Stachelbeere - Der allgemeine Thread

LordDraven7584

Survival of the fittest
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Ein allgemeiner Thread zum Austausch über dieses tolle alte Obst. Leider etwas ins Abseits geraten, habt ihr noch welche und wie sind eure Erfahrungen damit? Zeigt her was ihr habt; habt Sorten als Geheimtipp?

Bei mir zieht unter anderem eine Stachelbeere der Sorte Captivator ein, jemand schon Erfahrung mit dieser Sorte?
 
habt ihr noch welche
Ja vor 3 Jahren gekauft. Keine Ahnung wie mit umgehen aber gibt jedes Jahr
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Beeren.
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Die Hinnonmäki in rot und grün habe ich heute auch auspflanzt. Heute wurde auch meine Captivator geliefert und durfte direkt in die Erde wandern. Ich bin gespannt wie sich die Sorten unterscheiden, ich werde die Tage mal meine Sorten auflisten und dann wenn Beeren da sind darüber berichten. 😉
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Ich hab meine vor paar Jahren rausgeworfen. Hatte leider nen sehr niedrigen Busch der mehr in die Breite als Höhe ging... Aber sehr ertragreich. Einziges Problem, außer mir hat die bei uns keiner gegessen. Ich hab daher heute noch Marmelade von damals ;)
 
Einziges Problem, außer mir hat die bei uns keiner gegessen. Ich hab daher heute noch Marmelade von damals ;)
Ja, das ist schade. Die Menschen wissen oft nicht was es für eine Vielfalt gibt und was man mit den Früchten alles anstellen kann. "Schmeckt nicht also mach ich Marmelade draus,... Mist, schmeckt auch nicht."
Immerhin gibt es da Grüne, Rote, Gelb-Grüne und Gelbe Sorten. Es gibt Sorten mit kleinen Beeren und welche mit sehr großen. Sorten mit dicker Schale und welche mit dünner. Unter den dicken Schalen sitzt mehr Säure, dünne sind also süßer. Es gibt Sorten mit behaarten Beeren und Sorten mit glatten Schalen. Es gibt Sorten die kompakt und Buschig wachsen und Sorten die lange aufrechte Triebe machen. Sorten mit vielen Stacheln und Sorten mit kaum Stacheln. Alte heimische Sorten sind Mehltauanfällig und modernere Züchtungen (amerikanische Sorten eingekreuzt) kaum. Man kann die Pflanzen als Busch, Fächer oder Spindel erziehen. Es gibt auch veredelte Stämmchen auf Goldjohannisbeere. Die Pflanzen können auch mal über 2 Meter hoch werden.
Die großen grünen Sorten mag ich nicht. Finde sie schmecken einfach nur nach Gras. Die gelb grünen sind solide bis lecker. Die gelben oft noch etwas aromatischer. Und die roten mag ich eigentlich am liebsten weil sie noch so ein zusätzliches Aroma mitbringen.
Auf die Größe kommt es an! Je nach dem wie man sie isst. Die meisten essen sie im Ganzen. Viele mögen die Konsistenz auch nicht und essen sie gar nicht. Ich mag die Pelle nicht und sauge sie aus. Mit dem Fingernagel an einem Ende aufgekniffen und das leckere innere raus gesaugt, die Schale fliegt weg. Da macht es dann natürlich mehr Spaß, wenn die Beeren gleich etwas größer sind.
Was kann man damit noch machen außer essen und Marmelade? Nicht mein Fall, aber sehr beliebt ist Stachelbeer - Baiser - Torte. Oder verarbeitet mein Favorit: das Rotegrütze Rezept meiner Mutter wo ein ganzer Haufen frische oder gefrorene Stachelbeeren hineinkommen, zusammen mit Johannisbeeren, Himbeeren und Brombeeren. Mengen recht frei gewichtet, die einen Früchte machen es saurer die anderen süßer. Die alle werden in Kirschnektar aufgekocht und ausgekocht und durch ein Sieb gepresst. Dann kommt das gute alte Perlsago hinein für eine schöne Konsistenz und Zucker je nach Geschmack bzw. süße der Früchte. Wenn die Grütze abgekühlt ist kann man noch Früchte Nach wühl zufügen wenn man will. Ich lasse die Früchte weg und mache Schwarzwälder-Kirsch-Grütze daraus: Eine Schicht Grütze, eine Schicht Schokoeis, eine Schicht Schoko-Sahne-Pudding, eine Schicht frische Schlagsahne und ordentlich brauner Rum. :woot: sündhaft, aber vielleicht mein Lieblings Dessert auf der Welt. Ok, wir entfernen und schon recht weit von den Stachelbeeren, aber diese sind nun mal ein essentieller Bestandteil des Ganzen und man braucht schon eine gewisse Menge für einen Guten Topf voll Grütze.
Man sollte halt die Stachelbeere nicht aufgeben bevor man sich nicht etwas umfangreicher mit ihr beschäftigt hat.

