[in Bearbeitung] PI 631154 (c. flexuosum)


germanico

c. ex(tr)imium
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Name: PI 631154

Andere Namen:
flexu-(berry)

Art: Capsicum flexuosum

Herkunft: (Süd)Brasilien bis Argentinien

Schärfe: mittelscharf

Wuchs: buschiger Wuchs bis 1,5m Höhe

Reifung: von grün nach gelb-orange bis orange (z.T. leicht "transparent")

Reifezeit: mittel-lang

Frucht: kleine ovale Beeren zwischen 3 und 6mm

Geschmack/Geruch/Aroma: typisches und sehr intensives Baccatum-Aroma.

Verwendung: getrocknet und frisch in der Küche als (Schärfe)Gewürz

Beschreibung: Es ist umstritten, ob c. flexuosum tatsächlich als eigene Spezies gilt, oder eher c. schottianum zugeordnet wird. Otto Sendtner, der sie entdeckte, stufte sie als eigenständige Art ein, Armando Hunziker nahm wiederum die unterzuordnung zu schottianum vor. In der Tat sind sich beide Spezies vergleichsweise ähnlich - sowohl im Wuchs, als auch bei Blüten und Früchten. Da der Redaktion (leider leider leider leider) keine c. schottianum vorliegt, kann nur die c. flexuosum beschrieben werden. Unterscheidbar sind bei Flexuosum zwei Akzessionen, die hier beschriebene ist die PI 631154, die leicht dunklere Blätter aufweist, als ihre Schwesterakzession. Der Wuchs ist sehr ähnlich einer Baccatum, allerdings ist die Blattform deutlich anders - wobei der rundliche Teil stärker ausgeprägt ist. Auch die Blüten ähneln Baccatum stark, sind aber noch "Schalenförmiger" und haben zum Teil verbundene Blätter. Wichtigstes Merkmal sind die Beeren: diese sind leuchtend Orange und etwas durchscheinend (wie bei Johannisbeeren). Die Samen stellen den nächsten großen Unterschied zu Baccatum dar: sie sind schwarz.

Eigene Erfahrungen: c. flexuosum wachsen zum Teil sehr langsam. Bei meiner PI631154 hat genaugenommen irgendwie ALLES lange gedauert: keimen - weit über 30 Tage. Vom Keimling zur ersten Blüte - knapp 250 Tage. Was aber definitiv kein Maßstab sein muss: eine zweite Pflanze schafft das grad alles in etwa der Hälfte der Zeit. Pflanze 1 hat aber auch eine Besonderheit - sie verfügt über eine leichte Panaschierung der Blätter - nicht so ausgeprägt wie bei Fishpepper und Co, aber zumindest leicht in Hell-Dunkelgrün-Abstufungen. Achja... das leidige Thema Selbstinkompatibilität... es hält sich für Flexus der gleiche urbane Mythos wie für Cardenasiis, dass sie selbstinkompatibel seien. Nein, sind sie nicht. Zumindest nicht vollständig. Wenn überhaupt handelt es sich um eine (bei Nachtschattengewächsen verbreitete) Gametophytische Selbstinkompatibilität was Selbstbefruchtung nicht komplett ausschließt. Fakt ist: Pflanze 1 hat (bevor Pflanze 2 Blüten hatte und irgendwas "kreuzbares" in der Nähe gewesen wäre) 2 Beeren spendiert, die nicht nur Samen enthielten, sondern letztere auch Keimfähig waren. Pflanze 2 stammt indes selbst aus Saatgut einer "Single-Pflanze".

Bilder:

Weitere Infos:
 

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