Wurmkompost & Wurmtee vs althergebrachter Kompost

Grizzly im Garten

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Ich überlege derzeit, ob ich mir die Mühe machen soll, eine Wurmkiste zu bauen um Wurmkompost herzustellen. Diese würde ich dann, wie "übliche" Kompost verwenden. Allerdings für die Topfpflanzen.

Nun habe ich im Internet gelesen und geschaut, mich informiert. So ist der Grizzly. :)

Ich überlege, ob es der ganze Aufwand wert ist, und der Wurmkompost wirklich so viel besser ist als herkömmlicher Kompost aus der Miete?

Wenn ich entgegen halte, was für einen Aufwand und vor allem was für ein geringer Ertrag dabei herauskommt, bezweifele ich den wirklichen Nutzen.

Hat jemand von Euch den Aufwand nicht gescheut und kann mir "objektiv" schreiben, ob der Wurmkopost wirklich deutlich besser ist und den Aufwand lohnt?
 

_hw_

entdeckt noch und startet heuer spät
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Interessante Frage, da klinke ich mich mal ganz frech mit ein, interessiert mich auch, schon da "regulärer" Kompost bei mir schwierig ist.

Nun habe ich im Internet gelesen und geschaut, mich informiert. So ist der Grizzly. :)
Oh, wie ich das nachvollziehen kann.. um dann Stunden später das Gefühl zu haben: Ich weiß jetzt zwar grob Bescheid, für die Entscheidung hilft mir das aber irgendwie doch nur mäßig ;)
 

Grizzly im Garten

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Bedenke dabei bitte auch den ganzheitlichen Aspekt, Bio-Müll zu vermeiden bzw. schon direkt privat wiederzuverwerten!
Mühe macht das nur sehr wenig - die Würmer machen ja die ganze Arbeit ;)
Oh ja, darauf achte ich schon seit Jahren. Wir habe schon die eine und andere Stufe in dieser Hinsicht erreicht. Unser Biomüll landet zu 99 % auf dem Kompost, da meine Frau sehr darauf achtet, keine Lebensmittel zu verschwenden. Auch das hat meine Liebste voll drauf. Da wir Vegetarier zum Hang zu Veganer sind, fallen Dinge, die nicht auf den Kompost gehören eh deutlich weniger an.

Daher stellt sich mir ja auch die Frage, ob sich der Mehraufwand wirklich lohnt, der Wurmkompost also deutlich besser ist. als der konventionelle Kompost, den wir eh schon in den Gärten bereiten.
Scheinbar ist niemand in der gleichen Situation oder hat dieselben Gedanken zu diesem Thema?

Wir kompostieren auch im Hausgarten. Der Weg ist kurz, das Prozedere denkbar einfach. Der Kompost ist jedes Frühjahr ohne Mühe vorhanden.
Dagegen käme eine Wurmkiste im Kleingarten. Der Weg ist nicht lang, aber es ist ein Weg, den wir nicht jeden Tag gehen. Die Sorge um die Tiere, Ort und Pflege, Bau der Kiste und Achten auf die passende Feuchtigkeit sind dann doch ein anderes Kaliber. Daher die Frage, lohnt sich der Mehraufwand zum konventionellen Kompost? ;)

Stand heute teste ich das aus, wenn ich im Frühjahr den Kompost ernte. Da fallen dann auch gleich Kompostwürmer für die Box an. Aber ein Austausch würde mich eben sehr freuen. Denn diese Kompostherstellung dürfte doch für die Starkzehrer Paprika auch sehr interessant sein, zumal jeder Haushalt kompostierbare Abfälle produziert und der Platz in der kleinsten Wohnung dafür sei.
 

Wild Boar Garden

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Bei @Micky6686 hatte ich mal was bezüglich Wurmkiste gelesen.

