Ich hoffe, Du weißt ganz genau, was Du tust. – In der Umgebung mit wenig Sauerstoffaustausch bei 31°C fühlen sich auch manche Bösewichte wohl.
Naja. Ich mache ja auch schon Nattō seit Jahren bei 38°C. So wie Millionen Asiaten ihr Zeug überall fermentieren — bei tropischem Klima in Bananenblättern.
Andererseits: es ist ja auch 'ne Frage der Geschwindigkeit. Das Zeug kommt frisch gekocht, geimpft, mit Essig, in einen sauberen Kühlschrank und ist nach nicht zwei Tagen fertig.
Von selbstgemachtem Belgischen Ale bei 26°C vergoren, habe ich auch nur Kopf bekommen. Und das hat auch Wochen gearbeitet — wenn auch mit Alkohol nach eins, zwei Tagen.
Ich habe auch noch ein drei Jahre altes Stout im Keller. Mein erster Brauversuch. Aber das steht eigentlich nur noch aus historischen Gründen dort.
Tatsache ist, die meisten verfügbaren Stämme sind selektiert und so schnell, dass ein gewöhnlicher (an-)aerober Wildling kaum Platz bekommt.
Aber wenn Du anderer Meinung bist, Jürgen, bin ich für einen Dialog vollkommen offen.