Leider Beschränkt sich das breite Angebot auf dem Massenmarkt meist auf Hinnonmäki in all ihren Farben und manchmal noch Invicta. Aber oft sind es halt auch spezifische Eigenschaften genau dieser Sorten die manche Menschen nicht Mögen: den Geschmack von Invicta und die Wuchs und die Fruchtgröße von Hinnonmäki z.B.. Nur sind diese Sorten halt keine universellen Repräsentanten der Spezies.

Abgesehen davon,... zum Thema: das wichtigste was ich spätestens letztes Jahr gelernt habe ist Sonnenbrandvorsorge! Manche Sorten sind sehr anfällig, andere weniger. Aber alles was noch letztes Jahr an die Pflanzen hing als die zwei Tage mit ~38°C kamen ist ausnahmslos verbrannt. Man sollte also entweder schon beim Pflanzen aktiv vorsorgen oder Spätestens an heißen Sommertagen. Beim Pflanzen könnte man z.B. Stachelbeeren eher hinter die Johannisbeeren setzten oder anderen Halbschatten. Was in schlechten Sommern aber vielleicht auch wieder schlecht für die Fruchtqualität ist. Ein Schatten nur über die Mittagsstünden wäre vielleicht ganz gut, aber schwierig und vielleicht nicht mal ausreichend an extremen Tagen. Ideal wäre eine mobile Lösung wie ein Holzelement welches man in der kritischen Hochsommerphase davor stellen kann. Aber auch eher Unhandlich. Dann bleibt nur noch weißes Flies und hoffen das es riecht. Probieren konnte ich es noch nicht. Letztes Jahr hatte ich bei der Hitze andere Sorgen und leider nicht an die Stachelbeeren gedacht. Eine Späte Sorte kurz vor der Reife war dann besonders ärgerlich. Hing voll und war dann ein Totalschaden. Nicht eine gesunde, reife Beere war noch übrig. Alle am Stauch gegärt in der Sonne. Man hätte vielleicht noch Schnaps von machen können?

Ich habe zur Zeit etwa 8 Sorten.
 
