Rezept für Spritzmittel gegen Pilzkrankheiten


jalapa

Chiliverrückte und Ex-Capsicainmemme
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#17
nicht nur, dass es keine zulassung mehr hat, das ist hochgradig verboten ^^
Aus gutem Grund, denn es reichert sich in den Pflanzen und vor allem auch in den Früchten an. Es macht einen großen Unterschied, ob jemand Nikotin, das ein starkes Nervengift ist, raucht oder oral zu sich nimmt. Ich bin zwar Nichtraucherin, weiß aber, dass man zum Beispiel auf keinen Fall rauchen darf, wenn der Zahnarzt einen Zahn gezogen hat, damit das Nikotin aus dem Rauch nicht direkt in die Blutbahn gerät.

Beim Forschungsbericht im ersten Post ist die Tabak auch nicht untersucht worden.
 

Chili-Angler

Habanerolecker
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#18
Habe im Netz zufällig diesen Sud gefunden, als ich nach meinem Unkraut gegoogled habe. Ausprobiert hab ich ihn nicht, hab zuwenig Unkraut:)
Deinen Sud probier ich nächstes Jahr wohl mal aus

Kräuterbrühe gegen Pilze zum selber machen

Ackerschachtelhalm-Brühe

1 kg frische oder 150 g getrocknete Pflanzen werden 24 Stunden in 10 Liter Wasser eingeweicht.

Am nächsten Tag lässt man die Brühe etwa eine halbe Stunde lang leise köcheln. Dann abkühlen lassen und später durchsieben.

Diese Brühe wird vor dem Ausspritzen mit der 5fachen Menge Wasser verdünnt.

Sie ist stark kieselsäurehaltig und wirkt vor allem vorbeugend gegen Pilzkrankheiten.

Spritzen Sie Schachtelhalm bei trockenem Wetter, an sonnigen Tagen. Die vorbeugende Wirkung ist am stärksten, wenn die Spritzungen von Frühling bis zum Sommer regelmäßig wiederholt werden.

Bei akuter Gefährdung durch rasch um sich greifende Pilzinfektionen muss Schachtelhalm-Brühe 3 Tage hintereinander angewendet werden.

Brennessel-Jauche und Schachtelhalm-Brühe können gemischt und gemeinsam versprüht werden.
 

hotShot

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#19
Mir war bewusst das Salbei gut zu den Tomaten passt, aber das er in Kombination mit Blutwurz die Pilze fern halten kann klingt interessant. Gleiches funktionierte aber auch mit Zwiebeltee, vermutlich auch mit Basilikum, eben jene Kräuter die eine antibakterielle Wirkung haben, genauso müsste auch Kamille wirken. Rainfarntee ja sowieso, nur will man den nicht auf seinen Tomaten haben. Ackerschachtelhalm und Brennesseljauche sind bekannt dafür das sie die Pflanze stärken, wobei man bei der Brennesseljauche auch aufpassen muss, damit man nicht zuviel mit Stickstoff düngt, sonst wars das auch mit Stärkung der Pflanze, nicht nur, dass zuviel Stickstoff die Pflanzenzellen zu schnell wachsen lässt wodurch sie anfälliger für Krankheiten werden, auch führt zuviel Stickstoff dazu das die Früchte von innen heraus verfaulen. So meine Erfahrung.
Was noch interssant für dich sein könnte, ist die Tatsache, dass wilde Tomatensorten eine Wachsschicht auf den Blättern haben wodurch Pilze nur sehr schwer eindringen können. Die "Kultursorten" haben diese Wachsschicht nur noch sehr schwach. Nun könntest du ja mal expirimentieren, ob du noch etwas wildes Tomatenkraut in dein "Schnaps" miteinarbeitest, aber dann bitte nicht trinken lach

Anbei sei noch folgendes angemerkt, dass Nikotin auch in Tomatenpflanzen enthalten ist, nicht jedoch in den Früchten. Aber wie schon erwähnt sollte mal generell Tabak weit von Pflanzen fernhalten, auch Tabakasche kann noch den Tabakmosaikvirus übertragen, also lieber weit weg damit.

