Stefan's Naturgarten

kleingaertner82

Chiligrünschnabel
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Hallo zusammen,

in diesem Faden werde ich meinen Garten präsentieren und was ich da so alles mache.

Der Garten befindet sich in einer Kleingartenanlage mit 63 Gärten inmitten der Natur.

Seit 2015 bin ich als Kleingärtner aktiv und hatte bis September 2024 einen 300m² großen Garten in besagter Kleingartenanlage.
Im September bot sich mir dann die Möglichkeit einen 800m² großen Garten mit mehr Sonne und weniger Hanglage zu übernehmen.

Die Vorpächter hatten den garten 50 Jahre lang und mussten alters- und krankheitshalber ihren geliebten Garten aufgeben.
Dementsprechend ist viel Holz morsch, wenig Beetfläche vorhanden und es gibt mehr Baustellen, als man denkt.

Das erste, was ich angeschafft hatte war ein Solarpanel, um eine Campingkühlbos zu betreiben, Licht in meiner Hütte zu haben und - vielleicht der wichtigste Punkt - die Akkus für Rasenmäher und Trmmer nachhaltig aufzuladen.

Hier mal ein kleiner Eindruck meiner Parzelle:

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Die erste Überraschung hat gleich nach der Übernahme auf mich gewartet: Ein Hornissennest (Vespa Crabro) in einem Vogelhaus im Apfelbaum:

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In der Zwischenzeit habe ich mir noch ein Hochbeet gebaut, mit Hangabstützung, die noch bepflanzt wird und Mähkante.

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Heute habe ich mein Wildbienenhotel noch um weitere 2200 Röhren erweitert und überlege ob ich noch einen Hummelnistkasten unterbringen kann.

Wenn dann endlich der Frühling kommt, geht's weiter im Garten.
 
Eine schöne Parzelle. Eigentlich schade dass ca 70% davon ein ungepflegter Rasen ist mit wenig Nutzen und wenig Biodiversität.
 
Herzlichen Glückwunsch zum neuen Garten. Ein wunderschönes große Fleckchen Erde mit ganz viel Potenzial. Es begeistert mich immer wieder wenn jemand den Mut aufbringt einen Garten zu bewirtschaften. Ich habe ja selber auch ca. 600 m² und kenne alle Freuden und Leiden ...
Mit 11 Jahren Kleingarten - Verein - Arbeit hast Du ja die allerbeste Voraussetzungen.
Viel Erfolg und alle zeit viel Spaß beim Gärtnern :happy:

Was hast du den da für Schicke Bretter für Dein Hochbeet genommen?

Hier mal mein Hochbeet
 
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Herzlichen Glückwunsch zum neuen Garten. Ein wunderschönes große Fleckchen Erde mit ganz viel Potenzial.
Danke Gabi.
Es begeistert mich immer wieder wenn jemand den Mut aufbringt einen Garten zu bewirtschaften. Ich habe ja selber auch ca. 600 m² und kenne alle Freuden und Leiden ...
Mit 11 Jahren Kleingarten - Verein - Arbeit hast Du ja die allerbeste Voraussetzungen.
Leider suchen die Leute heutzutage nur noch "Grill- und Chillgärten". Macht uns als Vorstand vom Verein echte Probleme, auch hinsichtlich der Gemeinnützigkeit.
Hast Du deinen Garten auch in einem Verein oder privat?
Was hast du den da für Schicke Bretter für Dein Hochbeet genommen?
Das ist ein Hochbeet aus Aluminium Doppelstegelementen von der Firma GFP. Hat entsprechend gekostet.
 
Hast Du deinen Garten auch in einem Verein oder privat?
Ja wir sind ein Verein, aber nur 8 Gärten und da ist so gut wie keine Fluktuation. Die Gartenanlage gibt es seit 1977 und wir habe da schon noch Bestandsschutz.
Ich bin da seit 12 Jahren die Vorsitzende und da gab es am Anfang auch schon Probleme ... war erstmal keine Gemeinnützigkeit da, weder Kleingärtnerisch noch Steuerlich. Aber alles gut geregelt.

Das Hochbeet sieht schick aus.
 
Hallo ihr Lieben!
Ich hab zwar selbst keinen Kleingärten, aber das Thema beruflich auf dem Tisch. Erstelle gerade einen Bebauungsplan für eine Kleingartenanlage. Tipps, was ich unbedingt beachten sollte? Im Moment richte ich mich vor allem nach dem BKleinG. Aber von euch bekomm ich vielleicht noch Tipps direkt von Nutzern. 😅😊 Also wenn ich das nicht zu blöd ist...
Liebe Grüße!
 
Hallo Liz,

ist der Bebauungsplan allgemein gültig oder für eine Kleingartenanlage speziell? Bei zweiterem würde ich mal die Satzung, Gartenordnung usw. anfordern. Das BKleinG ist seeehr locker und weitläufig formuliert. Die Vereine orientieren sich normalerweise daran, aber erstellen diese Verordnungen dann zugeschntten auf die jeweiligen Bedürfnisse.

