meine ersten Versuche mit Hydroponic

TGS

Jalapenogenießer
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Hallo zusammen und ein frohes Neues!

Ich habe nun schon so viel über euren Anbau mit Hydropnic gelesen und irgendwie ist auch der Hoocho in meinen Vorschlägen bei Youtube gelandet, dass ich neugierig geworden bin und es auch mal ausprobieren möchte. Um es einfach zu halten, starte ich dieses Jahr mit (pseudo) Kratky. Ob sich das weiterentwickelt hängt von den Ergebnissen ab.

Als erstes sind ein paar Salate am Start. Ich habe sowohl die Keimung in Steinwolltabs als auch Perlite versucht. Die Keimung in den Steinwolltabs ging deutlich schneller und zuverlässiger, weshalb ich die Steinwolltabs das Mittel der Wahl sind und wohl auch bleiben werden (zumindest bei Salat). Der nächste Step in Kratky wird meine "Frühjahrstomate" auf der Fensterbank sein. Letztes Jahr hatte ich schon eine Buschtomate im Dezember ausgesäht und dann ab Februar auf der Fensterbank gezogen. Das lief sehr gut und ich hatte schon Anfang April ein paar reife Cherrytomaten (Link). Deshalb werde ich es dieses Jahr wieder machen und je eine in Chilierde von Floragard und Kratky machen, um den Vergleich zu haben. Außerdem ist auch schon je eine Grenada Seasoning in Steinwolle und Erde zum keimen im Minigewächshaus. Die in Erde soll auf dem Balkon in einen Kübel und die in Kratky soll ihr leben drinnen auf der Fensterbank fristen. Das ist natürlich kein direkter Vergleich zwischen Erde und Kratky, ich will aber mal ausprobieren, ob Chilis vielleicht besser drinnen wachsen. Bei mir im hohen Norden ist es so kühl, dass die Früchte, vor allem bei Chinensen immer extrem klein bleiben.

Nun denn zurück zum Salat. Wie gesagt, ist er in Steinwollwürfeln gekeimt und weil ich keine Ahnung hatte, wurden die Würfel direkt mit nem EC von 1 bei nem PH von 6 getränkt. Beim nächsten mal sollte ich lieber reines Wasser nehmen oder? Eben habe ich die Sämlinge dann Kratky gestellt. Ich hatte da noch so kleine Eimer rumstehen (ca. 700ml). In die Deckel habe ich mit einer Lochsäge passende Löcher für die 5,5cm Netztöpfe gemacht. Weil ich mir für die Tomate und Chili noch größere Netztöpfe besorgt habe, musste ich teilweise noch ein paar "Adapterringe" mit der Lochsäge fertigen. Als Dünger habe ich mich für Plagron Hydro A+B entschieden, weil mir das auf den ersten Blick einfacher erschien. Im Nachgang hätte ich mich allerdings lieber für den teureren Tripart entschieden, weil der wohl Düngeempfehlungen für unterschiedliche Pflanzengattungen und Wuchsstadien mitbringt. Plagron liefert so etwas nicht und die ergooglebaren Infos zum NPK-Verhältnis für unterschiedliche Pflanzengattungen scheinen mir auf den ersten Blick recht mau zu sein. Ich habe mich dann jetzt für die Salate für 2 Teile A und einen Teil B entschieden, was einem NPK-Verhältnis von 7-3-6 entspricht. Den PH habe ich auf glatte 6 und den EC auf 1,3 eingestellt.

Grundsätzlich kann man das Thema PH- und EC-Wert ja schon gut im Internet nachschlagen. Aber habt ihr vielleicht Empfehlungen für das NPK-Verhältnis für Salat, Tomaten und Chilis? Ich nehme auch gerne alle anderen Tips, die ihr mir geben könnt. ;)

Hier noch etwas zum gucken, was ich da fabriziert habe.
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Viele Grüße
Jan
 