Ja, das ist schade. Die Menschen wissen oft nicht was es für eine Vielfalt gibt und was man mit den Früchten alles anstellen kann. "Schmeckt nicht also mach ich Marmelade draus,... Mist, schmeckt auch nicht."
Immerhin gibt es da Grüne, Rote, Gelb-Grüne und Gelbe Sorten. Es gibt Sorten mit kleinen Beeren und welche mit sehr großen. Sorten mit dicker Schale und welche mit dünner. Unter den dicken Schalen sitzt mehr Säure, dünne sind also süßer. Es gibt Sorten mit behaarten Beeren und Sorten mit glatten Schalen. Es gibt Sorten die kompakt und Buschig wachsen und Sorten die lange aufrechte Triebe machen. Sorten mit vielen Stacheln und Sorten mit kaum Stacheln. Alte heimische Sorten sind Mehltauanfällig und modernere Züchtungen (amerikanische Sorten eingekreuzt) kaum. Man kann die Pflanzen als Busch, Fächer oder Spindel erziehen. Es gibt auch veredelte Stämmchen auf Goldjohannisbeere. Die Pflanzen können auch mal über 2 Meter hoch werden.
Die großen grünen Sorten mag ich nicht. Finde sie schmecken einfach nur nach Gras. Die gelb grünen sind solide bis lecker. Die gelben oft noch etwas aromatischer. Und die roten mag ich eigentlich am liebsten weil sie noch so ein zusätzliches Aroma mitbringen.
Auf die Größe kommt es an! Je nach dem wie man sie isst. Die meisten essen sie im Ganzen. Viele mögen die Konsistenz auch nicht und essen sie gar nicht. Ich mag die Pelle nicht und sauge sie aus. Mit dem Fingernagel an einem Ende aufgekniffen und das leckere innere raus gesaugt, die Schale fliegt weg. Da macht es dann natürlich mehr Spaß, wenn die Beeren gleich etwas größer sind.
Was kann man damit noch machen außer essen und Marmelade? Nicht mein Fall, aber sehr beliebt ist Stachelbeer - Baiser - Torte. Oder verarbeitet mein Favorit: das Rotegrütze Rezept meiner Mutter wo ein ganzer Haufen frische oder gefrorene Stachelbeeren hineinkommen, zusammen mit Johannisbeeren, Himbeeren und Brombeeren. Mengen recht frei gewichtet, die einen Früchte machen es saurer die anderen süßer. Die alle werden in Kirschnektar aufgekocht und ausgekocht und durch ein Sieb gepresst. Dann kommt das gute alte Perlsago hinein für eine schöne Konsistenz und Zucker je nach Geschmack bzw. süße der Früchte. Wenn die Grütze abgekühlt ist kann man noch Früchte Nach wühl zufügen wenn man will. Ich lasse die Früchte weg und mache Schwarzwälder-Kirsch-Grütze daraus: Eine Schicht Grütze, eine Schicht Schokoeis, eine Schicht Schoko-Sahne-Pudding, eine Schicht frische Schlagsahne und ordentlich brauner Rum. :woot: sündhaft, aber vielleicht mein Lieblings Dessert auf der Welt. Ok, wir entfernen und schon recht weit von den Stachelbeeren, aber diese sind nun mal ein essentieller Bestandteil des Ganzen und man braucht schon eine gewisse Menge für einen Guten Topf voll Grütze.
Man sollte halt die Stachelbeere nicht aufgeben bevor man sich nicht etwas umfangreicher mit ihr beschäftigt hat.

Leider Beschränkt sich das breite Angebot auf dem Massenmarkt meist auf Hinnonmäki in all ihren Farben und manchmal noch Invicta. Aber oft sind es halt auch spezifische Eigenschaften genau dieser Sorten die manche Menschen nicht Mögen: den Geschmack von Invicta und die Wuchs und die Fruchtgröße von Hinnonmäki z.B.. Nur sind diese Sorten halt keine universellen Repräsentanten der Spezies.

Abgesehen davon,... zum Thema: das wichtigste was ich spätestens letztes Jahr gelernt habe ist Sonnenbrandvorsorge! Manche Sorten sind sehr anfällig, andere weniger. Aber alles was noch letztes Jahr an die Pflanzen hing als die zwei Tage mit ~38°C kamen ist ausnahmslos verbrannt. Man sollte also entweder schon beim Pflanzen aktiv vorsorgen oder Spätestens an heißen Sommertagen. Beim Pflanzen könnte man z.B. Stachelbeeren eher hinter die Johannisbeeren setzten oder anderen Halbschatten. Was in schlechten Sommern aber vielleicht auch wieder schlecht für die Fruchtqualität ist. Ein Schatten nur über die Mittagsstünden wäre vielleicht ganz gut, aber schwierig und vielleicht nicht mal ausreichend an extremen Tagen. Ideal wäre eine mobile Lösung wie ein Holzelement welches man in der kritischen Hochsommerphase davor stellen kann. Aber auch eher Unhandlich. Dann bleibt nur noch weißes Flies und hoffen das es riecht. Probieren konnte ich es noch nicht. Letztes Jahr hatte ich bei der Hitze andere Sorgen und leider nicht an die Stachelbeeren gedacht. Eine Späte Sorte kurz vor der Reife war dann besonders ärgerlich. Hing voll und war dann ein Totalschaden. Nicht eine gesunde, reife Beere war noch übrig. Alle am Stauch gegärt in der Sonne. Man hätte vielleicht noch Schnaps von machen können?

Ich habe zur Zeit etwa 8 Sorten.
Bei mir war echt etwas das Problem mit zu wenig Platz für die bauchige Beere. Sie war rot. Also geschmacklich echt top. Aber durch verschiedene Umbaumaßnahmen musste sie dann einfach weichen...