Es kommt auch stark aufs Bundesland und die Kommune an. Wir dürfen z.B. handelsübliche Gewächshäuser bis 6 m² Grundfläche aufstellen, in der Nachbargemeinde dürfen sie nicht mal Folientunnel haben.

Vielleicht lohnt es sich auch mit dem zuständigen Landesverband oder Bezirksverband Kontakt aufzunehmen, um mehr über die Regularien zu erfahren.

Du darfst mich gerne auch per PN anschreiben, wenn Du noch Fragen hast.
 
Stefan, das Luftbild deiner Kleingartenanlage ist sehr interessant. In der Schweiz nennt sich das ja Schrebergarten. Auf dem Bild sind alle Parzellen ich würde sagen zu >80% mit Rasen/Gras bewachsen. In der Tat Grill und Chill :thumbsdown: In der Schweiz würde man so in vielen Anlagen rausgeschmissen, denn gewünscht sind bei uns Beete mit Gemüse und Blumen, Beeren Sträucher und Fruchtbäume und ein Rasenplätzchen für Liegestühle :happy:
 
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@Dyshof-Jo Das nennt man hier in BaWü Schrebergarten oder eben Kleingarten. Das Bild ist von 2019/2020. Inzwischen hat sich da schon etwas geändert, aber in der Hauptsache sind es Gärten mit zuviel Rasen und zu wenig Beetfläche bzw. Osbtgehölzen. Wir müssen 1/3 der Parzellenfläche kleingärtnerisch nutzen, 1/6 Beeren und Obstgehölze und 1/6 Gemüse, es darf aber nur für den Eigenbedarf sein.

Bei meinen 800 m² müsste ich also 136 m² Gemüsebeet haben. Wenn ich da - übertrieben gesagt - nicht 100 m² Kartoffeln anbaue, habe ich viel zu viel für den Eigenbedarf. Ich hätte gar nicht den Platz, um das alles zu lagern. Ich wohne auf 60 m² mit kleinem Kellerraum, der völlig überfüllt ist.

Deshalb SOLLTE laut BKleinG ein Kleingarten nicht größer wie 400 m² sein. Und da ist eben die Schwammigkeit des BKleinG, da es eine Soll-Bestimmung ist.

In der Vergangenheit hat die Vorstandschaft leider zugelassen, dass es sich so entwickelt. Wir arbeiten seit ich Vorstand bin daran, dass zumindest in jedem Garten etwas angebaut wird. Wir hatten bis vor wenigen Jahren wirklich Gärten wo nur Wiese und eine Hütte war. Dafür aber der dickste Grill, den man irgendwie transportieren kann. Der Prozess geht aber leider nur sehr langsam voran. Ich kann ja ncht jeden rausklagen. Vorallem haben wir viele Ältere, die früher viel Beet hatten, aber mit dem Alter weniger anbauen, weil sie es nicht mehr schaffen. Unsere älteste aktive Pächterin wird Ende März 90 und bewirtschaftet 300 m² Nutzgarten seit 1966. Den Verein gibt es seit 1965.

Die Leute wissen das, aber die leben nach dem Motto "Wo kein Kläger, da kein Richter". Diejenigen, die das kontrollieren müssten, erheben sich nicht aus ihren Bürostühlen. Auf einer Seite schlecht, auf der anderen Seite gut, denn wir haben wahrscheinlich in jeder Parzelle Bauten, die nicht gestattet sind. Geräteboxen und Anbauten an den Lauben werden geduldet - oder auf Juristendeutsch "sind bis auf Widerruf gestattet."
 
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Sieht man denn deine Anlage auf dem Bild?
Garten Reichenbach (14).JPG


Das Bild entstand, wie gesagt, bevor ich den Garten übernommen habe.

Ich habe nach der Übernahme erstmal den Zaun erneuert, weil die 50 jahre alten Metallpfosten durchgerostet waren, habe das Hochbeet gebaut, in der Laube eine Kochecke und Stauraum geschaffen, usw.
Dieses Jahr gehts mit mehr Beetfläche, Rankgerüsten für Gurken etc. und einem Tomatenhaus weiter.

Wie weiter oben geschrieben, muss aber eben auch die Substanz erhalten werden, was auch viel Arbeit macht. Im Aussenbereich ist fast alles aus Holz morsch und muss ersetzt werden.
 
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Da würde sich eine sogenannte Miete anbieten, wo du auf deinem Land viele Gemüse über Winter lagern kannst
Kannst Du mir das bitte etwas genauer erläutern? Eine schnelle Googlesuche bringt kein richtiges Ergebnis.
Sollte es eine Baulichkeit sein, darf ich das nicht machen, da nebender Laube nur noch ein Gewächshaus gestattet ist.

Äpfel lagere ich - mehr schlecht als recht - in der Laube über den Winter in Holzkisten. Da ist aber auch sonst nicht der Platz, um noch mehr zu lagern.
 
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