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Mit dem Dünger ist das Glaubenssache. Da wirst du wohl mehr Antworten bekommen als dir lieb ist und am Ende sind wohl auch alle richtig 😅. Ich nehme mal die Natur als Beispiel. Da wächst Salat auch in unterschiedlichen Böden und ist glücklich. Ob jetzt von irgendwas etwas mehr oder weniger vorhanden ist wird dem wohl recht egal sein. Ein richtig oder falsch wird es am Ende einfach nicht geben und deswegen gibt es wohl auch recht viele unterschiedliche Meinungen. Das gilt übrigens für die meisten Pflanzen.
Man kann auch mit Stickstoff lastigen oder Universal Düngern erfolgreich Chilis anbauen. Mit etwas mehr P+K wären die Erträge wahrscheinlich etwas höher aber funktionieren würde das trotzdem.
Insgesamt würde ich da nicht auf jedes Prozent achten und mich an groben Vorgaben orientieren. Für Pflanzen die Früchte bilden würde ich einen höheren Anteil an P und K empfehlen. Für Salat sollte es auch recht ausgewogen reichen. Mit dem Stickstoff sollte man vorsichtig sein. Beim Salat gab es vor ein paar Jahren ja mal Probleme mit eingelagertem Nitrat. Das war aber wegen zuviel Mist auf den Feldern und nicht wegen Hydroponic. Dafür ist aber trotzdem der Stickstoff verantwortlich gewesen. Damit also immer ein bisschen vorsichtig sein 😉.
Ich verwende eine Mischung aus Calcinit 15-0-0 und Universol Basis 4-19-35 . Für den Anfang im Verhältnis 1:1 also 9,5-9,5-17,5 und habe das auch schon für Salat verwendet. Bis zu einem EC von 1,5 mache ich mir eigentlich keine Sorgen wegen dem Stickstoff. 1,5 ist bei mir am Anfang generell der Standard EC Wert und das bekommen dann halt alle. Für Pflanzen mit Früchten erhöhe ich wenn es mit den Früchten los geht den EC Wert auf 2,5 und ändere das Verhältnis auf 1:2 also 7,6-6,3-11,6. Beim Salat bleibt es natürlich bei 1,5. Ich bin da insgesamt sehr zufrieden mit und werde dabei bleiben. Ob es das beste ist kann ich aufgrund fehlender Vergleiche nicht sagen. Wie man sieht bin ich kein Freund von viel Stickstoff und bei dir erscheint der mir etwas zu hoch. Da du aber einen niedrigeren EC Wert hast wird es wohl trotzdem gut funktionieren. Ich würde lediglich empfehlen ein bisschen auf Anzeichen von Überdüngung zu achten. Sollte da irgendwas sein entweder den EC senken oder den Anteil an Stickstoff. Dran ändern würde ich erst mal nichts aber beim nächsten anmischen würde ich über etwas weniger Stickstoff nachdenken.
So dann wünsche ich dir mal viel Erfolg und eine reiche Ernte.
Schönen Gruß
Thorsten
 
Hi Thorsten @ghost155 ,
danke für deine Antwort und die positiven Wünsche! Da nehme ich (mal wieder) eine Menge draus mit.
Ja, leider findet man halt nirgendwo genauere Angaben zum NPK-Verhältnis. Ich habe irgendwo gelesen, dass für Salate ab einem EC von 1,8 die Nitratbelastung zu hoch sei. Da ich die Nährlösung ja eher N-lastig ausgelegt habe (nach Angaben aus dem Netz), hoffe ich, dass mein EC von 1,3 noch passt. Man will ja doch nicht nur schnelles Wachstum, sondern es auch essen und dabei eher etwas positives für seinen Körper tun. Sonst könnte man ja auch etwas leckereres Essen. :D
Kannst du mir noch sagen was Überdüngungserscheinungen von Stickstoff bei Salaten und/oder gerne auch anderen Pflanzen sind? Du hast das ja erwähnt, dass ich darauf achten sollte.
Thanks a lot!
 
Ich finde die Pflanzenfabrik eine total tolle Seite zum Thema Hydroponic. Das die aber den EC von 1,8 in den Raum stellen ohne auf den Dünger einzugehen ist aber irgendwie doof. Ich denke bei sehr Stickstofflastigen Düngern wie dem Naranja oder Haka grün wird man die 1,8 gar nicht schaffen. Das wird die Pflanzen wahrscheinlich sogar killen.
Da kann man eine Pflanze sehen die etwas viel Power hat. So richtig dunkel grüne Blätter und nach außen gewölbt. Das die so ein bisschen wie Blumenkohl aussehen ist auch ein Zeichen. Die sehen dann wirklich ein bisschen aus wie Bodybuilder 😅.
Ja N-P-K ist wirklich so eine Sache. Im Zweifel würde ich mich an Dünger aus dem Baumarkt orientieren. Das ist zwar für den Garten gedacht aber wenn es da funktioniert werden die Werte in der Hydroponic nicht komplett Scheiße sein 😉. Der oft verwendete 08/15 Tomaten Dünger ist zum Beispiel eher etwas P+K lastig. Bei Salat weiß ich das jetzt gerade gar nicht. Wenn man sich da in etwa dran orientiert ist das sicher kein Fehler.
Schönen Gruß
Thorsten
 
