Einfluss verschiedener Keimhilfen auf diverse Chiliarten


phlinn1337

Chiligrünschnabel
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Kannst du den Wirkungsmechanismus von Salpeter und/oder Gibberellinsäure auf die Saat erklären?
Ist jetzt nicht unbedingt wichtig für die praktische Anwendung, würde mich aber sehr interessieren.
 

Schilli

Schillihead
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Das erhöht nur die Gefahr der Verklemmung des Saatgutes.
Vor einigen Jahren wurde hier schon mal das getestet. Das Ergebnis war, dass einweichen in Kamillentee keine Vorteile bringt.
OK ...auch so wissenschaftlich?

Also Peter Merle ist da ja schon immer sehr großer Gegner davon...aber ganz viele schwören immer noch darauf...also doch eher Mythos als Wahrheit, wie das Zecken von Bäumen fallen z.B. :D
 

Anfänger2013

Jolokiajunkie
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Der Test war damals sehr ordentlich gemacht. Große Anzahl an Samen und sorgfältige Ausführung.
Bin mir sicher, dass man dem Ergebnis trauen kann.

Leider sind irgendwann viele Daten verloren gegangen, da die Bilder nicht mehr existieren.
 
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clappingmarkey

Klatscheäffchen
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Kannst du den Wirkungsmechanismus von Salpeter und/oder Gibberellinsäure auf die Saat erklären?
Gibberellinsäure ist ein Pflanzenhormon und wirkt direkt stimulierend auf den keimenden Samen. KNO3 ist ein Salz und wirkt lediglich durch Veränderung des Eleyktrolythaushaltes im Samen.

OK ...auch so wissenschaftlich?
Wenn dir die Bewertung des Bundesamts für Risikobewertung reicht:

Aufgegossener Kräutertee sollte nicht über mehrere Stunden stehen gelassen werden. Denn mit dem kochenden Wasser werden zwar Keime wirksam abgetötet, möglicherweise ebenfalls enthaltene Sporen können diese Prozedur hingegen überstehen. Diese widerstandsfähigeren Formen der Keime können im warmen Wasser auskeimen.
Es geht zwar um trinkbaren Tee, doch wenn man bedenkt, dass man zum Einweichen den Tee einen Tag lang (am besten noch leicht erwärmt bei 30°C) stehen lässt...
 

Echeveria

Tageslichtler und Beetanbauer.
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Einweichen in Wasser bringt genauso viel/wenig wie gar nicht Einweichen.
ABER: Die Daten beziehen sich im Prinzip auf die Keimbeutelmethode, wo die Samen auf einer feuchten Unterlage bei hoher Luftfeuchte liegen. Für eine Aussaat in Erde kann das Einweichen in Wasser durchaus helfen.
Hier möchte ich leichte Bedenken anmelden. Wobei dies auch mit dem ersten Zizat zusammen hängt. Also einweichen und dann in einen Keimbeutel, oder dann in Erde. Wenn es bei der Keimbeutelmethode nix bringt, warum sollte es in Erde anders sein? Schließlich befinden sich die Körner bis zu ca. 1 cm unter der Erdoberfläche, die meist verdichtet wird und sind daher rundum mit feuchter Erde bedeckt. Warum dort die Luftfeuchte geringer sein soll als in einem Beutel kann ich nicht nachvollsziehen.
 
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clappingmarkey

Klatscheäffchen
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Mit Blick auf die Keimquote bringt Einweichen in Wasser keinen Mehrwert als direkt auszusäen.

Ich schrieb den Hinweis zum Keimbeutel, da man die Ergebnisse nicht 1:1 auf Erde übertragen kann.
Im Keimbeutel ist es meist nasser (gerade auch die Unterlage) als in Erde, wo bedingt durch die Struktur auch immer noch kleine Luftpolster sind und Wasser verdunsten kann.
Ein trockener Samen wird sich im Beutel schneller mit Wasser aufsaugen als in Erde, da er dort weniger Kontakt zu Wasser hat.

Den Effekt müsste man natürlich mal untersuchen. :) Ich wollte mit der Aussage lediglich anmerken, dass das Vorquellen für Erdaussaat durchaus sinnvoll ist, da man den Samen genug Wasser zur Verfügung stellt und den Keimprozess im Idealfall schon startet, sodass sie schneller aus der Erde kommen können.
 

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