Deinen Nachbarn kann ich nur empfehlen Kartoffelsorten anzubauen die tolerant gegenüber der Krautfäule sind, gibts ja mittlerweile einige Sorten, die sind dann halt empfindlicher gegenüber anderer Kartoffelkrankheiten aber wenigstens wird dann die Luft nicht schon so früh verseucht sondern erst später irgendwann. Btw hatte ich bisher keine Probleme mit Krautfäule an Tomaten trotz der Nachbarn und ihren frühsterbenden Kartoffelsorten.

Ich habe immer nur ein Problem mit Tomatenbraunfäule, weil eben die Früchte durch Regen nass werden, ja keine Sorge es liegen keine Blätter über oder unter den Früchten, aber wennes halt oft regnet und bewölkt ist werden die Früchte nie trocken und bekommen leider Braunfäule. Braunfäule und Kartoffeln haben ja meines Wissen nach nicht wirklich etwas miteinander zu tun oder?
Ein Abdecken des Erdreiches worin die Pflanzen stehen mit einer Folie wirkt auch sehr gut gegen Bodenkrankheiten , denn oft kommen die Krankheiten aus dem Boden und werden von da aus durch Regen erst hochgewirbelt, deswegen gießt man bei Tomaten ja auch immer sehr vorsichtig und vermeidet Spritzwasser. Un wenn der Boden abgedeckt ist, können von dort auch keine Bodenpilze auf die Pflanze hochgewirbelt werden, ausser eben von deinem Nachbarn, da könnte aber auch schon eine Hecke genug schutz bieten...
 

jalapa

Chiliverrückte und Ex-Capsicainmemme
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#20
Deinen Nachbarn kann ich nur empfehlen Kartoffelsorten anzubauen die tolerant gegenüber der Krautfäule sind, gibts ja mittlerweile einige Sorten, die sind dann halt empfindlicher gegenüber anderer Kartoffelkrankheiten aber wenigstens wird dann die Luft nicht schon so früh verseucht sondern erst später irgendwann.
Er mag alte Sorten, so wie ich alte Tomatensorten mag. Ich werde ihm da auch nicht reinreden. Er ist sonst wirklich echt OK und gegenüber seiner Vorgängerin, die unsere Birnen (Claps Liebling :rolleyes:) und Pfirsiche geklaut und uns immer hinterher gespitzelt hat, eine riesige Verbesserung.

Braunfäule und Kartoffeln haben ja meines Wissen nach nicht wirklich etwas miteinander zu tun oder?
Kraut- und Braunfäule ist das gleiche, eine Pilzerkrankung, die durch Phytophtora infestans entsteht. Und das Zeugs ist nicht nur im Boden, sondern überall, auch in der Luft. Es verbreitet sich auch in der Luft über recht große Distanzen. In den 90ern gab es genetische Mutationen und Sporen, die aus anderen Regionen der Welt nach Europa eingeschleppt wurden. Gegen diese Mutationen waren bis dato resistente Sorten auch nicht mehr immun.

Mir hat das Spritzmittel aus den beiden Wirkstoffen sehr gut geholfen. Im letzten Jahr habe ich es aber überhaupt nicht gebraucht. Die Flasche ist immer noch ganz voll.
 

hotShot

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#21
Ja ich mag alte Sorten auch sehr gern :') Nur wenn alle Nachbarn darunter zu leiden hätten würde ich wohl drauf verzichten nunja...

Kannst mal sehen, ich dachte Krautfäule würde nur das Kraut betreffen wodruch das dann austrocknet vergilbt und abfällt und Braunfäule die gesamte Pflanze befällt den Stängl braun verfaulen lässt, die Blätter und die Früchte...

Ich werde dein Rezept auf jeden Fall mal ausprobieren, danke dafür :)
 
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