Es ist bestimmt eine Typfrage, was einem wichtig ist. Wer sich für Technik begeistert, legt natürlich Wert auf exakte Messungen. Und ein Hobby darf ruhig etwas kosten.
Trotzdem frage ich mich, warum vor 16 Jahren eine simple 60 cm-Leuchtstoffröhre mit 18 Watt z.B. für 18 Pflanzen in 10 cm-Töpfen für die ersten paar Wochen gereicht hat. Das war 1 Watt pro Pflanze und ein paar Euro für die LSR (Quelle:
Beitrag 110 hier bei Capsamania). Heutzutage haben wir deutlich teurere Pflanzenlampen, die mindestens doppelt so effizient sind, aber pro Pflanze werden dann 5-10 Watt aufgebracht. Müssten es eigentlich nicht eher 0,5 Watt pro Pflanze sein? Die Chilis wachsen in den ersten Wochen schließlich nicht zehn mal so schnell wie unter der LSR.
Deshalb finde ich es neben der Effizienz der Dioden und dem passenden Spektrum mindestens genau so wichtig, eine bedarfsgerechte Beleuchtung zu finden (möglichst keine Übersättigung und keine Beleuchtung von leeren Flächen). Ein aktuelles Beispiel: Eine moderne Pflanzenlampe füllt bei 25 Watt in den ersten Wochen ein großes Zelt wie wir es letztens
hier hatten und man hat die Option, Indoor Früchte zu Ernten. Diese Lampe ist natürlich sehr effizient und eine gute Wahl in einem großen Zelt, aber für mich persönlich wäre sie völlig unbrauchbar, weil ich nur eine viel kleinere Fläche beleuchte und auch nur eine Vorzucht mache. Damit würde ich wochenlang 80% der Leistung "zum Fenster hinaus heizen". Es gibt sicher eine gewisse Pflanzengröße, ab der mehr Leistung nötig ist, aber leider konnte ich noch keinen Vergleich finden, in welchem Verhältnis die eingesetzten Kilowattstunden zur aufgebauten Biomasse stehen (bei zwei baugleichen Lampen, die unterschiedlich gedimmt betrieben werden). Das fände ich extrem interessant, aber dafür kaufe ich mir nicht schon wieder neue LEDs.

Wie groß die Pflanzen überhaupt werden sollen, ist natürlich auch ein Aspekt und kommt auf die Sorte, das Platzangebot im Haus, den Standort im Freien und das persönliche Ziel an. Für mich reichen Chilis, die im Mai gerade Blüten ansetzen, gut aus (Rocotos dürfen etwas größer sein). Deshalb kann ich gut damit leben, dass manche Pflanzen nicht ganz optimal versorgt werden. Echte Enthusiasten wollen sicher mehr und das sollen sie natürlich auch haben.
Ich kann rudimentär Lichtströme messen und die Ikea-Lampe wäre nicht die erste, die in der Realität nur 2/3 ihres Katalog-Lichtstroms erreicht.
Das ist natürlich sehr krass! Ich kenne die Solhetta nicht, aber verlasse mich auf den positiven Erfahrungswert zum schwächeren Modell aus dem Forum. Wenn bei meinem schattigen Fenster eine E27 mit 1521 Lumen für deutlich mehr als 20 Pflanzen gereicht hat, sollte die Solhetta an einem sonnigen Fenster schon ausreichen, um 20 Chilis einen guten Wachstumsschub zu geben. Ich hoffe natürlich, dass
@DoppelJoker dann auch wirklich gute Ergebnisse erzielt und dass die Angaben von IKEA halbwegs stimmen.

Und für den Diffusor wollen die nochmal Kohle:
Wie gesagt, ich kenne die tatsächlichen Werte nicht, aber für eine Einschätzung des relativen Verlaufs (z.B. am Rand nur noch 50% so viel Licht wie in der Mitte) reicht mir persönlich ein Stück Druckerpapier als Diffusor.
Alles klar. Und denkst du ich soll denen Schon extra Licht geben mit der Lampe? Schon oder...?
Das kannst Du machen. Ich würde wohl mit 15 cm Abstand starten und beobachten, wie sich Alles entwickelt.