Jetzt kommt noch ein Nachschlag zum Thema "peruanische Chilis", wir haben uns gedacht wir besuchen sie mal im Ursprungsland, in Peru.
In nächster Zeit werde ich ab und zu Bilder von unserer Peru-Reise hochladen.
Nach einem typischen Frühstück aus Tamales und Salsa Criolla (mit Ají Limo)...
... machten wir uns auf nach Callao, die Hafenstadt direkt bei Lima. Wie jede Hafenstadt, mit etwas Vorsicht zu genießen, aber es gibt im Ortskern einige sehenswerte alte Gebäude, eine Fußgängerzone mit Kunstgalerien und Restaurants...
... wo wir uns erstmal ein Ceviche bestellten. Traditionell zubereitet mit rohem Fisch, Limettensaft, Zwiebeln, Ají Limo, als Beilagen: Mais, Süßkartoffel, ein Salatblatt und "Cochayuyo" (Meeresalgen), vorab als kleinen Snack, "Cancha" (gerösteter Mais) und Rocoto-Sauce.
Zur Zeit gibt es im "Museo Naval" in Callao eine Sonderausstellung zur Caral-Kultur. Diese 5000 Jahre alte Kultur an der Küste nördlich von Lima, wurde in den letzten Jahren weiter erforscht, und die Ausstellung zeigt die Erkenntnisse der Archäologen zum Thema Ernährung durch Fischfang und Landwirtschaft in dieser alten Kultur. Im ersten Teil der Ausstellung werden Übersichtskarten und das Thema Fischfang dargestellt. Es wurde bei den Ausgrabungen minutiös nach kleinsten organischen Resten gesucht, um die Arten von Meerestieren zu ermitteln, die damals gesammelt / gefangen und gegessen wurden.
Der zweite, für uns besonders interessante Teil stellt dann das Thema Landwirtschaft dar. Alle organischen Reste wurden ausgewertet, um die damals, vor 5000 Jahren in der Caral-Kultur in Peru bereits domestizierten und angebauten Pflanzen zu ermitteln. Die Liste ist eindrucksvoll, z.B. Kartoffeln, Mais, Kürbisse, Bohnen, Erdnüsse, Avocados, Baumwolle ... und Chilis !!!
Nach dem Besuch der Ausstellung machten wir einen Zwischenstopp auf einem nahegelegenen Markt, dem "Mercado Santa Rosa". Wie auf vielen Märkten in Peru gibt es dort fertig zubereitete Chili-Saucen "zum mitnehmen". Neben den üblichen Sorten, die man auf jedem Markt findet (Ají Limo, Ají Amarillo und Rocoto Gigante), fanden wir an einem Stand den "Ají Dulce" und nahmen gleich ein paar mit, fürs nächste Frühstück.