Bei mir ist es etwas chaotisch...

Red Chris

Chiligrünschnabel
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Hallo zusammen,

ich hatte mich und meine (Chili-) Anbaupläne ja schon einmal kurz vorgestellt (siehe Link https://chiliforum.hot-pain.de/threads/hallo.43885/)
und möchte nun gerne zwei aktuelle Bilder (von heute) zeigen.
Hier in den roten Töpfen sind meine 3 Maya Purple Passion zu sehen (im grauen Topf eine winzige Tomate):
Maya_small.jpg


Die Maya Purple Passion wurden ausgesät am 01.01.24, zuvor über Nacht in Leitungswasser eingeweicht und zunächst in Anzuchterde gesät. Von den 4 Körnern sind (bisher) 3 gekommen. In größere Töpfe umgetopft habe ich vor 2 Tagen. Beim Umtopfen habe ich dann eine Tomatenerde aus dem Baumarkt (Eigenmarke) verwendet, und habe ein paar Schafwolldüngepellets dazugemischt.

Ich habe nach dem 01.01.24 noch mehrmals verschiedenes weiteres gesät mit unterschiedlichen Vorgehensweisen. Bei Paprika „Yolo Wonder“, welche ich am 12.01.24 gesät habe, hat einer der Keimlinge eine Ehrenrunde gedreht :wideyed:
Kringel_Yolo_Wonder.jpg

Und dann habe ich ja letzte Nacht nicht schlafen können, und habe sehr viel im Internet gestöbert, und da kam mir auf einmal die Idee, dass ich doch noch mehr Chilisamen bestellen sollte. Ja, und meine Wahl fiel auf Samen der Trinidad Perfume :whistling:
 
Ich habe jetzt mal versucht, meine bisherigen (Chili-) Aussaaten und Ergebnisse (Pflanzen) übersichtlich darzustellen. Daher in unten stehender Tabelle, was ich wann gesät habe, welche Schärfe ich erwarte, sowie die erwartete Höhe der fertigen Pflanze und wie viele inzwischen gekeimt sind. Bei den später gesäten Sorten habe ich eher wenige Körner gesät, weil mir so langsam schwant, das es etwas viel werden könnte ;)

SorteSchärfeHöheDatum der AussaatAnzahl der gekeimten Pflanzen
Maya Purple Passion440 cm01.01.243 (von 4)
„Feurig scharfe Mini Balkonchili“8(Mini - balkonkastentauglich)01.01.2412 (von ca. 12)
Chilimix (unbekannte Sorten)??01.01.24
15.01.24
19.01.24
20 (von ca. 30)
Fish Pepper475 cm22.01.241 (von 2)
Bolivian Rainbow
750-70 cm22.01.240 (von 1)
Sweet Banana1 (mild)80 cm22.01.240 (von 3)
Gewürzpaprika(mild?)?22.01.240 (von 1)
Trinidad Perfume1-2 (mild)70 cm11.02.241 (von 3)
Gemüsepaprika, verschiedene Sorten0? (mild)?01.01.24
12.01.24
ca. 10
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein paar Fotos wollte ich auch noch zeigen.
Die letzten Tage habe ich das meiste, was schon gekeimt war, in eigene Töpfe gesetzt. Das sieht jetzt so aus bei mir (außer den Chili sind auch noch ein paar andere Sachen dazwischen):
240212_Chili02_small.jpg

240212_Chili_03_small.jpg

So, und nun die Maya Purple Passion (Stand heute) nochmal zum Vergleich (in den roten Töpfen):
240212_Chili_01_small.jpg
 
Das sieht jetzt so aus bei mir

Sieht eigendlich so aus wie bei mir, bei den erst Ausgesäten bilden sich laaaaaagsam die zweiten richtigen Blätter. So ist das, auf der Fensterbank...

weil mir so langsam schwant, das es etwas viel werden könnte

Ich habe jetzt potentielle Abnehmer in petto. Es ist natürlich ein Glücksspiel nur einen Samen auszusäen, wenn der nichts wird geht irgendwann die Zeit aus...
 
