Die Suche nach guter Erde

Es geht um gute Erde, denke ich.
Torffreie Erde ist aber nicht gut und Torf ist böse. Hier auf Usedom, ein traditionelles Torfabbaugebiet, wurden alle Gebiete unter Naturschutz gestellt und die Renaturierung läuft. Es passiert also was in dieser Richtung.
 
Es ging initial um "gute" Chilierde. Aber das Thema ist, wie so ziemlich alles, immer etwas komplizierter. . . Wenn es um Erde geht, benutzen viele A) fertige Chilierde, B) fertige Chilierde mit ein paar Zusätzen, C) andere "Erden" als Basissubstrat und mischen sich das Substrat so ziemlich selbst. Die ideale Erde bzw. das ideale Substrat gibt es in dem Sinne sowieso nicht, da das von den eigenen Kapazitäten (wie viel Platz habe ich denn? Wie oft topfe ich um?), den eigenen Anbaubedingungen ( Rein indoor, Vorzucht indoor und dann outdoor, Töpfe oder Freiland, Standort. . .), den angebauten Arten und Sorten und weiteren Faktoren abhängt.

Ich bin ja noch nicht allzu lange dabei, habe aber von Anfang an ohne Torf gearbeitet und bin mit meinen Balkon-Anbbau für das, was ich unterm Strich heruasbekommen möchte, vollkommen zufrieden. Der Umweltaspekt bei Torf sollte klar sein, aber letzten Endes muss das jeder selbst entscheiden. Selber Mischen mit einer eher einfachen Erde als Grundsubstrat finde ich persöhnlich nicht schlecht, da man es dann eben so auf die eigene Situation gut abstimmen kann.
 
Nach all dem was hier geschrieben wurde, bin ich jetzt noch planloser wie vorher.
Klar, den Umweltaspekt beim Torf muss man berücksichtigen und ich möchte gerne umweltbewusst gärtnern.

Ich werde mal diese torffreie Tomatenerde kaufen und zusätzlich auch TKS2 ausprobieren.

A propos Torf: Darf ich dann auch keinen torfigen Whisky mehr kaufen?
 
Das klingt doch gut, viel Erfolg! Da gibt es wie gesagt viele Ansichten, die sich auch nach den persönlichen Erfahrungen richtet. Mit Tomatenerde macht man auf jeden Fall nichts falsch 😅😁
 
Bei mir war im Freiland einer der größten Sprünge nach vorne als ich meine Erde (im Sinne von Mutterboden) mit Bimsgranulat sowie etwas (wenig) Sand aus der Pool-Sandfilteranlage aufgelockert habe. Je nach Pflanzen etwas mehr oder etwas weniger Bims, aber gut getan hat es allen. Dort, wo ich es nicht nicht gemacht habe, hatte ich in feuchten Sommern richtige Probleme. In den Töpfen habe ich Perlite zugemischt.

Ich arbeite seit Jahren mit einem Gartenbauer zusammen, sonst wäre ich garnicht erst auf die Idee gekommen, aber wer einen solchen Betrieb in der Nähe hat, kann da auch ohne lange Beziehungen für wenig Geld guten Boden bekommen. Wenn der Gartenbauer mal auf einer Baustelle ein paar Kubik Erde übrig hat, ist es für ihn bequemer, die bei mir abzukippen als wieder auf seinen Hof zurückzufahren. Jetzt legen die Gartenbauer wieder richtig los mit Arbeiten, da kann man fragen, ob sie mal was loswerden wollen.
 
Nach all dem was hier geschrieben wurde, bin ich jetzt noch planloser wie vorher.
Das kann ich gut nachvollziehen. 😆
Klar, den Umweltaspekt beim Torf muss man berücksichtigen und ich möchte gerne umweltbewusst gärtnern.
Ich persönlich versuche auch ohne Torf auszukommen, aber ich habe das Glück, viel in den Boden pflanzen zu können. Wie gesagt, habe ich noch keine gute und günstige torffreie Erde gefunden und 1€ pro Liter Erde für eine gute torffreie Erde finde ich auch ziemlich teuer. Wenn man Gemüse zur Selbstversorgung anbaut, wird der Anbau damit doch recht teuer. Was man am Schluss kauft, soll dann jeder selbst entscheiden. Neben dem CO2, gibt es ja auch noch andere Themen, die man berücksichtigen könnte, wie Artenschutz in Moorgebieten, Energieverbrauch bei der Perlitproduktion und bestimmt noch mehr.
Vielleicht kannst Du ja auch einen kleinen Test in Deinem Garten machen und ein paar Pflanzen ins Beet setzen. Ob das bei Deinem Boden gut klappt und ob der örtliche Kompost gut ist, ist natürlich ungewiss, aber es gibt viele Threads zum Anlegen von Beeten. Nach dem Lesen bist Du eventuell aber wieder planloser als zuvor. 😅
 
1€ pro Liter??? Wieviel Gold ist da anteilig drin?