An fehlende Rezepte mangelte es nicht. Und ja, ich liebte den Stachelbeer baiser Kuchen meiner Oma. War quasi der gleiche wie der Rhabarberkuchen nur etwas anderem Belag. Wir haben damals auch Sirup oder Chutney gemacht. Geht echt viel. Aber wie erwähnt, wenn man Platz braucht, die Planze ungünstig wächst und es keiner würdigt, ist es echt doof. Hab mir schon paar Mal überlegt nen Hochstamm zu suchen. Den hatten meine Eltern Mal... Aber wenn ich die neuen Gartenplanwünsche meiner Mädelz umsetzen soll, hab ich auch dafür keinen Platz :whistling:
 
@markox sehr schöner Bericht von dir und schön das wir uns hier im Thread darüber austauschen können, evtl kommt der ein oder andere wieder auf die Idee es mit der Stachelbeere zu probieren. 😉 Welche 8 Sorten hast du denn?

das wichtigste was ich spätestens letztes Jahr gelernt habe ist Sonnenbrandvorsorge! Manche Sorten sind sehr anfällig, andere weniger.
Wie sind deine Erfahrungen mit den einzelnen Sorten?

@Djork ich finde es auch ok wenn man zu dem Ergebnis kommt das es nichts für einen ist.
Ich hatte auch immer gesagt ist nicht so meins, haben Stacheln und sind nur sauer. Ich habe dann mal für mich leckere Probieren können und meine unbegründete Meinung geändert. Außerdem ist so ein Strauch aus was für die Tiere/Insekten falls man den Platz über hat. 😉 Und leider kennt man oft vieles (Wild-)Obst nicht oder wird erst viel zu spät darauf aufmerksam. Das gute man kann auch Pflanzen/Sträucher mit „etwas“ Arbeit austauschen. 🤣
 
Ich habe Oma eine Stachelbeere zum Geburtstag geschenkt. Die Sorte heißt Laprima, eine Kreuzung aus Achilles und Rokula.

Sie soll große, nicht behaarte Früchte mit nicht saurer Fruchtschale produzieren. Darüber hinaus soll sie wenig platzanfällig sein und wenig Sonnenbrand bekommen.

Mal schauen ob die Pflanze hält, was ihr Etikett verspricht.

Unser Bäcker hat jetzt wieder Stachelbeer-Marzipan Kuchen.
 
@Djork, klar, wenn man so wenig Platz hat, dass nicht mal eine Stackelbeere ohne Einschränkungen passt, muss man natürlich Prioritäten setzten. Meine Ansprache war auch eher an die Allgemeinheit gerichtet die Stachelbeeren einfach ignorieren. Ich fand nur dein Stichwort "rausgeworfen" etwas krass. Wenn sie so niedrig und buschig wuchs war es sicher eine Hinnonmäki rot. Vielleicht wäre ja mal eine Spindelerziehung etwas für dich. Die braucht eigentlich kaum Platz. Viel breiter als so sollte es nicht werden, nur noch höher:

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Toller Faden, hatte ich vor nem Jahr auch mal vor zu eröffnen, dachte nur, dass er wenig Zuspruch erhalten würde.

Ich liebe Stachelbeeren. Sie ist mit großem Abstand meine Lieblingspflanze im Garten. Ich kann @markox zustimmen. Seine groben Ausführungen sind gut, die kann man noch deutlich erweitern. Soll den Beitrag nicht schmälern, ganz im Gegenteil: :thumbsup:

Ich dürfte auch mindestens verschiedene 8 Sorten im Garten haben, darunter auch Standard-Sorten aber auch feine ungewöhnliche Sorten, die zwei Jahre brauchten, um sich an meinen Standort zu gewöhnen. Die Sorten kann ich so gerade nicht benennen, wenn Bedarf ist, kann ich demnächst nach den Sorten recherchieren. Irgendwo habe ich die aufgeschrieben. (Wollte die Büsche eh noch mal mit kleinen Schildern versehen.)
 
Welche 8 Sorten hast du denn?
Wie sind deine Erfahrungen mit den einzelnen Sorten?