Das sieht doch super aus. Meine persönliche Erfahrung: Tomaten anziehen kann man entspannt ab März - ich fange immer erst Mitte März an. Aus meiner Sicht bekommt man dann stabile und kräftige Pflanzen. Früher anfangen wirkt sich aus meiner Sicht eher negativ aus. Hängt natürlich auch etwas davon ab wo die Pflanzen später landen (Gewächshaus, Freiland,...)
 
Tomaten anziehen kann man entspannt ab März
Ja, es sollen auch noch mehr Tomaten folgen. Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal "Micro Tom" Tomaten, die nur 20 cm hoch werden sollen; da dachte ich mir, die kann ich schon früher aussäen, denn die müssten auf dem Fensterbrett ja genug Platz haben. :)
Und dann hatte ich noch altes Saatgut für eine andere Sorte Balkontomaten- damit habe ich dann eine erfolgreiche "Keimprobe" gemacht (und dann ein paar der Pflänzchen behalten :whistling:).
 
Hm, bisher habe ich nur einzelne Trauermücken bei uns herum fliegen sehen, leider wird es jetzt immer mehr und einige meiner noch nicht gekeimten Chilis hatten Trauermückenlarven in der Erde. :cautious:

Die befallenen Töpfchen habe ich sofort entsorgt (bei diesen war die Erde auch reichlich nass geraten). Bei weiteren Töpfchen Stichproben gemacht, aber sonst ist mir nichts aufgefallen.

Ich habe Gelbtafeln und Nematoden bestellt und habe vor, alle Pflanzen "auf Verdacht" mit letzterem zu gießen. Die Gelbtafeln dienen dann eher zum Beobachten, ob der Befall zurückgeht, richtig?

Die vorhandenen Pflänzchen sehen noch ganz in Ordnung aus, von daher bin ich guter Dinge, dass ich das wieder in Griff bekommen kann. An noch nicht gekeimten Chilis habe ich jetzt nur noch die Trinidad Perfume übrig, da war die Erde etwas trockener und keine Larven zu sehen. Vielleicht keimen die ja doch noch.
 
Ich habe Gelbtafeln und Nematoden bestellt und habe vor, alle Pflanzen "auf Verdacht" mit letzterem zu gießen. Die Gelbtafeln dienen dann eher zum Beobachten, ob der Befall zurückgeht, richtig?

Richtig. Die Gelbtafeln sind zur Populationskontrolle da.
Solltest Du auch noch Zimmerpflanzen haben, dann würde ich gleich überall die Nematoden gießen.

Nur mal so am Rande:
Bist Du sicher, dass Du Trauermückenlarven in der Erde gesehen hast?
Wenn es in der Erde so richtig von kleinen weißen Würmlies wuselt, dann sind das nämlich oft Enchyträen, davon gibt es hunderte Arten, z. B. auch welche, die nur wenige Milimeter lang werden und gerne auch in feuchter Erde in Blumentöpfen hausen. Sie sind keine Schädlinge, sondern verwandeln organische Substanz in guten Boden, so wie es die Regenwürmer im Garten tun.
 
Bist Du sicher, dass Du Trauermückenlarven in der Erde gesehen hast?
Ich denke schon, aber 100% sicher bin ich nicht: als ich mit dem Finger ein bisschen Erde weggeschoben habe, waren mehrere transparent-schwarze längliche Tierchen zu sehen, in ca 1cm Tiefe.
Wenn es in der Erde so richtig von kleinen weißen Würmlies wuselt, dann sind das nämlich oft Enchyträen, davon gibt es hunderte Arten, z. B. auch welche, die nur wenige Milimeter lang werden und gerne auch in feuchter Erde in Blumentöpfen hausen. Sie sind keine Schädlinge, sondern verwandeln organische Substanz in guten Boden, so wie es die Regenwürmer im Garten tun.
Weiße längliche Tierchen hatte ich auch schon dieses Jahr, an (eingetopften) Geranienstecklingen, die schon Wurzeln gebildet hatten. Die weißen Tierchen waren aber eher unter dem Blumentopf auf dem Unterteller, bzw auch auf der Erde von unten, wenn man den Topf umgedreht hat. Ich hatte dann Bedenken, dass diese auch auf meine anderen Pflanzen übergehen und habe versucht, dies mit Streichholz zu bekämpfen. Das hat dann leider die Geranien sehr geschädigt (ich glaube, das war das Streichholz - nicht die weißen Tierchen). Nach Internetrecherche habe ich die weißen Tierchen als "Springschwänze" interpretiert, kann aber gut sein, dass es was anderes war. Im Nachhinein denke ich, ich hätte gar nichts tun sollen! Glücklicher Weise habe ich die Mutterpflanzen der Geranien ebenfalls überwintert und diese nicht mit Streichholz behandelt- die sehen noch gut aus. Die Geranien werde ich dann natürlich auch mit den Nematoden gießen, habe dort aber nichts verdächtiges gesehen.

