Mein erste Chilijahr hat gestartet

Hallo zusammen, dieses mal nur eine kurze Frage zur UV-Abhärtung. Ich werde morgen die letzten Pflanzen in die Endtöpfe (Pflanzsäcke) umpflanzen. Anschließend würde ich gerne ab dem Wochenende (wolkig/bedeckt bei 11-12°) über die nächsten Tage die Pflanzen immer wieder an die frische Luft bringen (mitte nächste Woche sind wir laut Internet dann bei ca. 16-17° und leichter Bewölkung).
Meine Idee wäre, vorerst die Pflanzen mal 1-2 Tage in mehr oder weniger vollen Schatten zu stellen. Anschließend würde ich dann beispielsweise die Abendstunden für 1-2 Stunden unter freiem Himmel mitnehmen und mich langsam steigern.

Passt das so? Alternativ eventuell die Tage mit nur ca. 11° noch drinnen abwarten und dann erst loslegen oder eventuell sogar die kühleren Tage mit vielen Wolken direkt die Pflanzen unter freien Himmel? Ich bin mir hier leider noch nicht sicher wie viel ich den Chilis zumuten kann.
Zusätzlich zu den Chilis geht es auch noch um 3 Tomaten, die dann ebenfalls mit nach draußen kommen würden.


Edit: Ein Bild hänge ich dann doch noch an. Die erste Cayenne reift bereit ab :woot:

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Die Pflanzen sind mittlerweile alle in ihren Endtöpfen angekommen :)
Leider gab es beim Umtopfen einen kleinen Unfall. Undzwar hat es ausgerechnet die Wurzeln von der Jalapeno mit dem anfänglich einzelnem Keimblatt, dem dann späteren sehr merkwürdigen Wuchs usw. erwicht (auf dem Bild die rechte von den beiden vordersten). Alle anderen Pflanzen konnte ich an den Stützstäben und der Pflanze selbst problemlos aus den vorherigen Töpfen ziehen. Nur bei dieser einen sind die Wurzeln gerissen, wodurch jetzt noch eine Schicht von geschätzten 8cm davon übrig geblieben ist (urpsrünglich 19cm tiefer Topf). Ich vermute mal, dass die Pflanze nach den ganzen anfänglichen Problemen auch im Wurzelbereich deutlich zurückgehangen hat. Ich habe sie jetzt mal mit zusätzlichen Stützstäben abgesichert und schaue mal ob sie sich nochmal fängt.
Die Pflanzen kommen jetzt jedenfalls täglich immer länger raus, bis sie dann bald komplett nach draußen wandern. In dem Stadium fressen sie ja doch eine ganze Menge Platz :laugh:

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Erste kleine Cayenne-Ernte :woot:
Ich gewöhne die Pflanzen weiterhin an die Sonne. Bei ein paar wenigen habe ich leichte Spuren vom Sonnenbrand aber das hällt sich aktuell alles noch in Grenzen. Denke aber die Abhärtungsphase wird noch etwas dauern. Eventuell stelle ich sie die nächsten (sehr bewölkten) Tage aber mal komplett raus und schaue wie sie das mitmachen.

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Das Lob kann ich nur an das Forum weitergeben. Ich habe mich wirklich zu einigen Themen eingelesen und das scheint bisher sehr gut zu funktionieren. Hier wird man wirklich zu allem fündig egal ob zur Erde, zum Dünger, irgendwelchen Pflanzenkrankheiten oder was auch immer. Wirklich eine klasse Ansammlung an Tipps und Tricks :thumbsup:
 
Vor allem eine meiner 2 Cayenne-Pflanzen legt gerade bei dem schönen Wetter so richtig los. Bei den anderen vermisse ich im Vergleich teilweise noch etwas die Blüten / Fruchtansätze aber das wird auch noch, denn wir sind ja noch früh im Jahr
😄