Drei (Jahrzehnte) alte namenlose:
  • kleine gelbe stark behaarte: süß und lecker, aber immer Mehltau an den Früchten. Wohl eine alte unverkreuzte europäische Sorte.
    -> steht schattig in einer großen dichten Hecke, somit keine Erfahrung wegen Sonnenbrand
  • grün gelbe, vielleicht eine der ersten verkauften Hinnonmäki, oder ein ähnlicher Vorfahr.
    -> steht schattig in einer großen dichten Hecke, somit keine Erfahrung wegen Sonnenbrand
  • Große sehr grüne, Massenträger, gut als Busch, Sauer und Grasgeschmack.
    -> sehr Sonnenbrandanfällig
Dann drei Standardsorten aus der Phase wo man gekauft hat was da war ohne sich damit zu beschäftigen:
  • Hinnonmäki Rot Stämmchen, als Busch über Winter gerade abgestorben
    -> lecker aber recht kleine Beeren, weniger Sonnenbrand oder der großen Sonne schon durch?
    -> Als Stämmchen gut, als Busch zu niedrig und dicht, Beeren spritzen voll Erde bei Regen.
  • Hinnonmäki Gelb Stämmchen + Busch
    -> lecker, aber ohne das besondere Aroma der Roten, größer als die Roten
    -> Wuchs taug als Busch hier auch weniger, als Stämmchen gut
    -> Sehr Sonnenbrandanfällig, aber Ernte größtenteils vor Sonnenbrand
  • Mucurines Stamm, Massenträger
    -> vielleicht die selbe wie die unbekannte oben, groß grün und schlechtes Aroma
    -> sehr Sonnenbrand anfällig
Dann vor zwei Jahren zwei Stämme von Lubera und letztes Jahr ein Busch von Lubera:
  • Easycrisp® Lady Sun Samm
    -> Massenträger, sehr ausladend, lange am Strauch haltbar
    -> solider Geschmack und Süße
    -> die bessere Hinnonmäki Gelb, ähnlicher Geschmack, wird weniger schnell matschig
    -> praktisch dornenlos, keine Sonnenbranderfahrung, aber etwas vor der großen Gefahr reif
    -> sehr lange kräftige gerade Ranken, vielleicht besser als Busch?
  • Easycrisp® Lady Late Stamm
    -> im ersten Jahr vollen Jahr letztes Jahr vielen die Beeren bei knapper Reife einfach von selbst ab
    -> Fruchtgröße war noch recht klein, sollte mehltauresistent sein, die Triebspitzen waren aber alle sehr befallen
    -> die rote Farbe ist nur der Belag außen an der Schale, das Fruchtfleisch recht gift-grün, Schale sehr fest bis jetzt
    -> letztes Jahr sind die Früchte zu 100% verbrannt kurz vor der Reife und waren nicht genießbar, späte Sorte
    -> sehr schöner Wuchs als Stamm, kurze, kräftige, früh verzweigte Äste, recht Dornenlos
  • Crispa® Goldling®
    -> letztes Jahr schon sehr viele Knospen bei Lieferung und üppige Blüte
    -> leider noch kein Fruchtansatz, nur zwei verkümmerte unspektakuläre mini Früchtchen
    -> eventuell geschwächt wegen unterhöhlender Wühlmaus
    -> dieses Jahr schein ein Maulwurf sich darunter wohl zu fühlen, bis jetzt aber gesund und guter Fruchtansatz
Was mir definitiv noch fehlt sind mehr rote Sorten, vorzugsweise große, vielleicht auch etwas spätere.
Mein Onkel hat so eine Sorte vor ein paar Jahren aus einem Gartenmarkt und ich versuche nun seit zwei Jahren die zu veredeln und an zu wurzeln. Denn das Etikett existiert nicht mehr und der Name ist unbekannt. Aber das veredeln gestaltet sich sehr schwer und das beim Anwurzeln scheint die Sorte vergleichsweise sehr schwergängig zu sein. Dieses Jahr könnte es gerade so klappen, gesund und über den Berg sieht aber bis jetzt anders aus. Jedenfalls ist die Sorte sehr groß, recht spät und hat sehr ausgeprägt diesen schönen roten Würzgeschmack. Vielleicht etwas saurer, aber dafür nicht so schnell matschig.


was für die Tiere/Insekten
Wobei nur die Blüten für Insekten interessant sind. Für die Beeren hat sich noch kein Tier hier interessiert. Und ich lebe schon mein ganzes Leben mit Stachelbeeren auf dem Grundstück.

