Keimlinge sterben ab

Steffi

Chiligrünschnabel
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Liebe alle,

ich bin noch ein Neuling in Sachen Chili und Paprika Zucht und hoffe daher ruf Eure Hilfe bei einem Problem.

Das ist erst mein zweites Jahr, in dem ich selbst Pflänzchen ziehe. Letztes Jahr wuchsen die Pflanzen ganz gut, ich war allerdings viel zu spät dran mit der Aussaat.

Dieses Jahr habe ich zeitiger begonnen, aber meine Pflänzchen kränkeln auf einmal. Sie werfen die Keimblätter ab und die Laubblätter beginnen gelb zu werden und sich aufzurollen.

Woran kann das liegen? Zu viel Wasser? Trauermücken oder ähnliche Tierchen habe ich keine gefunden....

Vielen Dank schonmal!
Steffi
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Hallo Steffi,

tut mir leid, dass es so schlecht aussieht 😭

Dieses Jahr habe ich zeitiger begonnen, aber meine Pflänzchen kränkeln auf einmal.
Auf einmal? Das würde ich gar nicht so sagen. Die sind ja in sehr jungem Alter eingegangen. Hau mal noch einen guten Schluck Wasser drauf und schau, ob noch was geht oder nicht.

Sie werfen die Keimblätter ab und die Laubblätter beginnen gelb zu werden und sich aufzurollen.
Das Chilis die Keimblätter abwerfen ist ganz normal - aber aus meiner Sicht nicht in diesem Wachstumsstadium.

Woran kann das liegen?
Es sieht so aus als hättest du irgendwie so Kokostöpfe die sich laut Herstellerangaben selbst auflösen und so... Puuuh... Da ist oft der pH-Wert mies oder es steht einfach alles zu feucht. Auf jeden Fall werden die Seitenwände nicht durchwurzelt falls sie dir das versprechen.

Was hast du im letzten Jahr anders gemacht? Außer dem Aussaatzeitpunkt?
 
Hallo Steffi, willkommen im Forum.
Ich finde die Töpfchen und Feuchtigkeit sieht ok aus. Hast Du trockene Luft? Kann es sein dass Du Spinnmilben hast? Das sind superkleine Tiere die man kaum sehen kann. Man sieht eher die Netze bei starkem Befall. Am besten wenn man die Blätter, vor allem von unten etwas ansprüht.
Schau mal hier: https://chiliforum.hot-pain.de/thre...-im-ersten-beitrag.25694/page-67#post-1156649
 
Da müsste man wohl erst noch mehr Details wissen wo und wie lange sie stehen: Am Fenster? Himmelsrichtung? Heizung darunter? Temperaturen Tag und Nacht? Schon gedüngt? Wie oft gegossen? Wann gesät und wann gekeimt?

Sieht mir irgendwie aus, als ob die Pflanzen kaum Wurzeln gebildet haben und dann aus einem anderen Grund vertrocknet sind. Z.B. Wurzeln verbrannt weil zu früh gedüngt. Aus einer feuchten Anzucht Atmosphäre auf eine Fensterbank mit trockener Heizungsluft und Sonnen Schock,... .
 
Vielen lieben Dank für die schnellen Antworten! 😊

Also - die erste kleine Pflanze hatte das Problem schon vergangene Woche. Ich hab sie dann von den anderen isoliert, weil ich mir eben auch nicht sicher war, ob vielleicht Schädlinge schuld sind. Nachdem sie aber so welk aussah, war mein erster Impuls auch erstmal mehr zu gießen. Das hat sie leider gar nicht gut vertragen. Ich weiß nicht ob deswegen oder trotzdem, jedenfalls ist sie eingegangen.
Seit gestern sieht nun auch ein Großteil der anderen Pflänzchen leider so aus.

