinung nach schon Geschmackssache :rolleyes: Da hilft nur ausprobieren und sich selbst ein Urteil bilden.
Ich für meinen Teil brauche den nicht noch einmal. Der Eigengeschmack ist mir zu intensiv.

Sorry, aber was bedeutet das:eek:
Ich habe vom Kochen genau so viel Ahnung wie von Zahntechnik, nämlich null komma nada:whistling::cool:
Du kippst 1 Liter Saft in einen Topf, stellst den Topf auf die Herdplatte; schaltest die Herdplatte auf hohe Stufe ein und wartest bis so viel von dem Saft verdampft ist, daß nur noch 200ml übrig sind.
 
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