Physalis/Tomatillo Samengewinnung?

hotShot

Dauerscharfesser
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Moin,
ich hab schon öfter von Physalis Samen gewonnen, jedoch erwiess sich die Samenentnahme immer als äußerst mühseelig, klebrig und ja nicht gerade massenhaft. Ich zerdrücke die Früchte und und lege sie dann auf Backblechpapier zum trocknen. Keine gute Methode.
Was mache ich falsch? Wie macht ihr das?
 
Ich hab mir für solche Fälle mal eine Packung dieser kleinen, runden Kaffeefilter gekauft (Mel....a 1 - darf man hier
Markennamen nennen?!?). Ich streiche die Kerne mit möglichst wenig von dem Glibber drum rum auf diese
Scheiben und trockne die. Dann werden sie noch mit Kugelschreiber beschriftet. Im Frühjahr hau ich die Dinger
wie sie sind in passende runde Töpfe - quasi wie Saatgutscheiben. Funktioniert bei meinen Tomaten und Physalis
problemlos....
 
Ich hab mir für solche Fälle mal eine Packung dieser kleinen, runden Kaffeefilter gekauft (Mel....a 1 - darf man hier
Markennamen nennen?!?). Ich streiche die Kerne mit möglichst wenig von dem Glibber drum rum auf diese
Scheiben und trockne die. Dann werden sie noch mit Kugelschreiber beschriftet. Im Frühjahr hau ich die Dinger
wie sie sind in passende runde Töpfe - quasi wie Saatgutscheiben. Funktioniert bei meinen Tomaten und Physalis
problemlos....
Gute Idee :thumbsup:! Werd ich auch mal ausprobieren.
MfG Kiepe
 
Früchte und und lege sie dann auf Backblechpapier zum trocknen. Keine gute Methode
Warum keine gute Methode ?
Ich trockne so seit 13 Jahren meine Samen , egal welche , im ersten Durchgang ....ohne Probleme .
Am Backpapier klebt wenigstens nicht an.
Man muss die Samen nur vorher in einem Teesieb gut spülen und gut ablaufen lassen , dann erst aufs Papier und über die Tage der Trocknung immer mal wenig bewegen.
 
Am Backpapier klebt wenigstens nicht an.
Ja stimmt, Sewa oder Kaffeetütchen finde ich nicht gut, wenn die Samen Glibber haben. Ich glaube das mit dem Sieb hatte ich sogar gemacht. Physalis (wirklich ganz kleine süße) ausgequetscht und durch das Sieb gedrückt und erst dann auf das Backpapier, habe eben die Samen davon abgeschabt, naja 200 Stück dürften es schon sein aber bestimmt aus 15-20 Früchten. Ich finde die Ausbeute einfach mickrig, wenn ich mir überlege ich soll das bisschen aufs Beet streuen geht das meißte vermutlich nicht auf. Deswegen dachte ich gäbe es vllt eine effizientere Methode, zum Glück streuen sich die Physalis die ich habe jedes Jahr selbst aus, so dass ich eigentlich gar kein Saatgut sammeln müsste, wäre alles auch schön, wenn ich nicht die Physalis jedes Jahr woanders haben wollen würde. Muss mir da wohl mal eine Ecke nur für Physalis anlegen.
Mir schwebte mal im Kopf vor, die Physalis Früchte einfach in den Küchenmixer zu machen, wirklich viele Früchte und sie dann einmal durschhäkseln lassen, den Fruchtglibber durch ein Sieb pressen, damit nur die Samen letztendlich übrig bleiben, ich meine mal gelesen zu haben, dass der Mixxer ein Großteil der Samen gar nicht zerstört und dann eben aufs Backblechpapier.

Nunja ich habe die Frage auch gestellt, weil ich dies Jahr wieder Tomatillo anbaue, allerdings sind die ja wesentlich größer als meine Miniphysalis, daher brauche ich mir wohl echt kein Kopf um die Saatgutgewinnung mehr machen.

