G
Gelöschtes Mitglied 23227
Gast
Salam aleikum, wennse vorbeikomm´, könnse mal reinschau´n!
<= Ist auch ein ganz bekanntes Zitat! Hab nur vergessen, woher ich das hab! 
Ich fange mal mit Balkonialand und mit den Nicht-Karnivoren an. Ende Februar dieses Jahres wurde in unserem Bundesland (NS) den Gartencentern erlaubt wieder aufzumachen. Ich also da hin und bleibe an einem Tisch mit Schachbrettblumen hängen. Das waren vorgetriebene, in Töpfen gepflanzte Pflanzen, die schon Knospen trugen. Vor zwei Jahren hatte ich so eine Schachbrettblume mal einer guten Bekannten geschenkt und mir damals schon vorgenommen: Mensch, die finde ich so "scharf" - im übertragenen Sinne -, dass ich die mal als Kübelpflanze auf meinem Balkon probieren müsste. Dass sie bei mir dann auch geblüht haben, war kein Kunststück. Wenn sie nächstes Jahr wiederkommen, ist´s evtl. schon ein Kunststück. Dass man auf Blüten Schach spielen kann, ist schon irgendwie verrückt. Leider habe ich bisher noch nirgends passende Spielfiguren gefunden...

Vor zweieinhalb Jahren habe ich, als ich bei einer Bekannten, die mich als Privatgärtner "angestellt" hat, die Beete vor dem Haus gepflegt habe, zwei Kastanien gefunden und eingesackt. Zuhause jede in einen Topf gesteckt und auf dem Balkon überwintern lassen. Joah, im nächsten Frühjahr sind sie doch glatt gekeimt und nun starten sie in ihre dritte Saison.

Ich finde Kastanien echt schön. Leider gibt es mit der Rosskastanie seit wohl schon geraumer Zeit ein Problem, wenn nicht gar zwei Probleme! Und ich habe letztes wie auch vorletztes Jahr an meinen Schützlingen Gelbverfärbungen der Blätter vom Blattrand ausgehend feststellen müssen, die dann zu breitflächigen Nekrosen und braunen Blatträndern und Blättern führten. Im Gartencenter sagte man mir, es handele sich um die Raupen der Rosskastanienminiermotte. Okay, die kriegt dann eine kräftige Dusche mit Bi58 und dann hat es sich ausgemottet, dachte ich mir! Weit gefehlt! An meinen Jungkastanien knusperten keine Miniermottenraupen herum, sondern ein gemeiner Blattfleckenpilz. Die majestätischen Rosskastanien im Vegesacker Stadtgarten (Bremen-Vegesack!) boten in den vergangenen Jahren ebenfalls einen grausigen Anblick! Als Privatgärtner komme ich an ein Fungizid gegen diesen Blattfleckenpilz nicht heran. Das bekommen nur gewerbliche Pflanzenzüchter. Ergo bin ich aufgeschmissen! Der Pilz tritt erst ab etwa Juni/Juli in Erscheinung. Nun kann ich die Kastanien ohnehin nicht ewig auf meinem Balkon wachsen lassen. Daher sah mein Plan so aus, dass ich die beiden Kastanien in einem Wald aussetze, wenn sie höher als einen Meter sind. Aber kranke Bäumchen auswildern ist sicher keine so gute Idee. Ich fürchte, ich werde die beiden Bäumchen schmerzlicherweise kleingehäckselt im Restmüll entsorgen müssen, wenn der Pilz dieses Jahr wieder zuschlägt!
Zu Balkonialand abschließend doch noch eine Karnivore:

Sarracenia leucophylla 'Helmut´s Delight' hatte ich schon in meinem Vorstellungs-Thread vorgestellt. Die steht seit fünf Tagen auf dem Balkon. In der Sonne hat sich die Äderung der Schlauchköpfe noch mal etwas intensiver ausgefärbt. Kaum stehen die Schlauchpflanzen draußen, fallen auch schon die ersten vorwitzigen Fliegen und Wespen in die Schläuche!
Die Röhren von Sarracenia leucophylla können bis zu 90 cm hoch werden. Meine sind halb so hoch. Da ist also noch etwas Luft nach oben. Nun ist meine Pflanze auch noch nicht so alt. Ich darf also hoffen...
Ich werde diesen Thread dann immer wieder mit Updates fortsetzen. Zum Beispiel habe ich seit sechs Jahren ein Minimoorbeet auf dem Balkon stehen, in dem zwischen Sphagnum papillosum zwei einheimische Sonnentauarten wachsen. Um die abzulichten, brauche ich eine bessere Kamera als mein Smartphone. Die Sonnentaupflanzen und auch das Sumpfmoos habe ich bei Thomas Carow (Spezialgärtnerei für Fleisch fressende Pflanzen im fränkischen Nüdlingen) bezogen. Eine entsprechende Kamera werde ich mir in den nächsten Tagen ausleihen. Wenn es innerhalb der nächsten Tage/Wochen genug Sonnenschein gibt, werden sich auch die Sarracenia rosea und die Venusfliegenfallen schöner ausfärben und fotogener werden.
Im letzten Jahr hatte ich außerdem diverse Kräuter auf dem Balkon. Thymian, Rosmarin, Strauchbasilikum und Oregano. Der Strauchbasilikum zeigte Symptome eines Mosaikvirusbefalls. Den habe ich schließlich im Spätsommer entsorgt. Der Thymian und der Rosmarin haben den letzten Winter nicht überstanden. Obwohl der Rosmarin praktisch auch in der vollen Sonne stand, bekam er immer wieder Mehltau! Der Oregano hat erstaunlicherweise den Winter überlebt und treibt seit einer Woche munter aus. Während der Trockenheit des letzten Sommers musste er drei Invasionen von Spinnmilben über sich ergehen lassen. Erst habe ich es mit der chemischen Keule versucht - ja ja, die Blätter des Oregano leuchteten des Nachts neongrün! ;-D Schließlich habe ich den Oregano radikal herunter geschnitten! Ach, es ist zum Kotzen!!! Ich würde dieses Jahr gerne wieder Thymian, Rosmarin und Basilikum kultivieren. Habt ihr da auch solche Probleme mit Pilzen und tierischen Parasiten? Was unternehmt ihr dagegen?
Teil 1 ist fertig. Es geht gleich weiter mit Terrarialand.
Wer bittet, dem wird gegeben!Dihydrocapsaicin @C18H29NO3 schrieb in meinem Vorstellungsthread: "Kannst sehr gerne hier mal einen passenden Thread dazu erstellen wenn du willst wo alle hier ihre Carnivoren vorstellen können, würde mich mal interessieren (und damit meine ich mich dazu bringen mir wieder welche zuzulegen)"
<= Ist auch ein ganz bekanntes Zitat! Hab nur vergessen, woher ich das hab! 
Ich fange mal mit Balkonialand und mit den Nicht-Karnivoren an. Ende Februar dieses Jahres wurde in unserem Bundesland (NS) den Gartencentern erlaubt wieder aufzumachen. Ich also da hin und bleibe an einem Tisch mit Schachbrettblumen hängen. Das waren vorgetriebene, in Töpfen gepflanzte Pflanzen, die schon Knospen trugen. Vor zwei Jahren hatte ich so eine Schachbrettblume mal einer guten Bekannten geschenkt und mir damals schon vorgenommen: Mensch, die finde ich so "scharf" - im übertragenen Sinne -, dass ich die mal als Kübelpflanze auf meinem Balkon probieren müsste. Dass sie bei mir dann auch geblüht haben, war kein Kunststück. Wenn sie nächstes Jahr wiederkommen, ist´s evtl. schon ein Kunststück. Dass man auf Blüten Schach spielen kann, ist schon irgendwie verrückt. Leider habe ich bisher noch nirgends passende Spielfiguren gefunden...