Schädlinge kann ich nach wie vor keine entdecken, auch keine Spinnweben oder ähnliches. Auch in der Erde der ersten Pflanze hab ich nichts gefunden. Die Wurzeln sahen ok aus, weiß, nicht irgendwie matschig oder verfärbt.

Ich nutze tatsächlich diese Anzucht Töpfe, die sich in der Erde später zersetzen sollen. Bisher hatte ich damit zum Glück nie Probleme, allerdings weiß ich nicht, ob die Pflanzen besser gewachsen wären ohne. Die nächsten Samen setze ich auf alle Fälle in andere Töpfe. Danke für den Tipp!

Anders als letztes Jahr gemacht habe ich, dass ich die Pflänzchen früher in größere Anzuchttöpfe gesetzt habe.
Nach etwa drei Wochen hatten sie die kleineren Töpfchen (etwa Eierbecher-Größe) durchgewurzelt und die Wurzeln spitzten schon unten und an den Seiten ein Stück heraus. Das zweite Blattpaar kam da auch schon bei allen durch.
Dann habe ich sie in die größeren Töpfe gesetzt und diesmal statt weiter Anzuchterde zu nehmen, auf das Bio Bizz light Mix mit Perlite umgestellt.

Letztes Jahr kamen sie erst ca. 1-2 Wochen später in die größeren Töpfe und dann auch noch mal mit Anzuchterde. Da waren sie aber auch mit dem Wachstum etwas später dran. Dank einer Pflanzenlampe, die ich letztes Jahr nicht hatte, sind Sie dieses Jahr etwas besser gekommen.

Seitdem stehen sie bei 18-22 Grad und 45% Luftfeuchtigkeit und bekommen täglich 10 Stunden Licht von der Pflanzenlampe (40xm Distanz). Wasser bekommen sie täglich morgens, ca. einen Esslöffel pro Pflanze. Ich gieße immer am Rand der Töpfe entlang, in der Hoffnung, dass das die Wurzeln dazu anregt, sich weiter zu strecken. Bis ich Abends zurück bin, sind die Töpfe außen immer trocken und auch die Erde an der Oberfläche ist trocken und zieht sich schon vom Topfrand zurück.

So, ich hoffe, das waren jetzt nicht zu viele Details. 😅 Aber ich hoffe wirklich, die Kleinen noch retten zu können.

Vielen Dank und liebe Grüße!
 
Zuletzt bearbeitet:
Dieses Jahr habe ich zeitiger begonnen, aber meine Pflänzchen kränkeln auf einmal.

...kann mir kaum vorstellen, dass die noch zu retten sind, Du kannst die höchstens raus löffeln und in anderen Erde verfrachten und hoffen...

...ich hatte dieses Jahr auch zwei solche Kandidaten, es ist zwar herzlos, aber ich schmeiß die dann weg ..
 
Wasser bekommen sie täglich morgens, ca. einen Esslöffel pro Pflanze. Ich gieße immer am Rand der Töpfe entlang, in der Hoffnung, dass das die Wurzeln dazu anregt, sich weiter zu strecken. Bis ich Abends zurück bin, sind die Töpfe außen immer trocken und auch die Erde an der Oberfläche ist trocken und zieht sich schon vom Topfrand zurück.

Bin mir leider absolut unsicher bei dem Thema. Im vergleich zu meinen Pflanzen sehe ich auf den Bildern relativ viel dunkle, also feuchte Erde. Ich kann nicht wirklich abschätzen ob das hier schon das Problem sein könnte, aber meine Pflanzen werden in dem Stadium noch deutlich seltener gegossen (mache das komplett nach Gefühl). Minimal feuchte Erde im Untergrund sollte da mMn ausreichen da die Pflanzen noch super wenig verbrauchen.
Du könntest bei gesunden Pflanzen ja testweise mal das gießen aussetzen und schauen wann sie anfangen die Blätter leicht hängen zu lassen. Daran siehst du dann wie viel Wasser noch in der Erde gespeichert war und bekommst ein besseres Gefühl dafür. Das hat mir zumindest anfangs sehr geholfen.
Alternativ aber auch, wie hier schon vorgeschlagen wurde, die angeschlagenen Pflanzen (die noch besser aussehenden) mal in neue Erde umpflanzen und diese dann auch etwas trockener halten. Gleichzeitig auch dabei mal schauen wie die Erde unten in den Töpfen aussieht. Ich könnte beispielsweise auch garnicht abschätzen wie gut überflüssiges Wasser aus diesen Anzuchtöpfen ablaufen kann.