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Die Pflanzen sind größtenteils noch relativ frisch umgetopft (~2 Wochen) und stecken jetzt vermutlich einiges an Kraft in die Wurzelbildung. Genau zum umtopfen hätte ich aber noch eine Frage an die Profis. Und zwar habe ich dafür die 2 relativ nahgelegenen Floragard-Partner in meiner Umgebung abgeklappert, konnte dort aber leider keine TKS2-Erde ergattern. Geworden ist es dann letztendlich die vermutlich nicht ganz optimale Bestgreen Pflanzerde (ebenfalls von Floragard, eigentlich aber wohl eher für den Außenbereich gedacht) mit folgenden Inhaltsstoffen:
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Wenn ich das richtig sehe, ist hier im Vergleich zur TKS2 deutlich mehr Phosphat und Kalium enthalten, während die Stickstoffmenge relativ gleich ist. Die erhöhten Kalium- und Phosphatwerte scheinen den Pflanzen bisher zumindest keine Probleme zu bereiten. Sollte ich hier speziell am Stickstoffgehalt arbeiten oder reicht es, wenn ich bei heller werdenden Blättern weiter mit beispielsweise meinem COMPO Bio Tomatendünger arbeite? Falls ich am Stickstoff arbeiten muss, wie und womit mache ich das am besten?

Vielen Dank für eure Hilfe!
 
Mach dich mit dem Dünger/Nährstoffen nicht bekloppt 😅. Der Bereich der funktionieren wird ist unglaublich groß. Wenn du Fragen zu Dünger stellst wirst du deswegen viele unterschiedliche Antworten bekommen und die sind wahrscheinlich alle richtig 😅.
In der Hydroponic macht man das (über den Daumen) so das man mit steigender Dünger Menge den Anteil an Stickstoff reduziert. Oder anders gesagt man hält den Stickstoff so etwa immer gleich und erhöht den P+K Anteil. P+K sind für die Fruchtbildung wichtig und deine Pflanzen sind ja kräftig dabei. Zuviel P+K kann zwar auch die Aufnahme anderer Nährstoffe blockieren aber deine sehen ja top aus 👍.
Ich würde da nichts verändern und einfach wenn die Blätter heller werden mit (beliebigem) Tomaten Dünger weiter arbeiten.
Schönen Gruß
Thorsten
 
Vielen dank! Habs mir so in etwa schon gedacht aber wollte auf Nummer Sicher gehen :thumbsup:
Fruchtbildung hört sich gut an beim aktuellen Pflanzenstadium denke ich. Ganz einstellen werden sie den Rest ja sowieso nicht.
 
Da kann man Thorsten nicht viel hinzufügen.
Hatte mal nur eine Blühpflanzenerde bekommen. Die hatte sogar 900mg/l Kalium und gestört hat das die Chili in den Endtöpfen nicht im geringsten. Den Compo Bio Tomatendünger benutze ich auch. Der funktioniert gut und hat im Gegensatz zu anderen auf Vinasse basierende den Tomatendüngern auch Schwefel, was die Chili brauchen. Auch wenn gesagt wird, dass man mit organischen Düngern kaum überdüngen kann, der hat aber schon gut Wumms. Meine Tomaten bilden gerade wieder nur massiv eingerollte neue Blätter, weil ich es wohl mal wieder übertrieben habe. :whistling: Chili sind da zwar nicht so anfällig, aber irgendwann ist auch zu viel.
 
Und die nächste Ernte 😄
Ich denke ich werde die Chilis halbiert und entkernt einfrieren und dann später zusammen in größeren Mengen trocknen. Für solche kleinen Mengen will ich wenn möglich noch nicht den Ofen anschmeißen und Trocknen an der Luft klappt vermutlich noch nicht so gut oder was denk ihr? Habe ich durchs einfrieren irgendwelche größeren Nachteile?
Soßen sollte ich danach auch noch problemlos herstellen können nehme ich an?