Vor zweieinhalb Jahren habe ich, als ich bei einer Bekannten, die mich als Privatgärtner "angestellt" hat, die Beete vor dem Haus gepflegt habe, zwei Kastanien gefunden und eingesackt. Zuhause jede in einen Topf gesteckt und auf dem Balkon überwintern lassen. Joah, im nächsten Frühjahr sind sie doch glatt gekeimt und nun starten sie in ihre dritte Saison.

Ich finde Kastanien echt schön. Leider gibt es mit der Rosskastanie seit wohl schon geraumer Zeit ein Problem, wenn nicht gar zwei Probleme! Und ich habe letztes wie auch vorletztes Jahr an meinen Schützlingen Gelbverfärbungen der Blätter vom Blattrand ausgehend feststellen müssen, die dann zu breitflächigen Nekrosen und braunen Blatträndern und Blättern führten. Im Gartencenter sagte man mir, es handele sich um die Raupen der Rosskastanienminiermotte. Okay, die kriegt dann eine kräftige Dusche mit Bi58 und dann hat es sich ausgemottet, dachte ich mir! Weit gefehlt! An meinen Jungkastanien knusperten keine Miniermottenraupen herum, sondern ein gemeiner Blattfleckenpilz. Die majestätischen Rosskastanien im Vegesacker Stadtgarten (Bremen-Vegesack!) boten in den vergangenen Jahren ebenfalls einen grausigen Anblick! Als Privatgärtner komme ich an ein Fungizid gegen diesen Blattfleckenpilz nicht heran. Das bekommen nur gewerbliche Pflanzenzüchter. Ergo bin ich aufgeschmissen! Der Pilz tritt erst ab etwa Juni/Juli in Erscheinung. Nun kann ich die Kastanien ohnehin nicht ewig auf meinem Balkon wachsen lassen. Daher sah mein Plan so aus, dass ich die beiden Kastanien in einem Wald aussetze, wenn sie höher als einen Meter sind. Aber kranke Bäumchen auswildern ist sicher keine so gute Idee. Ich fürchte, ich werde die beiden Bäumchen schmerzlicherweise kleingehäckselt im Restmüll entsorgen müssen, wenn der Pilz dieses Jahr wieder zuschlägt!

Zu Balkonialand abschließend doch noch eine Karnivore:

