Ein Westfale stellt sich vor

Freddie

Chiligrünschnabel
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Hallo,

ich bin Freddie, Mitte 50, aus Münster. Vor ca. zwei Jahren begann ich mich für Chili zu interessieren, als ich zufällig im Internet auf ein Rezept für Frijoles (mexikanisches Bohnenmus) stieß. Als ich das Rezept im vergangenen Herbst im Freundeskreis bewarb, schnappte sich eine koreanische Freundin kurzerhand ein Messer, verschwand im Garten und kam kurz darauf mit einer Handvoll Chili zurück, die sie mir schenkte. Ich nahm mir daraufhin vor, das mit der Chilizucht demnächst mal selber auszuprobieren. Anfang April dieses Jahres habe ich mir dann spontan ("Lockdown-Projekt") ein paar Samen bestellt und zum Keimen gebracht. In der Zwischenzeit habe ich mich ein wenig hier und in anderen Foren eingelesen und dann richtig Blut geleckt.

Meine Pflanzen (Amboy, Cantina, Aji Limo Rojo, Shakira, Catacamas Hot, Superhot Beast und Big Bang Red), mit deren Aufzucht ich am 6. April begonnen habe, haben sich zum Teil schon ganz gut entwickelt. Ich habe sie im Keller auf dem Warmwasserspeicher bei durchgängig 29 °C gesät und unter Kunstlicht (LED-Lampe, 15 Watt, 1.220 Lumen, 6.500 K) aufgezogen, vierzehn Tage später in Tomatenerde pikiert, nach drei Wochen an ein Fenster im Haus mit WSW-Ausrichtung gestellt und abends mit demselben Kunstlicht noch weitere drei Stunden beleuchtet. Ein paar Stunden am Tag erhielten sie eine Prise Wind von zwei Computerlüftern. Am 10. Mai habe ich sie erstmals für vier Stunden draußen gehabt. Am 12. Mai habe ich sie in die Loggia mit WSW-Ausrichtung gestellt und dann auch nachts draußen gelassen, weil die Temperaturen nicht mehr unter 7 °C fielen. Eine Behandlung mit Weidenwasser führte zu einer explosionsartigen Vermehrung der Wurzeln. Am 28.05. dann erste, zunächst moderate Düngergabe, am 11.06. Umzug in 10- bis 20-Liter-Töpfe mit ca. 65 % TKS2, 20 % Perlite und 15 % getrocknetem Pferdedung. Am 20.06. die erste geöffnete Blüte und am 24.06. die erste sichtbare Frucht. Inzwischen sind die Pflanzen je nach Sorte zwischen 20 und 45 cm groß.

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Bis auf ein paar grüne und schwarze Läuse und ein paar umgeknickte Jungpflanzen hatte ich bislang keine Probleme. Schnecken, wie sie unten auf der Terrasse über die Tagetes, die Canna und ein paar Chilipflanzen, die in der Loggia keinen Platz mehr fanden, herfallen, kommen Gott sei Dank nicht bis zur Loggia hoch.

Für die vielen wertvollen Infos, die ich hier erhalten habe, möchte ich mich mit ein paar Berichten über Versuche bedanken, die ich in den vergangenen Wochen durchgeführt habe und noch durchführen möchte. Damit möchte ich einen Beitrag für alle leisten, die sich dieselben Fragen stellen, wie ich: Wie bringe ich Chilisamen am sichersten und schnellsten zum Keimen? Wie geht es weiter nach dem Keimen? Welche Ausrüstung brauche ich? usw. - Substrate, Temperaturen, Wassergabe, Dünger, Licht: Hier bietet sich ein weites Feld für Experimente.

Auf einen fruchtbaren Austausch freut sich der Freddie!
 

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Habanerolecker
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Hallo und willkommen @Freddie :)
Da hast Du ja schon einige schöne Pflanzen am Start :thumbsup:
Weiterhin viel Erfolg bei Deiner Gartensaison !!
 
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