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Sambal Bawang – oft liebevoll als indonesisches Relish bezeichnet – ist eine dieser Würzpasten, bei denen Einfachheit zur Tugend wird.
Herzstück sind bawang merah, die aromatischen Scharlotten, die hier nicht nur Begleiter, sondern Hauptdarsteller sind. Dazu ein Hauch Zucker, der beim Anrösten karamellisiert, Tiefe bringt und die Schärfe elegant abrundet.
Schon lange stand dieses Sambal auf meiner internen To-do-Liste. Und wie es der Zufall (oder der Chili-Gott) wollte, habe ich für den Kurs in Kirchheim unter Teck wunderbar frische bawang merah gefunden – so schön, dass gleich ein paar mehr im Korb gelandet sind. Gestern war es dann so weit: Pfanne heiß, Messer geschärft, Rezept zur Hand.
Wie bei praktisch allen Sambal-Klassikern gilt auch hier: Es gibt nicht das eine Original. Varianten existieren zuhauf – mal rustikaler, mal süßer, mal mit mehr Biss. Ich erhebe keinen Anspruch auf Authentizität bis ins letzte Detail. Aber eines kann ich mit voller Überzeugung sagen: Diese Version ist verdammt lecker.
Aromatisch, ausgewogen, mit dieser typischen Mischung aus Süße, Röstaromen und Chiliwärme, die Lust auf den nächsten Löffel macht – und den übernächsten.
Chili, bawang merah und Knoblauch schälen und grob schneiden. Keine Feinarbeit – wir wollen Charakter, keine Perfektion.
Alles zusammen im Cobek (indonesischer Mörser) zermörsern. Nicht pürieren, sondern zerdrücken: Struktur ist hier Geschmacksträger.
Etwas Kokosöl bei mittlerer Hitze in der Pfanne erhitzen, die zermörserte Mischung hineingeben und in Ruhe anbraten. Nicht hetzen. Die Masse darf dunkler werden, Röstaromen entwickeln, leicht süßlich duften.
Jetzt die Hitze etwas reduzieren, den Palmzucker dazugeben und unter ständigem Rühren karamellisieren lassen, bis sich der Zucker vollständig mit der Sambalmasse verbunden hat. Genau hier entsteht diese magische Tiefe.
Abkühlen lassen.
Kosten.
Sich ärgern, dass es so unfassbar lecker ist, dass man es direkt wegatmet.
Ergänzung zu bawang merah
bawang merah sind ein gutes Beispiel dafür, wie sehr Zutaten den Charakter eines Gerichts prägen. In vielen südostasiatischen Ländern – allen voran Indonesien, aber auch Thailand und Malaysia – werden genau diese Scharlotten bevorzugt eingesetzt. Und ja: Sie sind mit unseren europäischen Scharlotten nur bedingt vergleichbar.
bawang merah sind meist kleiner, rötlicher, oft etwas trockener und deutlich aromatischer. Sie bringen mehr Süße, mehr Tiefe und vor allem diese typische Würzigkeit mit, die Sambal Bawang erst zu dem macht, was es ist. Mit „normalen“ Scharlotten funktioniert das Rezept zwar technisch – geschmacklich fehlt aber ein Stück Seele.
Wer danach sucht, wird in asiatischen Supermärkten fast immer fündig. Dort liegen sie häufig lose, manchmal unscheinbar, aber voller Geschmack. Online tauchen sie sehr oft unter der Bezeichnung „Thai Scharlotten“ auf – das ist in der Praxis meist genau das, was man braucht.
Kurz gesagt:
Wenn Sambal Bawang auf dem Plan steht, lohnt sich der kleine Umweg.
bawang merah sind kein Detail – sie sind der Schlüssel. 

Herzstück sind bawang merah, die aromatischen Scharlotten, die hier nicht nur Begleiter, sondern Hauptdarsteller sind. Dazu ein Hauch Zucker, der beim Anrösten karamellisiert, Tiefe bringt und die Schärfe elegant abrundet.
Schon lange stand dieses Sambal auf meiner internen To-do-Liste. Und wie es der Zufall (oder der Chili-Gott) wollte, habe ich für den Kurs in Kirchheim unter Teck wunderbar frische bawang merah gefunden – so schön, dass gleich ein paar mehr im Korb gelandet sind. Gestern war es dann so weit: Pfanne heiß, Messer geschärft, Rezept zur Hand.
Wie bei praktisch allen Sambal-Klassikern gilt auch hier: Es gibt nicht das eine Original. Varianten existieren zuhauf – mal rustikaler, mal süßer, mal mit mehr Biss. Ich erhebe keinen Anspruch auf Authentizität bis ins letzte Detail. Aber eines kann ich mit voller Überzeugung sagen: Diese Version ist verdammt lecker.
Aromatisch, ausgewogen, mit dieser typischen Mischung aus Süße, Röstaromen und Chiliwärme, die Lust auf den nächsten Löffel macht – und den übernächsten.
Zutaten
- 8 Rawit Chili
- 14 bawang merah (indonesische Scharlotten)
- 1 Knoblauchzehe
- Kokosöl zum Braten
- 1 TL Palmzucker (Brauner Rohrzucker geht auch!)
Zubereitung
Chili, bawang merah und Knoblauch schälen und grob schneiden. Keine Feinarbeit – wir wollen Charakter, keine Perfektion.
Alles zusammen im Cobek (indonesischer Mörser) zermörsern. Nicht pürieren, sondern zerdrücken: Struktur ist hier Geschmacksträger.
Etwas Kokosöl bei mittlerer Hitze in der Pfanne erhitzen, die zermörserte Mischung hineingeben und in Ruhe anbraten. Nicht hetzen. Die Masse darf dunkler werden, Röstaromen entwickeln, leicht süßlich duften.
Jetzt die Hitze etwas reduzieren, den Palmzucker dazugeben und unter ständigem Rühren karamellisieren lassen, bis sich der Zucker vollständig mit der Sambalmasse verbunden hat. Genau hier entsteht diese magische Tiefe.
Abkühlen lassen.
Kosten.
Sich ärgern, dass es so unfassbar lecker ist, dass man es direkt wegatmet.
Ergänzung zu bawang merah
bawang merah sind ein gutes Beispiel dafür, wie sehr Zutaten den Charakter eines Gerichts prägen. In vielen südostasiatischen Ländern – allen voran Indonesien, aber auch Thailand und Malaysia – werden genau diese Scharlotten bevorzugt eingesetzt. Und ja: Sie sind mit unseren europäischen Scharlotten nur bedingt vergleichbar.
bawang merah sind meist kleiner, rötlicher, oft etwas trockener und deutlich aromatischer. Sie bringen mehr Süße, mehr Tiefe und vor allem diese typische Würzigkeit mit, die Sambal Bawang erst zu dem macht, was es ist. Mit „normalen“ Scharlotten funktioniert das Rezept zwar technisch – geschmacklich fehlt aber ein Stück Seele.
Wer danach sucht, wird in asiatischen Supermärkten fast immer fündig. Dort liegen sie häufig lose, manchmal unscheinbar, aber voller Geschmack. Online tauchen sie sehr oft unter der Bezeichnung „Thai Scharlotten“ auf – das ist in der Praxis meist genau das, was man braucht.
Kurz gesagt:
Wenn Sambal Bawang auf dem Plan steht, lohnt sich der kleine Umweg.
bawang merah sind kein Detail – sie sind der Schlüssel. 

