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Chilis nach Pilzbehandlung noch essbar?

Dieses Thema im Forum "Dünger & Pflanzenschutz" wurde erstellt von thana, 6. Juli 2017.

  1. thana

    thana Jalapenogenießer

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    gern helfe ich Ihnen weiter.

    Unser COMPO Duaxo® Universal Pilz-frei* ist ein sehr vielseitig einsetzbares Fungizid.

    Jedoch haben alle Pflanzenschutzmittel eine Indikationszulassung, d.h. sie dürfen nur in den in der Gebrauchsanweisung genannten Kulturen verwendet werden.

    Für Chilis hat dieses Produkt keine Zulassung, d.h. die Anwendung war gar nicht zulässig.

    Die für Verzehrkulturen angegebene Wartezeit gibt den letztmöglichen Spritztermin vor der zu erwartenden Ernte an.
    Wartezeiten werden entsprechend auch nur für die Kulturen angegeben, für die eine Anwendungszulassung besteht.

    Ich nenne Ihnen beispielsweise die Wartezeiten für einige Kulturen:
    • Gurke/Zucchini 3 Tage


    • Kräuter 14 Tage


    • Andere Gemüse 21 Tage (siehe Zulassung!)
    Möglicherweise verzehren Sie die Früchte nicht mehr.

    COMPO Duaxo® Universal Pilz-frei* stoppt die Ausbreitung des Pilzes in bereits befallenen Blättern und schützt vor Neubefall. Durch den Depoteffekt wird eine lang anhaltende Wirkung erzielt. Durch die breite Zulassung kann es an mehr als 30 Kulturen eingesetzt werden. Es ist nicht bienengefährlich.

    *Die Produktinformation ersetzt nicht die Beachtung und das Lesen der Gebrauchsanweisung. Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung des Präparats stets Gebrauchsanweisung, Etikett- und Produktinformation lesen. Bitte beachten Sie die Warnhinweise und Warnsymbole auf der Gebrauchsanweisung und der Verpackung.

    Viel Freude an gesunden Pflanzen.

    Mit freundlichen Grüßen aus Münster
     
  2. Echeveria

    Echeveria Tageslichtler und Beetanbauer.

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  3. SneakyPete

    SneakyPete Chiliinfiziert

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    Also die Beeren nicht mehr Verzehren und da es eine Depotwirkung hat, wenn ich das richtig verstanden habe wird es auch für die Zukunft nicht essbar sein!?
     
  4. Echeveria

    Echeveria Tageslichtler und Beetanbauer.

    9.669
    5.673
    Na ja, die Depotwirkung lässt ja mit der Zeit nach. Bei 'Anderem Gemüse' bis zu 21 Tage. Wenn man die Pflanze nicht aufgeben möchte, würde ich sicherheitshalber alle Beeren entfernen und neue aus Blüten nachwachsen lassen. Das dauert halt, aber ich denke, dann sollten kein Wirkstoff mehr vorhanden sein, der auch nur im entferntesten schädlich sein könnte und man ist damit auf der sicheren Seite.
     
    SneakyPete gefällt das.
  5. Melone

    Melone Chiligrünschnabel

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    Also ich hatte ein ähnliches Problem aber ein anderes Mittel eingesetzt was ebenfalls nicht freigegeben war. Ebenso hatte ich die Menge eher geschätzt als genau zu dosieren. Das Ende war das ich die betroffenen Pflanzen lieber komplett entsorgt habe, hätte die Beeren nicht ruhigen Gewissens nutzen können.
     
  6. JuergenPB

    JuergenPB Jolokiajunkie

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    Ich würde vielleicht Tage warten, die Beeren gut abwaschen und dann essen.

    Meine Vermutung geht eher dahin, daß auch 3 Tage reichen sollten, aber bei 14 Tagen ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Zugelassen ist das Zeug ja auch für Kohlsorten und dort ist eben die Gefahr groß, daß es sich zwischen den Blättern festsetzt. Bei Gurke und Zucchini, die beide eine glatte Oberfläche haben (wie auch Paprika oder Chili), reichen ja auch 3 Tage.

    Nebenbei: in fast 40% des im Handel befindlichen Paprikapulvers kann man den Wirkstoff nachweisen (KLICK). Grundsätzlich ist ein Mittel mit dem Wirkstoff auch für Paprika (im Rahmen der sog. Lückenindikation) zugelassen (Handelsname ASKON – dort unten auf „Produktinformation“ klicken).
     
  7. Echeveria

    Echeveria Tageslichtler und Beetanbauer.

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    Gut recherchiert :thumbsup:
     
  8. mph

    mph Indoor- und Balkonanbauer Ehrenmitglied

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    Und wenn man dort nach Kultur filtert (Gemüsepaprika), sieht man eine Wartezeitangabe von drei Tagen für Askon.
     
    Echeveria, JuergenPB, SneakyPete und 3 anderen gefällt das.
  9. Jimpi

    Jimpi Kamerakind

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    Danke für die Mühe. Echt interessantes Thema. Bisher habe ich zum Glück auf keine Chemie zurückgreifen müssen.
     
  10. thana

    thana Jalapenogenießer

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    ich habe dann doch von nem Verzehr der Früchte abgesehen, waren eh nur kleine 7 Chilis(nur 2,5l Topf)
    die Pflanze hatte sich etwas berappelt, wurde dann doch entsorgt
    die große Schwester erwartet dann wohl auch das Schicksal
     
  11. Diablo_Habanero

    Diablo_Habanero Chili-Forscher

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    Ich finde, wenn man schon selbst Gemüse anbaut, sollte man schon ein Bewusstsein entwickeln und keine Herbizide/ Fungizide/ Pestizide verwenden.
    Auch wenn es überall drinnen sein mag, muss man es nicht noch auf den Früchten des eigenen Gemüse-Anbau haben.
    #ohne Chemiekeule schmeckt besser
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juli 2017 um 21:09 Uhr
  12. JuergenPB

    JuergenPB Jolokiajunkie

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    Und ohne Chemiekeule sind die Pflanzen oft „toter“. ;)
     
  13. Echeveria

    Echeveria Tageslichtler und Beetanbauer.

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    Warum?
     
  14. Diablo_Habanero

    Diablo_Habanero Chili-Forscher

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    Ich hab noch nie Gift an meinen Pflanzen verwendet und daran wird sich auch nichts ändern. Falls eine Krankheit oder Schädling eine Pflanze befällt, greife ich auf natürliche Mittel zurück.
    Bisher haben sich alle Pflanzen erholt und ich konnte das Gemüse ohne schlechtem Gewissen essen.
    @JuergenPB: Doch diese Diskussion hatte ich mit Ihnen schon einmal, indem Sie ebenfalls zu diesen umweltgefährdenden Substanzen rieten und auch noch verteidigten:
    Mit der Umwelt sollte man halt schon im Einklang leben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Juli 2017 um 16:37 Uhr
    Habanera gefällt das.