@Echeveria Grundsätzlich habe ich nichts gegen so einen fließenden Übergang

Vor allem bei diesem externen Garten möchte ich viel der Natur überlassen. Da das ein superfrisch ausgehobenes Beet ist, sind viele der Erdbrösel auf dem Rasen, nicht der Rasen im Beet. In diesen externen Garten dürfen wir aber sowieso laut Pachtvertrag keine Steine (und keine Haselnuss) bringen. Für mein Beet am Haus liebäugele ich jedoch den ordnungsliebenden Vermietern zuliebe mit einer Sandsteinbegrenzug des Beetes. Diese Betondinger sind zwar zweckdienlich, aber optisch einfach nicht mein Geschmack. Ich frage mich gerade, ob etwas dagegen spricht Sandsteine von Feldrändern zu mopsen...
Nachdem ich gestern den Abend mal mehr mal weniger schockiert und in Tränen aufgelöst vor dem Liveticker verbracht habe und zugesehen habe, wie ein Stück Kultur und Kunst in Flammen aufging, wollte ich mir diesen Tag schön gestalten. Zuerst also Frühstück auf der Terrasse, dann fein gezupfte Rohwolle für die nestmaterialsuchende Blaumeise rausgelegt. Ich nenne es Donald.
Als Vormittagsprogramm dann auf zum Raiffeisenmarkt und Liebstöckl kaufen. Meiner ist zwar dieses Frühjahr wieder gekommen, steht aber mit Agastache und Pfeilkresse in einem Balkonkasten. Beide sind sehr invasiv, so dass der arme Liebstöckl vermutlich über kurz oder lang aufgeben muss.
Er wird jetzt bereits gelb. Die Wurzeln der drei Pflanzen sind aber so verschränkt, dass ich keine aus dem Kasten herausnehmen kann ohne alle drei zu beschädigen. Also überlasse ich diesen Liebstöckl seinem Schicksal und gebe einer weiteren Pflanze einen weiteren Balkonkasten. Dafür ist noch Platz am Geländer.
Im Hintergrund sieht man den Garten meines Vermieters: Er mag Steine und Kirschlorbeer und grünen, handgeschnittenen Rasen. Meine grün explodierte Terrasse verursacht bei ihnen vermutlich immer wieder mal Schnappatmung
Im Raiffeisenmarkt war ein Massenauflauf von Menschen. Das habe ich noch nie erlebt! Ich fahre sehr gerne dienstags am Vormittag hin. Das ist mein freier Tag und üblicherweise habe ich dann den ganzen Parkplatz um eine adäquate Vorstellung meiner Einparkkünste zu geben. Heute? Huiui... das war echt eng. Aber dann wusste ich auch warum: Wunderbare gesunde Pflanzensetzlinge aller Arten und Formen. Natürlich blieb es nicht beim Liebstöckl. An den Tomaten habe ich es noch vorbei geschafft. Dann kamen die Kräuter und die Blühpflanzen. Ein schöner Schopflavendel ist mitgekommen und ein Purpursalbei. Mein Mann wollte gerne Stevia haben.
Heute am Nachmittag gibt der örtliche Gartenbauverein noch einen Schnittkurs. Da werde ich hingehen und bin sehr gespannt.