Pressure Canner/Dampfdruck Einkochen oder Gefahr für das metrische System?

(...) drecksferment (...) Müll über sterilisieren noch essbar zu machen (...) Plöp überhören (...) Dreckslöchern

Wenn jemand inhaltlich zu 100% widerlegt ist, kommen halt nur Beleidigungen. Getroffene Hunde bellen.

Derjenige der den Thread erstellt hat, hat sich bei ein bisschen Gegenwind gar nicht mehr geäußert und der letzte hat mich als Lügner und Populist bezeichnet.

Falsch. Du hast aus purem Faktenhass nacheinander zwei Personen aus dem Forum geekelt die in 7 bzw. 3 Beiträgen deutlich mehr Inhalt gebracht haben als du in 1.893 Beiträgen. Tolle Leistung.

Die beiden hast du erfolgreich rausgeekelt, den Gefallen werde ich dir nicht tun. Ich werde dich und deine fortgesetzten Schwurbeleien (Phantasien über ein Plöpp, weiterhin konsequent ignorierend, dass es das nicht macht) so überstehen wie Fauci den Trump überstanden hat.

Mir ist einfach wichtig, solchen Brei aus vermuteter Tradition (schon immer so gemacht) und blanken Lügen (oben alle genau aufgelistet) möchte ich einfach nicht unwidersprochen lassen.
 
Fakultätswechsel - wie urteilt die Psychologie über diesen Thread?

1. Epistemischer Statuskampf („Wer darf bestimmen, was wahr ist?“)
Der Kernkonflikt ist nicht der Sachinhalt, sondern die Autorität über Wahrheit.

  • Position A argumentiert aus:
    • formaler Expertise
    • Studien, Mechanismen, Modellen
    • institutioneller Legitimation (Wissenschaft, Medizin)
  • Position B verschiebt den Wahrheitsmaßstab auf:
    • persönliche Erfahrung („Oma“, „ich kenne jemanden“)
    • Tradition („seit Jahrtausenden“)
    • moralische Intuition („Industrie = böse“)
Psychologisch passiert hier Folgendes:
Wenn ich die Kriterien akzeptiere, nach denen Du argumentierst, verliere ich automatisch.
Deshalb wird nicht widerlegt, sondern der Maßstab gewechselt.

2. Identitätsschutz statt Wahrheitsfindung

Diese Diskussionen sind identitätsrelevant. Sobald A argumentiert, steht für B implizit auf dem Spiel:

  • Bin ich kompetent oder naiv?
  • Bin ich kritisch oder leichtgläubig?
  • Bin ich selbstbestimmt oder fremdgesteuert?
Das Gehirn reagiert darauf nicht rational, sondern defensiv:
  • Fakten, die die eigene Identität bedrohen, werden abgewehrt.
  • Gegenargumente werden nicht verarbeitet, sondern entwertet.
Typisches Muster:
„Das mag stimmen – aber es ist trotzdem Quatsch.“
Der aber-Reflex ist ein Marker für Identitätsbedrohung.

3. Erfahrung > Abstraktion (kognitive Asymmetrie)

Menschen gewichten konkrete, anschauliche Erfahrungen systematisch höher als abstrakte Modelle.

  • „Meine Oma“ ist:
    • emotional greifbar
    • sozial legitimiert
    • widerspruchsfrei
  • „Studienlage“ ist:
    • abstrakt
    • probabilistisch
    • komplex
    • voller Unsicherheiten
Das führt zu:

Ein einzelnes, emotionales Beispiel schlägt 100 statistische Evidenzen.

Das ist kein Dummheitsproblem, sondern eine Grundstruktur menschlicher Kognition.

4. Reaktanz: Abwehr wahrgenommener Bevormundung

Gerade in Coronazeiten war der Trigger extrem stark. Sobald Argument A impliziert:

  • „Du solltest anders handeln“
  • „Experten wissen es besser“
  • „Dein Verhalten ist falsch“
entsteht psychologische Reaktanz:
Widerstand allein deshalb, weil jemand Einfluss nimmt.