Btw: Getrocknete Tomatensamen mit Glibber dran sehen unschön aus :p Ich beize sie immer ! Hab ja sonst keine Hobbys lol

edit: Mir fällt gerade ein, ich hatte bereits viele stark geplatzte Physalis mit Sand in eine Dose zur Trocknung und entsprecher Saatgutgewinnung getan und die wollte ich dann 2019 mit dem Sand aufs Beet streuen. Hachja ich werde wohl langsam vergesslich...
 
stimmt. schön sieht das nicht aus. Aber bei mir funktioniert es.
Geht schnell und einfach.
Aber dass die Samen nicht keimen, wenn Glibber drum ist, stimmt zumindest bei mir definitiv nicht!
 
Du ich auch....ich will sauberen Samen ohne Glibber.
Ich habe dieses Jahr 4 Tomatillo-Sorten am Start, darunter auch eine grosse , die Plaza Latina Giant Green die hat wie die Cisinero etwas grössere Samen als die anderen Sorten.
Bin mal gespannt wie sie geschmacklich ist
 
Wow ! Die googlepics sind ja der Oberhammer ! So groß wie sind, ich sehe es schon kommen in der Zukunft werden wir süße Tomatillos so groß wie ein Apfel verköstigen dürfen :D
Ich baue Diiwii Of und Aurora an. Erstere Sorte soll sogar schon pur gut schmecken. Achja und dann habe ich auch endlich mal die Dicke Beate Physalis am Start :D die soll ihren Namen ja auch alle Ehre machen :)
Und du Peti ich bin gespannt ob deine Riesentomatillos auch früh genug reifen, so dass du auch Saatgut daraus gewinnen kannst :)
 
kann mir denn jemand eine Sorte grüne Tomatillos empfehlen? Ich suche eine für die "grüne Tomaten"-Rezepte.
War gestern her in der Gartenabteilung des Baumarktes meines Vertrauens und hab gar nix gefunden... :-(
Ich bräuchte eine, die Anfängerfehler verzeiht.Wenigstens ein bisschen....
 
Ne sorry also ich nicht bin da auch noch n Noob, ich werde vermutlich wieder mehr grüne Tomatillos ernten als reife lila/gelb-orange Tomatillos. Ob die grünen Tomatillos gegenüber der reifen Tomatillos geschmacklich ein Unterschied machen weiss ich nichtmal, vermute wenn man sie verarbeitet merkt man da eh kein Unterschied oder?
 
@hotShot
Die Diiwii OF hab ich auch dabei .
Sowie eben die Giant , die Mexican Husk und die grosse gelbe Süsse .

@Bonda
Da gibts verschiedene grüne Sorten .
Cisinero oder Marmeladny zB .... aber auch die Purple kannst du schon grün verwenden
 
Bei Physalis, aber auch bei Tomaten, mache ich es so.

Inhalt mehrerer Früchte in ein Sieb geben. Das Sieb sollte möglichst grob sein, aber nicht so grob, dass die Samen durchrutschen.

Unter fliesendem Wasser reibe ich den Samen und den Inhalt der Früchte kräftig gegen das Sieb. Um den Glibber der Tomaten zu entfernen muss man etwas länger reiben.

Nach kurzer Zeit ist der Glibber abgerieben und ich gebe den Samen (vorher durch das Sieb von unten abtrocknen) auf einen Teller.

Dort die Samen räumlich trennen und verbleibende Hüllen an den Tellerrand schieben.

Jetzt ein paar Stunden trocknen lassen, aber nicht zu lange, so dass sich die Samen noch nicht zu fest am Teller kleben.
Jetzt die Samen vom Teller abkratzen und alles auf einen zweiten Teller geben und final zu trocknen. Glibberreste bleiben am Teller kleben. Wenn man räumlich den Samen nicht sorgfälltig getrennt hat, dann Samen zwischen den sauberen! Fingern reiben. Dann trennen sich Samenklümpchen leicht.

Schon hast du Unmengen an Saatgut ohne allzu großen Zeitaufwand.
 
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