Ich glaube, dass ich tendenziell eher zu viel gegossen habe bisher- ein kleiner Schuß aus der Gießkanne. Ich versuche, das jetzt besser zu machen- vielleicht abmessen mit Teelöffel oder Strohhalm. Im Moment brauchen die wirklich nur ganz wenig Wasser.
 
Trauermückenlarven sind durchsichtig, man kann ihre inneren Organe deutlich erkennen und sie haben einen schwarzen Kopf
vs​
Enchyträen sind weiß bis glasig und die Organe höchstens durchschimmernd. Kein erkennbar anders gefärbter Kopf. Max. 0,5 mm Durchmesser und je nach Art zwischen 5 und 30 mm lang. Bewegen sich genauso schlängelnd wie Regenwürmer. Der typische Regenwurm-Gürtel ist mit dem bloßen Auge nur bei den größeren Arten zu erkennen.

Weiße längliche Tierchen hatte ich auch schon dieses Jahr, an (eingetopften) Geranienstecklingen, die schon Wurzeln gebildet hatten. Die weißen Tierchen waren aber eher unter dem Blumentopf auf dem Unterteller, bzw auch auf der Erde von unten, wenn man den Topf umgedreht hat. Ich hatte dann Bedenken, dass diese auch auf meine anderen Pflanzen übergehen und habe versucht, dies mit Streichholz zu bekämpfen. Das hat dann leider die Geranien sehr geschädigt (ich glaube, das war das Streichholz - nicht die weißen Tierchen). Nach Internetrecherche habe ich die weißen Tierchen als "Springschwänze" interpretiert, kann aber gut sein, dass es was anderes war. Im Nachhinein denke ich, ich hätte gar nichts tun sollen! Glücklicher Weise habe ich die Mutterpflanzen der Geranien ebenfalls überwintert und diese nicht mit Streichholz behandelt- die sehen noch gut aus. Die Geranien werde ich dann natürlich auch mit den Nematoden gießen, habe dort aber nichts verdächtiges gesehen.

Unter dem Topf/Ballen das spricht sehr für Springschwänze. Sie schlängeln nicht, sondern krabbeln oder hupfen und kommen i. d. R. immer gleich in großen Mengen auf einmal vor. Auch total harmlos und eifrig an der Kompostiererei beteiligt. Im Hof oder Garten kann man sie auch manchmal in großer Zahl auf Wasserpfützen sehen.

Streichhölzer sind genauso wie Zigarettenstummel nie eine gute Idee. Aber das hast Du ja gerade gelernt. :D
Immer gut erst mal zu schauen, ob da Freund oder Feind unterwegs ist, ehe man aktiv wird. *nick*
Mit der Zeit wird man gelassener bei Gekrabbel im Topf
... uuuuund vorsichtiger bei den "tollen" Hausmitteln, die so durchs Netz schwirren. :rolleyes:


Ich glaube, dass ich tendenziell eher zu viel gegossen habe bisher- ein kleiner Schuß aus der Gießkanne. Ich versuche, das jetzt besser zu machen- vielleicht abmessen mit Teelöffel oder Strohhalm. Im Moment brauchen die wirklich nur ganz wenig Wasser.

Mit der Sprühflasche anfeuchten, statt gießen?
Oder eine 50 ml Einwegspritze ohne Nadel in der Apotheke für paar Cent besorgen. Damit lässt sich ganz wunderbar dosieren.
 
Ich trinke gerne mal Wasser mit ein bißchen Geschmack, das in so einer Art "Nuckiflasche" kommt. Wenn man so eine Flasche mit normalem Wasser füllt, kann man auch sehr gut ganz wenig dosieren.
 
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