Ich hab gestern beim Möhren schneiden etwas Gartensendungen in Youtube geschaut. Dort gibt es u.a. eine 45-minütige supertolle Doku über die Brennessel, der sich auch mit dem Thema Verbot der Jauche in Frankreich beschäftigt. Hintergrund war die Abgabe von Brennesseljauche (kostenlos und kostenpflichtig) sowie die Verbreitung dieses Rezeptes.
Das war (und ist vermutlich auch noch) verboten, da nach Aussagen der Gesetztesverfasser nicht wissenschaftlich getestet und somit auch nicht nachgewiesen wurde, ob die Jauche gesundheitlich unbedenklich ist. Dass sie seit Jahrhunderten benutzt wird und zumindest den Pflanzen und dem Boden gut tut, wird in dem Fall nicht anerkannt. Gegner des Verbotes führen an, dass das ganze Chemiezeugs zwar getestet wurde, aber alles andere als gesundheitlich unbedenklich ist und das Verbot die Auswirkung der Lobbyarbeit der Düngemittelhersteller / Pharmafirmen ist, die ihre chemischen Produkte verkaufen wollen. Mir war nicht klar, von wann die Doku ist (eingestellt war sie relativ frisch), daher kenne ich den aktuellen Stand nicht. In der Doku hieß es, dass man an einem Kompromiss arbeitet, der der Brennesseljauche und ähnlichen "Naturprodukten" eine nur geringe Bedenklichkeit bescheinigt und sie auf dem Umweg doch wieder legalisiert.
Das war allerdings nur ein Thema in dem Beitrag, und für mich steht fest, dass ich die Brennessel, die am Rande meines Gartens zuhauf wächst, dieses Jahr mal ganz anders behandeln werde als letztes und vorletztes Jahr. Die kommt dieses Jahr in Jauche, als Mulch um die Pflanzen herum (außer an die Palmen - hoher Stickstoffgehalt) und ins Essen, als Suppe, Gemüse und Salat.