Ja stimmt. Der Wert von 1,8 habe ich von Pflanzenfabrik. Es scheint mir sonst aber eine gute Seite zu sein.
Na, dann werde ich mal schauen ob die Salate in die Muckibude gehen.
Habe gerade noch mal etwas zum Thema Salate düngen nachgelesen. Meistens wird Pflanzenjauche empfohlen. Die ist ja auch eher stickstofflastig, wenn ich mich nicht irre. Ansonsten findet man da recht wenig.
Naja, schauen wir mal was draus wird. Ist ja auch ein Experiment.
 
Mist hatte letztens die Nachricht schon fast fertig aber nicht in die Zwischenablage kopiert als ich mit dem Hund los gegangen bin 🤦‍♂️. Deshalb dieses Mal etwas kürzer gefasst.
Ja die Pflanzenfabrik ist echt eine tolle Seite und wenn ich etwas nachschauen möchte ist das meine erste Wahl. Mit irgendeinem Dünger wird der Wert von 1,8 sicher richtig sein aber solange man nicht weiß worauf es sich bezieht ist es einfach wertlos. Ich verwende den Artikel schon seit ein paar Jahren als gutes Beispiel für schlechte Informationen 😅. Deswegen wusste ich auch sofort wo der Wert her ist 😉😅. Es gibt ja zu praktisch allen Themen Dinge die in einem bestimmten Zusammenhang sicher richtig sind aber wenn man den Zusammenhang nicht kennt schwierig werden. In solchen Fällen ist es immer schön wenn man die Seite verlinken und an einem Beispiel erklären kann was das Problem ist 😉😅. Wenn ich wüsste welcher Dünger gemeint ist, hätte ich die Seite wohl noch nicht so oft verlinkt 🙈😅. Das ändert aber nichts daran das die Pflanzenfabrik wirklich eine tolle Seite mit vielen wertvollen Infos ist und ich sie auch deswegen verlinke.
Wie gesagt was Dünger für Salate angeht kann ich leider nichts sagen. Ich verwende einfach meine Standard Mischung. Zig verschiedene Mischungen und Dünger im Einsatz haben würde mir sowieso nicht gefallen 😅. Ich erhebe aber keinen Anspruch darauf das es das beste ist was man machen kann 😅.
https://chiliforum.hot-pain.de/threads/hydro-duenger-versuche.43183/ Da hatte ich mal in der Anzucht den Haka grün mit dem Haka rot verglichen. Die genauen Angaben findet man im Thread aber ich glaube das war 8% gegen 17% Stickstoff. Da hat der höhere Stickstoff Level auf jeden Fall nicht besser abgeschnitten. Ich vermute zumindest das es bei Salat ähnlich sein könnte. Du könntest natürlich auch ein paar mit mehr und ein paar mit weniger Stickstoff laufen lassen. Dann könnte man sowas mal vergleichen.
Schönen Gruß
Thorsten
 
Ja, das mal direkt gegeneinander zu testen, ist eine gute Idee. Ich werde es jetzt aber erstmal so laufen lassen. Es sind 4 unterschiedliche Sorten und damit wären die Ergebnisse nicht vergleichbar. Aber beim nächsten Schwung wäre das machbar.
Wobei ich aber auch jetzt nicht sicher bin wie verwertbar die Ergebnisse sind. Ich Trottel habe beim Umsetzen aus dem Gewächshaus nach der Keimung die Keimlinge vertauscht. :facepalm: Naja, vielleicht kann man es erkennen, wenn die Pflanzen größer sind.
 
Hi,

hier mal ein kleines Update.

