Zum aller ersten Mal zeige ich heute die Prik Kee Noo.
Die Priks wurde von mir erst im März unter die Erde gebracht. Ich habe vor ein paar Jahren in Wien auf dem Naschmarkt diese Thai Chilis gekauft und wollte eigentlich nur sehen ob die Samen überhaupt (noch) keimen. Was soll ich sagen alle sind gekeimt (weit über 25 Stk.)
Da ich nicht allen einen 12l Eimer gönnen wollte sondern nur zweien, hab ich 4 in einen Blumenkasten gesetzt, in einen kleinen Topf (20x18 cm) gleich 3 Pflanzen und ansonsten pro Topf je 2 mit Ausnahme einer einzigen die in den kleinen Topf allein durfte – praktisch als Kontrollpflanzen.
Der Rest durfte auf meine Chili-Island ins Freiland.
Die Pflanzen haben sich, wie nicht anders zu erwarten war ganz unterschiedlich entwickelt – aber dazu gleich mehr.
Erst mal ganz allgemein zu den Priks: Gerade mal 0,5 cm bis 3 cm lang sind die schärfsten der Thai Chilis.
Prik kee noo, heißt übersetzt in etwa Mäusekot Chilli, eine anderere Bezeichnung lautet Vogelaugen Chili. Dazu gibt es jede Menge Schreibvarianten wie: Prig khi nu, Phrik khee noo, Prik ki nu, usw.
Auf der Scoville Skala erreicht diese Chili ca eine 8.
Es müßte sich um einen Vertreter der Frutescense handeln. Die Schoten wachsen aufrecht und haben nie mehr als zwei Knospen pro Verzweigung.
Nun aber möchte ich die Pflanzen je nach Bedingung miteinander vergleichen.
Beginnen wir mit den beiden, die in einen 12l Topf durften:
Sie sind gleichauf mit einer Höhe von 58 cm und einer Breite von rund 60 cm. Das interessante ist das sie zw 6 und 8 kräftige Seitentriebe entwickelt haben. Auch ist die Pflanze die am meisten Platz zum Wachsen hat am frühesten Verzweigt!
Die Vier in den Blumenkästen haben die beachtliche Größe von 78-80 cm erreicht, sind noch immer nicht verzweigt und haben noch KEINE Seitentriebe gebildet.
Die Freilandpflanzen sind rund 35 cm Hoch und 20 cm Breit und sind weder verzweigt noch haben sie Seitentriebe gebildet!
Die Kontrollpflanze die einzeln in einen 20x18 cm Topf durfte liegt irgendwo dazwischen. Sie ist etwas über 65 cm und hat ein paar Seitentriebe gebildet.
Als Fazit dieses nicht repräsentativen Experiments könnte man behaupten, das die Pflanze welche den meisten Platz hat, sich früher verzweigt, einen Stabileren Stamm entwickelt und wesentlich mehr Seitentriebe ausbildet, was später wahrscheinlich zu einem höheren Ertrag führen wird!
Pflanzen die wenig Platzt haben (Bsp Kontrollpflanze) wird etwas kleiner, verzweigt etwas später und bildet etwas weniger Seitentriebe aus.
Pflanzen die sich einen Topf teilen müßen oder sehr dicht nebeneinander gepflanzt wurden, wachsen (wahrscheinlich durch den Mangel an Licht !?) sehr stark in die Höhe, verzweigen sehr spät und entwickeln kaum Seitentriebe.
Für die Freilandkultur sind die Priks wohl nicht ganz so geeignet obwohl sie sich tapfer schlagen hinken sie doch recht stark ihren Artgenossen in der Kübelkultur hinterher (und das obwohl das Wetter bei uns eigentlich immer recht gut ist).
Eine Prik wurde nach dem Pikieren Kopfüber aufgehängt!
Hier also meine kleine Hängechili – obwohl hängen wohl etwas übertrieben ist