Ich hatte auch mal so einen billigen pH-Tester. Sorry, aber ich halte nichts davon. Auf Youtube hat einer ein ganz gutes Video dazu gemacht:
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In den Geräten ist nach anderen Aussagen auch mehr oder minder überall die gleiche Elektronik verbaut, zumindest in den billigen. Wenn man solche Geräte gegenprüft - wie es der Tester getan hat und auch ich, kommt Schmarrn raus. Ich empfehle jedem, sein Gerät mal mit z.B. Moorerde (sehr sauer) und selbst gekalkter Erde (sehr basisch) zu testen. Wenn da sehr ähnliche Werte rauskommen - Gerät wegschmeissen. Habe ich zumindest getan, denn da frage ich dann lieber den Astrologen oder den Kaffeesatz, da kommt auch nicht mehr Unsinn dabei raus. Die anderen billigen Geräte für Flüssigkeiten funktionieren zumindest eine Zeit lang relativ gut. Die kann man auch für Bodenproben hernehmen, wenn man den Boden längere Zeit in dest. Wasser löst. Die Genauigkeit - naja, besser als bei den Dingern, die als Bodentester vermarktet werden. Aber auch die muss man immer wieder nacheichen. Später hatte ich mal ein Laborgerät (sauteuer) aus einer Laborauflösung günstig bekommen. Damit konnte ich ganz gut die Schätzeisen überprüfen. NUR: die richtig guten und 3- oder 4-stellig kostenden Geräte sind auch nicht problemlos. Die Elektroden müssen in KCl aufbewahrt und auch gelegentlich getauscht werden, wenn man gute, wirklich zuverlässige Werte haben will. Und das wird aufgrund der Elektroden richtig teuer.
Inzwischen messe ich den Boden-pH gar nicht mehr. Ich schaue beim Erdekauf auf die Packung, ich weiß ungefähr was Kompost und manche Dünger ausmachen und am allerwichtigsten: ich reguliere mein Giesswasser mit ein paar Tropfen H2PO4. (Salpetersäure wäre zwar noch besser, aber die ist heute nur noch extrem schwer zu bekommen und so viel Unterschied macht das auch wieder nicht). Mein hartes Wasser mit pH 7,9 kriegt so ca. 50 Tropfen auf meine 10 Liter Giesskanne und dann bin ich bei 6,5. Damit bin ich immer gut gefahren, mehr braucht es m.E. nicht. Selbst mit meinem Wasser habe ich mal eine Zeit lang pur gegossen und geschädigt waren die Pflanzen aus meinen früheren Anbauten auch nicht. Nur haben mich die Kalkränder halt psychologisch gestört

Wenn ein Blumentopf am Ende des Anbaujahres weiß verkalkt ist, spricht das halt nicht für optimalen pH. Andererseits - wir bauen ja nicht in der gleichen Erde über Jahre an, also m.E. alles halb so schlimm.
Und noch was: wer wirklich glaubt, dass Billiggeräte einen pH bis zu 0,01 genau messen können, der glaubt auch, dass die Erde eine Scheibe ist

))))