Reaktanz äußert sich typischerweise durch:

  • Pauschale Ablehnung („Alles Quatsch!“)
  • Unterstellung von Machtmotiven („Industrie“, „Kontrolle“, „Geld“)
  • Betonung von Autonomie („Menschen leben seit Jahrtausenden“)
Wichtig:
Das ist kein rationales Gegenargument, sondern ein Autonomieschutzreflex.

5. Motivated Reasoning (zielgerichtetes Denken)

In diesem Thread wird nicht gefragt:

„Was ist wahr?“
Sondern:
„Wie bleibe ich konsistent mit mir selbst?“

Typische Strategien:

  • Selektives Akzeptieren von Informationen
  • Verschieben der Diskussionsebene
  • Strohmann-Argumente
  • moralische Diskreditierung („Industrie“, „Profit“)
Das Ziel ist kognitive Kohärenz, nicht Erkenntnis.

6. Statusbedrohung durch Expertenwissen

Explizit oder implizit sagt Position A:

„Hier gibt es Wissen, das Du nicht hast.“

Das bedroht sozialen Status – besonders in öffentlichen Foren. Reaktion:

  • Entwertung von Experten („gekauft“, „abgehoben“)
  • Aufwertung des Alltagswissens („gesunder Menschenverstand“)
  • Umdeutung von Ignoranz in Skepsis
Deshalb der häufige Satz:
„Man wird ja wohl noch kritisch sein dürfen.“

Kritik wird zur Statuswaffe, nicht zum Erkenntnisinstrument.

7. Moralische Umkehr: Wissenschaft = kalt, Tradition = gut

Ein weiteres Muster ist die Moralisierung der Erkenntnisquellen:

  • Wissenschaft → kalt, technisch, interessengeleitet
  • Tradition → natürlich, menschlich, bewährt
Das erzeugt eine einfache Dichotomie:
Gefühl schlägt Modell, Moral schlägt Methode.

Dadurch wird jede weitere Erklärung aus A automatisch verdächtig.

8. Warum eskaliert es zyklisch?

Die typische Schleife:

  1. A erklärt sachlich
  2. B fühlt sich bedroht
  3. B wechselt Maßstab
  4. A erklärt detaillierter
  5. B interpretiert das als Belehrung
  6. Eskalation
Beide Seiten sprechen nicht mehr über dieselbe Frage:
  • A: „Wie funktioniert es?“
  • B: „Wer hat das Recht, mir zu sagen, was stimmt?“

Die psychologischen Erkenntnisse aus Coronazeiten berücksichtigend verzichte ich daher darauf, weiter "mit Tauben Schach zu spielen" und sage: "Wir bewerten Evidenz offenbar sehr unterschiedlich. Für mich ist das hier damit ausdiskutiert.“
 
@KölnKräuter Kannst du vielleicht den Punkt das man nur einwandfreie Lebensmittel Einkochen soll noch mal etwas genauer wiederlegen? Der scheint mir ja noch nicht ganz klar zu sein und bei dir bildet es ja offensichtlich die Basis. Das sollte dann ja schnell erklärt sein.
 
Lieber Thorsten @ghost155,
wollt Ihr nicht langsam mal aufhören mit dem ZweiKampf? Also ich persönlich lese hier die letzten Beiträge dieses Threads nicht mehr mit Freude oder Wissenszuwachs. Laßt Euch doch beide bitte stehen.
Wenn ich @KölnKräuter in seinem letzten Beitrag richtig verstanden habe, wird er hier auch nichts mehr dazu sagen. Ich finde das richtig so. Einer muß anfangen mit dem Aufhören, wenn sich die Lage so intensiv verengt und es kaum noch ums Thema geht. Ich möchte Dich also bitten und zwar ehrlich & zugewandt gemeint, es jetzt einfach mal gut sein zu lassen. Meinst Du, das ist machbar für Dich? Ich würd mich freuen.
Viele GabiGrüße 🌷 und einen guten Tag Euch BEIDEN. 😘
 
@FlämingChili das größte Problem ist halt das es ein recht überflüssiges Thema ist.
der kommt nicht drum rum, entweder zweimal abzukochen oder eben einmal mit dem Drucktopf.
Ich zitiere das Problem gerne noch mal. Man kann einfach mit beiden Geräten sicher arbeiten. Man muss sich halt an die entsprechenden Spielregeln halten. Wie auch immer die konkret aussehen, da habe ich mich ja bewusst nie zu geäußert.
Man müsste eigentlich mal einen vernünftigen Thread zum Einkochen aufmachen. Da könnte man sich über jedes "konkrete" Problem austauschen. Der Thread hier ist eigentlich nur überflüssig.
Warum pH-Lotterie?