Also "unter Kollegen" bekomme ich die Erde natürlich kostenlos, aber auf der Basis von "wenn du mal was übrig hast, bring mir was vorbei" räumt mein Gartenbauer auch anderen Leuten für einen 20er ein paar Kubikmeter vom Laster. Halt nur soviel wie gerade noch übrig ist von der Arbeit und nie riesige Mengen (für die würde sich die Rückfahrt lohnen) und keine Designer-Erde, aber hey, dafür hat man dann ganz andere Mengen an Vorrat.
 
1€ pro Liter??? Wieviel Gold ist da anteilig drin?
Das weiß ich nicht, weil ich solche Erde aus Kostengründen nicht kaufe. :whistling: Hier im Thread wurde Floragard Lecker und Sonnenerde empfohlen. Bei beiden Erden kosten 20 Liter 18€. Bei der Lecker gibt es immerhin einen Rabatt, wenn man mehr kauft (30€ für 60 Liter). Edit: vor Ort ist die Lecker doch noch mal ein gutes Stück günstiger. Die Floragard-Website gibt den Preis inklusive Versand an.
Weil der Threadersteller eine Gartenanlage verwaltet, habe ich ja auch schon Sammelbestellungen erwähnt. Wenn sich da ein paar Leute zusammen tun, kommt man vor Ort sicher deutlich günstiger weg.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin trotz allem Schreiben hier immer noch überzeugter Ablehner von Torf.
Baue auch sehr viel in der Erde an. Aber es werden doch jedes Jahr zusätzlich noch um die 50 Kübel und Mörtelwannen.
Bin aber dabei auf all den Böden meiner diversen Anbauflächen Humus nach den Regeln der regenerativen Landwirtschaft aufzubauen.

Meine Top-Empfehlung bei torffreien Erden sind immer noch "Lecker" und "Vielseitig" von Floragard.
Für die Aussaat nutze ich ausschließlich die torffreie Aussaaterde von "oekohum".

Nebenher teste ich für die Anzucht auch dieses Jahr wieder torffreie Blumen- und Pflanzerden.
Manche sind grauselich und sehen aus als wäre nur der Waldboden zusammengeschoben und abgepackt worden.

Karl
 
Ich habe " damals" immer tks 2 benutzt. Vermischt mit ein wenig perlite. Sie hat eine gute Düngung für die ersten 6 Wochen und später läst es sich wesentlich entspannter düngen - gefahren der überdüngung, Wurzeln Verbrennung.
Dazu ist der Preis unschlagbar. Das ganze war allerdings immer in kontainern ( Eimer )

Das ganze hatte den Hintergrund, eventuell auch nur persönliches Empfinden - wenn die ausgewachsen Pflanzen zu viel Dünger kriegen werden sie zwar groß und kräftig , sehen toll aus , aber Beeren gibt es dadurch nicht mehr. Da macht dann wirklich das Licht und Wärme Angebot den Unterschied. Zudem empfand ich es so das die Pflanzen in der Phase des abreifens ein wenig leiden müssen was Dünger und Wasser angeht, so waren die Beeren aromatischer und teils schärfer .
 
Wer in Grenznähe zu Polen wohnt, dem kann ich diese gute Erde empfehlen. 50 L für 7 Euro.
IMG_1710.jpeg
 
@dws
Ich habe nur ca. 50 (Autobahn)Kilometer bis Zgorzelec.

Meine Fragen :
+ Ist diese Erde komplett TORFFREI?
+ WENN JA:
Wie heisst dann der Markt wo es diese Erde gibt?

Karl
 
Für dieses Jahr werde ich mal mit TKS2 und Perlite arbeiten und im Lauf des Jahres bei Bekannten und Freunden in den Gärten schauen, was ich da so sehe. Eine gute Freundin vonn mir ist garten Youtiberin und gärtnert schon fast wissenschaftlich. Die aht echt wissen und probiert verschiedenste Substrate seit jahren durch.
 
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