Die Salate haben sich ganz gut entwickelt. Gut, es könnte schneller gehen. Die Pflanzen müssen sich aber mit Temperaturen zwischen 17 und 20 begnügen. Wenn es wärmer wäre, würde es wohl schneller gehen. Was auffällt, ist dass die Blätter Außenseiten alle nach unten gebogen sind. Das könnte auf etwas viel Stickstoff hinweisen. Auf jeden Fall ist mir so ein Wuchs in Erde bisher nicht aufgefallen.

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Die EC-Werte schwanken zwischen 1,15 und 1,3 (ursprünglicher Wert). Es ist tatsächlich so, dass der Nährstoffverbrauch der Pflanzen proportional zur bisherigen Größe der Wurzeln ist. Der Eisberg mit den längsten Wurzeln hat bisher am meisten verbraucht und der lütteste mit kaum Wurzeln hat quasi nichts verbraucht.

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Algenbildung hatte ich bisher nur ganz leicht in dem Eimer mit dem transparenten Deckel und der Alufolie drum herum. Da konnte wohl durch den Deckel ordentlich Licht rein und durch die Alufolie nicht wieder raus. Ich habe die transparenten Deckel jetzt mal schwarz lackiert. Ich hoffe, der Lack hält...

Was aber noch aufgefallen ist, dass der PH-Wert von 6,0 auf 6,5-6,6 gestiegen ist. Da frage ich mich woran das liegt. Das PH minus von Plagron ist 43 prozentige Phosphorsäure und mit der sollte es ja eigentlich stabil sein. Ich habe in einem Youtube Video gehört, dass der PH-Wert von Steinwollwürfeln bei 8,0 liegt und man deshalb die Würfel vor dem Start in Wasser mit einem PH-Wert von 5-5,5 für 24 Stunden baden sollte. Ansonsten bleiben nur die paar Blähtonkügelchen übrig, die da in den Netztöpfen mit drin sind. Naja, dass mit dem Baden werde ich dann wohl beim nächsten mal ausprobieren. Ich werde es jetzt so noch mal für eine Woche laufen lassen und dann noch mal messen.

Grüße Jan
 

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Ach... eine Sache noch: Irgendwie keimt bei mir bislang alles besser in den Steinwollwürfeln als in der Chilierde von Floragard, was die letzten Jahre immer super funktioniert hat. Ob ich zukünftig noch mehr ein Steinwolle keimen lasse und danach in Erde umsetze... 🤔
 
Die Salate haben sich ganz gut entwickelt. Gut, es könnte schneller gehen. Die Pflanzen müssen sich aber mit Temperaturen zwischen 17 und 20 begnügen. Wenn es wärmer wäre, würde es wohl schneller gehen. Was auffällt, ist dass die Blätter Außenseiten alle nach unten gebogen sind. Das könnte auf etwas viel Stickstoff hinweisen. Auf jeden Fall ist mir so ein Wuchs in Erde bisher nicht aufgefallen.
Ich würde die Container auf Schuhkartons stellen und so nah an den Streifen bringen, dass gerade alle Blätter gut beleuchtet sind. Je näher Du an der Quelle bist, desto höher ist die Photonenflussdichte. Bei so einem LED-Streifen machen wenige Zentimeter schon sehr große Unterschiede. Die Chilis werden bei einem geringen Abstand auch schneller wachsen.
Vielleicht liegt das Wachstum auch an der Temperatur, aber so kriegst Du schon mal eine höhere PPFD mit der selben Lichtquelle. Als DLI würde ich für den Salat vermutlich einen Wert von 10 anpeilen.
 
Ich könnte auch einfach das Regalbrett ein Stück höher setzen. Dazu bin ich nur gerade zu faul, weil dann das Minigewächshaus nicht mehr reinpasst und ich eine weitere Etage freiräumen müsste. :whistling:
Aber danke für den Hinweis. Ja, der Salat könnte mehr Licht vertragen. Habe gerade noch mal nachgemessen und komme nur auf nen DLI von 5.
Wenn die eine blöde Tomate endlich mal gekeimt ist, wo ich schon 3x Samen nachgelegt habe, baue ich das Regal um.
 
Das geht natürlich auch, aber ein paar Kartons oder dicke Bücher würde ich trotzdem griffbereit halten. Wenn die Anzucht erst mal richtig losgeht, hast Du sowieso bald unterschiedlich hohe Pflanzen. Weil die PPFD nicht-linear abnimmt, lohnt sich der Aufwand, möglichst nah am Licht zu sein, enorm. Als Anhaltspunkt: mein Streifen liefert etwa 1700 Lumen pro Meter und die maximale PPFD ist bei 3 Zentimetern unter dem Streifen. Dort wachsen die Chilis viel schneller als bei 10 Zentimeter Abstand.
 