Zu meiner Wurmkiste. Vor 14 Tagen habe ich einen 5l Eimer voll Aquarienpflanzen "geerntet" (regelmäßiger Rückschnitt) und über die Box entsorgt, Blick in die Box heute... Nix mehr von zu sehen, alles feinste krümmelige Erde, vllt etwas feucht, aber das ist nicht so dramatisch, anders rum wäre schlimmer. Auch eine paprika die ich zum selben Zeitpunkt entsorgt habe (weil faulig) ist mittlerweile zum größten Teil verwertet.

Beitrag im Thema 'Micky 2021' https://chiliforum.hot-pain.de/threads/micky-2021.39671/post-1037643

Vllt. wirst du hier fündig ;)
 

wemu

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Hier ist ein Link zum Tomatenforum. @chris Arndt produziert jährlich etwa 6 Schubkarren Wurmhumus und hat eine Beschreibung von seiner Anlage vorgestellt.
Vielleicht findest du dort noch etwas interessantes.
Mir persönlich ist der "normale" Komposthaufen sympathischer, dazu noch eine Brise selbst getrockneter Pferdemist sowie Brennessel- und Ackerschachtelhalmjauche.
 

Chili-Angler

Jolokiajunkie
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Hier wurde auch schon einiges geschrieben
 

Grizzly im Garten

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@Wild Boar Garden
Danke für den Tipp, aber da war wenig Input im Faden. :)

Hier ist ein Link zum Tomatenforum. @chris Arndt produziert jährlich etwa 6 Schubkarren Wurmhumus und hat eine Beschreibung von seiner Anlage vorgestellt.
Vielleicht findest du dort noch etwas interessantes.
Mir persönlich ist der "normale" Komposthaufen sympathischer, dazu noch eine Brise selbst getrockneter Pferdemist sowie Brennessel- und Ackerschachtelhalmjauche.
Das ist mir zu krass und ein zu großes Ausmaß. :)

Hier wurde auch schon einiges geschrieben
Der Faden, gerade zu Beginn, ist einfach der Hammer! :thumbsup::thumbsup:
 

Grizzly im Garten

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Die Umsetzung ging fix. Kosten: 28€
 

Schwarzer Prinz

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Hallo Grizzly,
wenn du im Garten kompostieren kannst und der Weg dahin nicht so weit ist, ist die Wurmkiste eigentlich eine Ergänzung.
der Wurmkompost also deutlich besser ist. als der konventionelle Kompost, den wir eh schon in den Gärten bereiten.
hier handelt es sich doch meistens auch um Wurmkompost, falls es nicht als Heißrotte kompostiert wird.
Ich habe zwei Komposttonnen, unten mit löchrigen Boden, oben mit Deckel. Da wimmelt es fast das ganze Jahr über mit Kompostwürmer. Kompostwürmer unterscheiden sich von Regenwürmer. In den Tonnen werden gehäckselte Gartenabfälle (Rückschnitt ect.) und Küchenabfälle kompostiert. Ab und an kommen ein paar Pferdeäpfel dazu. In der frostfreien Zeit sammele ich die Küchenabfälle in zwei Eimern, daraus entsteht Bokashi. Bokashi ist sehr sauer. Im Winter kann er im Garten untergegraben werden. Ansonsten kommt er bei mir mit in die Komposttonnen. Die Würmer lieben ihn.
Ich habe ein großes Ziel, Terra Preta. Deshalb mische ich Pflanzenkohle in den Kompost. Hier kann sich die Pflanzenkohle aufladen, sie wirkt wie Aktivkohle und nimmt Nährstoffe und Wasser auf. Pflanzenkohle unterscheide sich von Grillkohle.
Für einen Gärtner ist der Kompost von großem Wert.
Schönes WE
S P
 

Grizzly im Garten

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Nun habe ich den ganzen Thread aus 2017 gelesen und viele Updates der Boxen vernommen. Ich werde am Rand also noch einige 5mm und einige 8 mm Löcher bohren, da die Würmer scheinbar am Rand hochgleiten. So soll es sein.

Toll finde ich, dass ich weiter Abfälle (aus dem Garten) verwenden kann, wie Klopapierrollen, Eierkatons, etc. Sehr nice.
 
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