1. pH ist (auch wenn es professionell gemessen wurde, was ich im Hobbybereich mal als optimistisch sehe) nur ein Messwert, kein On-Of-Schalter
  • „pH < 4,6“ ist kein Garant, sondern eine Grenzbedingung
  • Entscheidend ist:
    • überall im Glas
    • dauerhaft
    • unter allen Lagerbedingungen
In selbst gemachten Chilisaucen ist das nicht trivial.

2. pH ist nicht homogen. In der Praxis entstehen schnell pH-Unterschiede durch:
  • ungleichmäßiges Pürieren
  • Stücke (Chilihaut, Kerne, Gemüse)
  • Fruchtanteile
  • Ölschichten
  • Nachträgliche Entmischung im Glas
Ein einzelner „neutralerer“ Bereich reicht theoretisch aus – man misst aber immer nur eine Stichprobe und das im Hobbybereich auch recht grobschlächtig.

3. pH kann sich ändern. Auch bei ursprünglich saurem pH:
  • Verdünnung durch Kondenswasser
  • weitere Fermentation
  • Abbau organischer Säuren
  • enzymatische Prozesse
  • Diffusion zwischen Schichten
Das Glas bleibt zwar „sauer genug gemessen“ – lokal kann es trotzdem anders aussehen.

4. Sauer heißt nicht keimfrei. Ein saurer pH:
  • verhindert das Auskeimen von Botulismus-Sporen
  • tötet aber:
    • Schimmelsporen
    • Hefen
    • hitzestabile Enzyme
      nicht zuverlässig ab
Einkochen ist also nicht nur „Botulismus-Vermeidung“.

5. pH ist nicht gleich Prozesssicherheit und funktioniert nur, wenn:
  • pH zuverlässig gemessen wurde (und da bluten einem die Augen wenn man Hobbymessungen sieht)
  • das Rezept stabil ist
  • keine Experimente (Öl, Zucker, Früchte)
  • keine Langzeitlagerung bei Raumtemperatur
Das ist im Hobbybereich selten und nie alles gleichzeitig gegeben.
Das ist halt der Punkt den ich nicht stehen lassen kann, weil es echt nichts mit Einkochen zu tun hat. Sowas gehört in den Fermentations Thread und hat mit Einkochen gar nichts zu tun. Das ganze miteinander zu vermischen ist eventuell lebensgefährlich.
Wer zuhause Fermentiert sollte sich auch sicher sein das sein Ferment in Ordnung ist. Wenn es das ist, ist es auch ohne Einkochen haltbar (man kann natürlich trotzdem Einkochen). Wenn es das nicht ist sollte man es entsorgen und nicht mit Einkochen experimentieren. Ja Hitze tötet erst mal so einiges ab aber wenn es vorher schon nicht gepasst hat ist das Risiko nach dem Einkochen trotzdem zu hoch.
Das hat aber insgesamt mal echt wenig mit Temperaturen beim Einkochen zu tun. Und ich lasse mich mal ganz sicher nicht so dumm anmachen. Es steht sogar im Grundgesetz das ich ein Recht habe meine Meinung zu vertreten. Da steht aber nicht drin das sie auch zwingend richtig sein muss. Das fermentieren und Einkochen aber 2 verschiedene Dinge sind, da bin ich mir schon recht sicher. Das die unabhängig voneinander ein Botulismus Risiko haben, da bin ich mir auch recht sicher. Die kombinieren kann das Risiko entweder senken oder erhöhen.
Jetzt mal salopp gesagt " wenn du deinen Fermenten nicht vertraust, koch sie in einem Schnellkochtopf ein", ist einfach hochgradig riskant. Egal bei welcher Temperatur.
Schönen Gruß
Thorsten
 
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