Ernährungsreporte und ähnliches

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Gelöschtes Mitglied 14985

Gast
Es wird also mal wieder seltener selbst gekocht...

Warum ist das überraschend?

Was sagt das aus?

Warum gehört es zu einer fortschrittlicher werdenden Gesellschaft dazu weniger zu kochen, bzw. nicht mehr selbst kochen zu können?

EDIT: Was ist eigentlich der Zweck dieses "Ernährungsreports?
 
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Parrotia

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Die Ergebnisse kann man doch eh gleich vergessen. Das sind telefonisch bei 1000 Menschen erfragte und dann hochgerechnete Angaben. Da sagen die meisten das, was sie gern hätten oder wovon sie denken, daß es gern gehört wird.
 

Parrotia

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Ob die Stichprobengröße ausreicht, kann ich nicht beurteilen, auch wenn sie mir klein vorkommt. Das ändert aber nichts am Problem des unkontrollierbaren Antwortverhaltens.
 
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Gelöschtes Mitglied 14985

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Da sagen die meisten das, was sie gern hätten oder wovon sie denken, daß es gern gehört wird.
Mit anderen Worten: Der Report ist ein guter Indikator, wie gut sich die Leute konditionieren lassen. ;)
 
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Gelöschtes Mitglied 7425

Gast
@Chil-Ing. @Parrotia

Menschen haben üblicherweise für ihr Handeln Gründe. Wenn die Leute bei solchen anonymen Umfragen nicht die Wahrheit sagen, so müssen sie dafür Gründe haben. Die sehe ich hier nicht.

Warum solle ein Vegetarier sagen, daß er Fleisch ißt oder eine jemand, daß er Vegetarier ist obwohl er es nicht ist? Warum sollte jemand sagen, daß sein Lieblingsgericht Rouladen sind, wenn er in Wirklichkeit gerne Schnitzel ißt? Warum sollte jemand sagen, er kocht regelmäßig, wenn nicht einmal weiß, wie man heißes Wasser zubereitet? usw.

So denke ich schon, daß die Reporte einen relativ genauen Überblick geben, was in Deutschland so gegessen wird. Es werden ja auch jedes Jahr andere Leute befragt und dennoch sind die Abweichungen von Jahr zu Jahr recht gering. Man will ja wohl kaum annehmen, daß alle Befragten bei immer den gleichen Fragen nicht die Wahrheit sagen.
 
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Gelöschtes Mitglied 14985

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Menschen haben üblicherweise für ihr Handeln Gründe. Wenn die Leute bei solchen anonymen Umfragen nicht die Wahrheit sagen, so müssen sie dafür Gründe haben. Die sehe ich hier nicht.
Ganz einfach: Die Leute überschätzen sich gerne und versuchen oft ein positives Bild von sich zu zeichnen.

Beispiel: Nicht alle Leute, die die Bildzeitung kaufen geben das auch direkt zu, erst recht nicht, wenn es sich nicht überprüfen lässt.

Mach eine Umfrage, ob die Leute "teamfähig" sind, es wird kaum einer dabei sein, der es nicht ist und du fragst dich dann warum du diesen Schnitt nicht bei deinen Kollegen wiederfindest! ;)

Warum solle ein Vegetarier sagen, daß er Fleisch ißt oder eine jemand, daß er Vegetarier ist obwohl er es nicht ist?
Was machst du mit den Teilzeitvegetariern? Oder den Leuten, die Fisch zu vegetarischer Kost zählen? Da man der Gesellschaft beigebracht hat, das Vegetarier als Vorbilder zu sehen sind, wirst du hier einen Bias Richtung Vegetarier bekommen.

Nächster Punkt: Definiere Kochen! Zählt da das Aufwärmen einer Fertigmahlzeit in der Mikrowelle auch dazu?
 
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Gelöschtes Mitglied 7425

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…Da man der Gesellschaft beigebracht hat, das Vegetarier als Vorbilder zu sehen sind, wirst du hier einen Bias Richtung Vegetarier bekommen.…
Wer einmal als Nichtvegetarier in seinem Leben Vegetarier im Internet getroffen hat, wird einen Teufel tun, diese Leute als Vorbilder zu sehen. :whistling:
 

Parrotia

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Als Vegetarier wird sich ein Bratwurstfreund sicher nicht selbst klassifizieren, das sehe ich wie @JuergenPB. Aber wenn man fragt "wie oft essen Sie Obst und Gemüse", dann ist das so ähnlich wie wenn man fragt: wie oft ziehen Sie frische Unterwäsche an? Da weiß nahezu jede(r), was gesellschaftlich als Norm gilt. Ergebnis: 71 Prozent essen täglich (!) Obst und Gemüse (wer weiß, wie viele davon die Kartoffelchips dazuzählen, oder die Tomatenscheibe auf dem Döner?), aber Fleisch- und Wurstwaren kommen nur bei 28 Prozent jeden Tag auf den Tisch. Da dürfte eher der Wunsch Vater des Gedankens sein.
 
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