Hallo allerseits,
eigentlich hat die Erntezeit ja grad erst so richtig begonnen und trotzdem neigt sich diese Saison schon wieder dem Ende. Daher stecke ich mit dem Kopf schon voll in der 20er Planung. Aber bevor es damit losgeht, möchte ich hier nochmal kurz auf die Jalapeño Agriset eingehen:
Die scheint sehr auf einen warmen, langen Herbst zu hoffen. Sie legt nämlich grad nochmal richtig los und setzt wunderbar an und blüht auch recht kräftig. Der Ertrag von der Pflanze war bisher nicht berauschend. In Ordnung, aber weit hinter der el Jefe und NuMex Piñata. Ich hoffe sehr, dass das Wetter hält, denn unter anderem wäre da auch eine verhütete Beere mit dabei

Dann wäre ich wieder versöhnt(er) mit der Sorte^^
Tja und an die Feststellung, dass bei vielen Sorten der Ertrag recht mau war, schließt sich natürlich die Frage an, wodran es lag. Klar: das Wetter - vor allem der kalte Mai - hat da einen großen Anteil dran. Denn es lief ja nicht nur bei mir sehr besch..eiden dieses Jahr, sondern bei vielen, wenn nicht sogar den meisten von uns.
Trotzdem meine ich auch in meinem Anbau vorgehen Verbesserungspotential zu sehen.
Punkt Nummer 1: Aussaat und Umtopferei
Ich hatte dieses Jahr (für Tageslichtanbau) schon sehr früh begonnen: Anfang November die erste Welle und dann alle 4 bis 6 Wochen später die nächste Welle. Die letzte war dann Mitte Februar. Dazu hatte ich einige Pflanzen in 9er und andere in 13er Töpfe gesetzt. Dadurch ergaben sich völlig unterschiedliche Bedürfnisse an Wasser- und Düngergabe und es endete ziemlich im Durcheinander. Kurz: viel zu viel Aufwand. Dieses Jahr werde ich Anfang Dezember säen, alles was bis Weinachten nicht gekeimt ist, bekommt ne zweite Chance und wenn es dann immernoch nicht klappt, muss ich versuchen mir die Pflanzen auf den Tauschtreffen zu ergattern und sonst umplanen.
Dabei kommen die Pflanzen als erstes in 9er Töpfe, gegen Mitte/Ende Februar wird in 13er getopft und dann möchte ich Anfang April (nach dem Chilibasar, den es hoffentlich wieder bei Josch
@Papadopulus gibt?

) noch in 19er Töpfe umsetzen, bevor es dann (hoffentlich eher Anfang als Ende) Mai in die Endtöpfe geht.
2. Punkt: Königsblüte(n)
Dadurch, dass meine Pflanzen dieses Jahr lange lange in ihren 13er Töpfchen verharren mussten, bevor sie in die Endtöpfe durften, standen die meisten schon voll in der Blüte. Als es dann endlich nach draußen ging, haben die Pflanzen ihre Kraft natürlich in die Beeren und nicht mehr in Wachstum gesteckt. Dadurch hatte ich zwar relativ früh eine Hand voll Beeren, aber im Endeffekt dann bisher auch nur eine ordentliche Erntewelle. Ich hoffe mal, dass die Pflanzen durch die regelmäßige Lebensraumerweiterung länger im Wachstumsmodus bleiben und werde wahrscheinlich vor den Endtöpfen recht radikal alles an Blüten und Knospen entfernen. Lieber später und dafür 2 mal richtig ordentlich ernten.
3. Punkt: Erde
Dieses Jahr hatte ich ja die Erde vom Vorjahr recycelt und mit (gekauftem) Kompost und BioBizz PreMix aufgedüngt. Ich möchte zugubsten unserer Umwelt weiterhin auf (neue) Torferde verzichten. Ob ich meine Erde nochmal recycel oder auf neue torffreie Erde umsteige, muss ich mir noch überlegen. Die Erde selbst zu mischen fand ich schon aufwendig und ist mir ziemlich in den Rücken geschossen

Neue Erde - grad torfrei - ist aber auch n großer Kostenfaktor und muss ja auch in die zweite Etage hoch getragen werden.. Wie gesagt: muss ich mir noch überlegen.
Soweit erst. Mal von mir. Alle die da waren: erholt euch gut von Oberursel und (jetzt auch allen anderen) wünsche ich noch einen schönen Sonntag