Ich habe Oma eine Stachelbeere zum Geburtstag geschenkt. Die Sorte heißt Laprima, [...]
Na da hast du deine Oma aber lieb und dir Mühe gegeben und nicht nur die erst beste Hinnonmäki gekauft :thumbsup:.
Hört sich wirklich gut an die Sorte. Zu gut, 'und führe uns nicht in Versuchung',... :
Die Stachelbeere „Laprima“ ist eine exklusive Neuheit aus der Hochschule in Geisenheim. Sie ist eine Besonderheit in vielerlei Hinsicht.
Verdammt Verführerisch :eek:.
 
Na da hast du deine Oma aber lieb und dir Mühe gegeben und nicht nur die erst beste Hinnonmäki gekauft :thumbsup:.
Hört sich wirklich gut an die Sorte. Zu gut, 'und führe uns nicht in Versuchung',... :

Verdammt Verführerisch :eek:.

Danke für das Lob aber ich muss ehrlich gestehen, dass da nicht viel Mühe hinter hing.:whistling: Mir ist in der Baumschule eingefallen, dass Oma wieder eine Stachelbeere haben wollte und sie ja bald Geburtstag hat. Dann habe ich Etiketten gelesen, dachte mir klingt gut und habe sie mitgenommen.
 
Die Captivator könnte dann auch was für dich sein.
Ja, durchaus.

😉 Der Tipp zur Deaflora.de ist dann auch sehr gefährlich.
Naja, man muss sich ja schon überlegen, wenn diese ganzen alten Sorten sooo toll sein sollen, warum sind sie dann alle sooo selten und fast verschwunden?
Sicher, Stachelbeeren sind ein Stück weit ein "vergessenes Obst" das viele einfach nicht mehr groß kümmert. Dazu dürfte sich das selbe Schicksal wie bei populäreren Obstsorten gesellen: Leute kaufen im Supermarkt und dort wird mehr Wert auf andere Eigenschaften als Geschmack und Vielfalt gelegt. Dennoch dürft hier einfach auch ein nicht unerheblicher Grund die Mehltauanfälligkeit der alten Sorten sein, mit der diese einfach keinen Spaß machen. Ich kenne das noch aus meiner Kindheit. Meine Mutter mochte Stachelbeeren schon immer sehr gerne, gerade die haarigen kleinen gelben die immer üblen Mehltau hatten und mein Vater hat jedes Jahr wie blöde gespritzt und half nix. Letztlich hat man sich als Kind dann vor den kranken Beeren geekelt und so hab ich dann auch erst wieder recht spät zu den Stachelbeeren zurück gefunden. "Neue Sorten" haben halt manchmal auch eine deutliche Daseinsberechtigung und "alt" ist nicht automatisch immer besser. Es gibt da ja auch den "Amerikanischen Stachelbeermehltau" und den "Europäischen Stachelbeermehltau" und es wurde ein wenig zwischen den kontinentalen Arten hin und her gekreuzt um die Resistenzen zu erreichen und gewisse Eigenschaften wieder zurück zu holen.

Hört sich ja nicht so überragend von den Lubera Sorten bei dir an, also nicht schlecht aber auch nicht so wie beworben.
Ganz so hart würde ich aber jetzt noch nicht urteilen. Die Lady Sun hat mich insgesamt bis jetzt schon begeistert. Das mir Rote Sorten noch mal besser schmecken ist ja mein Problem ;) und so ein ansonsten rund um gelungener Massenträger ist durchaus einiges Wert. Da nimmt man gerne auf dem Weg dahin auch eine potenzielle Niete wie die Lady Late in Kauf. Wobei ich auch diese jetzt noch nicht abschreiben würde. Der schöne Wuchs und die späte Reife sind ja durchaus gute Eigenschaften. Und das erste volle Standjahr mit Extremwetter ist nicht ganz repräsentativ. Ich habe also noch Hoffnung. Das Versprechen mit den Dornen haben beide auf jeden Fall gehalten. Und auf Goldling hoffe ich noch sehr. Für meine Wühltierprobleme kann Lubera ja nichts.

Beim schreiben meiner Sortenliste ist mir der Gedanke gekommen, dass die Sonnenbrandanfälligkeit einzelner Sorten womöglich primär auch Zufall sein könnte und in den unterschiedlichen Reifestadien begründet sein könnte, je nach dem wann solche extremen Sonnenbrandtage zufällig gerade auftreten.
 
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