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Für Saucen nehmen die meisten eingefrorene Früchte her. Immer mal wieder ernten, einfrieren und dann im Herbst/Winter den ganzen Batzen verarbeiten... Da mein Gefrierschrank sehr klein ist, habe ich die Ernten meist direkt verarbeitet.
Für das Trocknen an der Luft kommt es meiner Erfahrung nach eher auf eine geringe Luftfeuchtigkeit als auf hohe Temperaturen an. Will sagen, besser etwas kühler und pfurzteocken als brüllend heiß und schwül. Probiere es doch einfach mal mit ein paar Früchten aus, so es bei dir gerade kein feuchtes Wetter hat. Wenn man sie einmal durchschneidet, trocknen sie deutlich schneller als im Ganzen. Die Körner brauchst du davor auch nicht entfernen. Die fallen beim Trocknen schon teilweise von selbst raus und den Rest kann man danach einfach abstreifen. Noch an nem schattigen gut belüfteten Ort aufhängen und gut ist.
Wie gut das Trocknen mit aufgetauten Früchten funktioniert, weiß ich nicht. In nem Dörrautomaten mit den feinen Gittern wird das sicher auch gut gehen. Auf nem Backblech liegen die latschigen Hälften dann wohl ziemlich platt da, was das Trocknen erschweren dürfte. Und an der Luft habe ich noch mehr Bedenken. Aber wie gesagt, das sind nur Mutmaßungen. Ich habe es nie probiert.
 
@TGS Danke, für die Tipps. Die erste Ladung ist eingerfroren und mit dem Rest schaue ich mal wie ich vorgehe.

Achja, es hat Nachwuchs gegeben. Ich konnte nicht wiederstehen und habe mir noch 3 Habanero-Pflanzen gegönnt 😄
Habe hier schon viel gutes von der Gärtnerei Jäger gelesen und kann das nur bestätigen. Gut verpackt und die Pflanzen sehen gesund aus. Habe leider ein paar kleine schwarze Tierchen im Karton entdeckt aber das lässt sich wohl nicht ganz vermeiden. Ich habe die Pflanzen gerade abgesprüht und gönnen ihnen jetzt noch etwas Ruhe, bevor es dann morgen oder übermorgen direkt in die Endtöpfe geht :thumbsup:
 

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Ich vermute aktuell, dass es sich bei den Tierchen um Trauermücken handelt. Eine habe ich gerade mit der Kamera erwischt. Eventuell lässt sich was erkennen (sehr klein, daher nah rangezoomt):
16_05_2024 Trauermücke.jpeg


Die Pflanzen sollen wie erwähnt heute oder morgen direkt in die Endtöpfe kommen und werden dann zeitnah nach draußen wandern. Muss ich mich noch um die Mücken kümmern oder erledigt sich das Problem draußen dann sowieso? Anfangs werde ich in den Endtöpfen ja eine Weile weiter von oben gießen müssen. Die obere Schicht komplett über eine Längere Zeit austrocknen lassen ist also leider keine Lösung.
Ich würde vermuten, dass die Larven den gekauften Pflanzen in dem Stadium nicht mehr gefährlich werden, liege ich da richtig? Bisher bin ich komplett ohne Befall durchs Jahr gekommen, weswegen ich in dem Bereich (glücklicherweise) keine Erfahrung sammeln konnte 😀


Und wenn ich schon poste, auch direkt noch ein weiteres kleines Update zu den eigenen Pflanzen.
Die zweite Cayenne zieht aktuell nach. Die nächste mini-Ernte bahnt sich also an:
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Die ersten Lemondrops verfärben sich ebenfalls mittlerweile...
16_05_2024 Lemondrop.jpeg


... und bei der Aji Cristal gehts auch langsam in eine gelblichere Richtung. Das wird wohl auch nicht mehr lange dauern:
16_05_2024 Aji Cristal.jpeg


Alles in Allem weiterhin sehr zufrieden und wenn jetzt das Wetter noch passt (heute solls wohl noch gewittern), dürfen die Pflanzen dann auch endlich komplett nach draußen :thumbsup:
 
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