Sarracenia leucophylla 'Helmut´s Delight' hatte ich schon in meinem Vorstellungs-Thread vorgestellt. Die steht seit fünf Tagen auf dem Balkon. In der Sonne hat sich die Äderung der Schlauchköpfe noch mal etwas intensiver ausgefärbt. Kaum stehen die Schlauchpflanzen draußen, fallen auch schon die ersten vorwitzigen Fliegen und Wespen in die Schläuche!
Die Röhren von Sarracenia leucophylla können bis zu 90 cm hoch werden. Meine sind halb so hoch. Da ist also noch etwas Luft nach oben. Nun ist meine Pflanze auch noch nicht so alt. Ich darf also hoffen...Ich werde diesen Thread dann immer wieder mit Updates fortsetzen. Zum Beispiel habe ich seit sechs Jahren ein Minimoorbeet auf dem Balkon stehen, in dem zwischen Sphagnum papillosum zwei einheimische Sonnentauarten wachsen. Um die abzulichten, brauche ich eine bessere Kamera als mein Smartphone. Die Sonnentaupflanzen und auch das Sumpfmoos habe ich bei Thomas Carow (Spezialgärtnerei für Fleisch fressende Pflanzen im fränkischen Nüdlingen) bezogen. Eine entsprechende Kamera werde ich mir in den nächsten Tagen ausleihen. Wenn es innerhalb der nächsten Tage/Wochen genug Sonnenschein gibt, werden sich auch die Sarracenia rosea und die Venusfliegenfallen schöner ausfärben und fotogener werden.
Im letzten Jahr hatte ich außerdem diverse Kräuter auf dem Balkon. Thymian, Rosmarin, Strauchbasilikum und Oregano. Der Strauchbasilikum zeigte Symptome eines Mosaikvirusbefalls. Den habe ich schließlich im Spätsommer entsorgt. Der Thymian und der Rosmarin haben den letzten Winter nicht überstanden. Obwohl der Rosmarin praktisch auch in der vollen Sonne stand, bekam er immer wieder Mehltau! Der Oregano hat erstaunlicherweise den Winter überlebt und treibt seit einer Woche munter aus. Während der Trockenheit des letzten Sommers musste er drei Invasionen von Spinnmilben über sich ergehen lassen. Erst habe ich es mit der chemischen Keule versucht - ja ja, die Blätter des Oregano leuchteten des Nachts neongrün! ;-D Schließlich habe ich den Oregano radikal herunter geschnitten! Ach, es ist zum Kotzen!!! Ich würde dieses Jahr gerne wieder Thymian, Rosmarin und Basilikum kultivieren. Habt ihr da auch solche Probleme mit Pilzen und tierischen Parasiten? Was unternehmt ihr dagegen?
Teil 1 ist fertig. Es geht gleich weiter mit Terrarialand.
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(Könnte was mit der ganzen künstlichen Pflanzenbeleuchtung zu tun gehabt haben!) Da habe ich kurzerhand 2/3 meiner Pflanzen verkauft! Mit dem Rest habe ich erst mal weiter gemacht. Um 2015 sind mir fast alle, meine Hochlandnepenthes durch einen Pilz verreckt, weil ich gesammeltes Regenwasser zum Gießen verwendet habe! Mit den Tieflandarten gab´s auch zunehmend Probleme! Da sind mir auch welche eingegangen. Das Jahr war wirklich ein Wendepunkt! Ich war nämlich AUSGEBRANNT! Burnout eines Pflanzenfreaks!!! Ich musste mir über grundlegende Dinge ernsthafte Gedanken machen und zu der Einsicht gelangen, dass OBSESSION nicht gesund ist! Ich habe beschlossen, dass Pflanzen nicht mehr mein Leben beherrschen dürfen und ich einen emotionalen Abstand zu diesen Gewächsen herstellen muss. Aber mir scheint, das ist ein schmaler Grat! Mein Bestand ist im Begriff weiter zu schrumpfen. Erst gestern musste ich meine letzte Hochlandnepenthes - Nepenthes platychila - entsorgen! Ich zeig euch gleich noch AMEISENFARNE! Da habe ich zwei Exemplare, die sich seit Jahren mit einem Pilz an ihren Wedeln herumschlagen, den ich ums Verrecken nicht wegbekomme! Auch bei denen steht über kurz oder lang wohl der Abschied an. Ja, ein kurzer Abriss meiner "Karriere" als Karnivoren-Kultivateur! ;o) Ich blicke schon wehleidig auf das zurück, was ich mal gehabt habe! Loslassen fällt mir echt nicht leicht! Sind ja schon klasse Teile, dieses Fleisch fressende Gemüse! Aber die großen Zeiten als Karnivoren-Dompteur sind für mich vorbei! 














































Dann soll ich also keine Bilder mehr posten...im Sommer zum Beispiel? Ach, wie schade! ^^ *ggg*
Ich bin sogar mit gesammeltem Regenwasser auf die Schnauze geflogen! Kann nur noch Osmosewasser (Umkehrosmoseanlage) oder entmineralisiertes Wasser empfehlen. Der ganze Dreck, der mit dem Regenwasser in die Tonne gespült wird...
Wenn der Kalkgehalt nicht zu exorbitant hoch ist, würden es mexikanische Fettkräuter (Pinguicula) eine ganze Weile mit Leitungswasser aushalten. Da Pinguicula meistens wie Salat aussieht, ist sie nicht ganz so beliebt wie Drosera, Dionaea oder Nepenthes. Aber: Ein Kanister "destilliertes Wasser" kostet ja heute auch nicht mehr die Welt. 