Klar ist es näher an den LED heller. Bei unterschiedlich hohen Pflanzen nehme ich dann Pflanztöpfe in unterschiedlichen Größen, um sie auf eine ähnliche Höhe zu bringen. ;)
Was man aber auch beachten sollte, ist dass die LED ja nur einen Abstrahlwinkel von etwa 120° haben. Das heißt zwischen den Streifen ist es deutlich dunkler als direkt darunter. Je nach Abstand der Streifen zueinander braucht man also auch einen gewissen Abstand zwischen den LED und den Pflanzen, um die Pflanzen gleichmäßig zu beleuchten. Da ich gerade keine Lust hatte meine Trigonometriekenntnisse wieder auszugraben, habe ich mal gemalt. Ich habe einen Abstand von 6cm zwischen den einzelnen LED-Streifen. Um eine gleichmäßige Beleuchtung hinzubekommen, brauche ich eine Entfernung von 7cm zwischen LED-Streifen und Pflanzen. Ob nun eine geringere Entfernung und damit eine stärkere aber ungleichmäßigere Beleuchtung besser funktioniert... Das Geschmiere bitte ich zu entschuldigen. :D
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Ich habe einen Abstand von 6cm zwischen den einzelnen LED-Streifen. Um eine gleichmäßige Beleuchtung hinzubekommen, brauche ich eine Entfernung von 7cm zwischen LED-Streifen und Pflanzen.
Meinst Du 7 Zentimeter unter dem Deckel für den Schnittpunkt? Also rechnerisch (tan(30°)*3cm) kommt man auf 1,73 cm statt auf 7 cm.
Rechnen ufert natürlich schnell aus und die exakte Abstrahlcharakteristik der Dioden kennt man ja doch nicht.
Am Einfachsten ist das Maximum mit Photone zu finden, wenn man die Hold-Funktion nutzt. Ohne kann man bei 3 cm Abstand sonst nicht mehr das Display ablesen, wie ich merken musste. Irgendwann habe ich sie dann zum Glück entdeckt. :laugh:
So lange die Pflanzen klein sind, versuche ich einfach möglichst nah unter einem einzelnen Streifen zu bleiben.
In der Praxis ein einziges Chaos und sehr wacklig. :wacky:
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Also, ich fange mal beim Dünger an. Da würde ich wirklich mal weniger Stickstoff versuchen. Für mich sehen die Pflanzen ein bisschen schlapp aus. Das könnte an einer gestörten Nährstoffaufnahme liegen oder es ist einfach nicht ausreichend p+K vorhanden. Du hattest ja, glaube ich, 1:2 gemischt und ich würde mal 1:1 versuchen.
Der zweite Punkt in dem Zusammenhang wäre das schwanken vom EC Wert. Das bedeutet eigentlich nur das die Pflanzen im Verhältnis mehr Dünger als Wasser verbrauchen. Mit etwas mehr Dünger im Wasser sollte das eigentlich nicht mehr der Fall sein. In dem Zusammenhang würde ich aber auf jeden Fall zu weniger Stickstoff raten. Sonst kann das schnell nach hinten los gehen.
Ja der Ph Wert ist so eine Sache. Die Substrate können da schon einen Einfluss drauf haben. Die vorher mal sauer einlegen kann sicher nicht schaden. Okay ich habe ja größere Mengen an Blähschiefer im Einsatz aber ich habe bisher fast 2L 75% Phosphor-Säure verbraucht. Wenn man da erst mal alles aufgelöst hat was den Ph Wert nach oben treibt kann man da gut mit arbeiten. Im Gegensatz zu meinen Dutch Buckets kannst du das Problem aber etwas entschärfen. Die Wurzeln von deinen Pflanzen sind ja lang genug und die Gittertöpfe müssen ja nicht mehr unbedingt Kontakt zur Nährlösung haben. Wenn du nur bis kurz unter die Töpfe auffüllst sollte das eigentlich keinen Einfluss mehr haben 😉.
Schönen Gruß
Thorsten
 
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