Das oben Geschriebene wäre zumindest mein Vorgehen wenn das meine Pflanzen wären. Gegen meine Theorie spricht aber, dass die Wurzeln ja scheinbar noch gut aussehen. Hätte vermutet, dass die bei deutlich zu viel Wasser dann auch irgendwann leiden.
 
Die Wurzeln sahen ok aus, weiß, nicht irgendwie matschig oder verfärbt.
Von den Wurzeln hast du nicht zufällig ein Foto, oder?

Anders als letztes Jahr gemacht habe ich, dass ich die Pflänzchen früher in größere Anzuchttöpfe gesetzt habe.
Nach etwa drei Wochen hatten sie die kleineren Töpfchen (etwa Eierbecher-Größe) durchgewurzelt und die Wurzeln spitzten schon unten und an den Seiten ein Stück heraus. Das zweite Blattpaar kam da auch schon bei allen durch.
Dann habe ich sie in die größeren Töpfe gesetzt und diesmal statt weiter Anzuchterde zu nehmen, auf das Bio Bizz light Mix mit Perlite umgestellt.
Das klingt erstmal gut. Eventuell hast du beim Umtopfen die Wurzeln verletzt. Das kann schonmal passieren.
Gerade bei so Küchenkrepp-Aussaaten ist das nicht selten. Ich könnte mir vorstellen, dass es bei Eierkartons ähnlich ist und die Keimlinge sich schwerer lösen lassen. Als Tipp für die Zukunft könntest du noch einen Kaffeefilter zusätzlich zerschneiden und auslegen. Die sind besser geeignet um die Keimlinge ins nächstgrößere Gefäß zu topfen.

Seitdem stehen sie bei 18-22 Grad und 45% Luftfeuchtigkeit und bekommen täglich 10 Stunden Licht von der Pflanzenlampe (40xm Distanz).
Wie viel Power hat deine Lampe? Ist sie dimmbar? Wenn ja, auf wie viel Prozent läuft die zur Zeit?

Ich gieße immer am Rand der Töpfe entlang, in der Hoffnung, dass das die Wurzeln dazu anregt, sich weiter zu strecken. Bis ich Abends zurück bin, sind die Töpfe außen immer trocken und auch die Erde an der Oberfläche ist trocken und zieht sich schon vom Topfrand zurück.
Ich gieße bei so kleinen Pflanzen immer rund um den Stiel - hab aber auch keine Ahnung, ob das Vor- oder Nachteile hat 😎
 
Wasser bekommen sie täglich morgens, ca. einen Esslöffel pro Pflanze. Ich gieße immer am Rand der Töpfe entlang, in der Hoffnung, dass das die Wurzeln dazu anregt,
Könnte mir vorstellen das die vertrocknen. Das Substrat sollte schon feucht sein und nicht austrocknen. Schau mal nach ob im bereich der Wurzeln die Erde feucht ist.
 
Wasser bekommen sie täglich morgens, ca. einen Esslöffel pro Pflanze. Ich gieße immer am Rand der Töpfe entlang
Hier könnte das Problem in Kombination mit deinen Töpfen liegen. Das Material deiner Töpfe zieht Wasser. Vielleicht ist daher nichts / kaum was bei den Wurzeln angekommen. Du hast ja schon geschrieben, dass du nächstes Jahr andere nehmen willst.
 
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