Kurze Frage – kurze Antwort

  • Ersteller Ersteller Gelöschtes Mitglied 7425
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Hmm, ich liebäugle gerade etwas damit, meine Chilis dieses Jahr schon DEUTLCH früher nach draußen zu verfrachten. Ich weiß, normalerweise erst gegen mitte Mai nach den Eisheiligen, aber...
Aktuell sieht die Wetterprognose bei uns wie folgt aus:
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Man sieht, dass es noch häufiger auf 3-4° (und natürlich eventuell auch noch tiefer) runter gehen wird. Wäre mir EIGENTLICH zu kalt, ich überlege aber trotzdem, weil ich eine Garage zur Verfügung habe. Ich würde die Pflanzen direkt hinters Tor stellen, sodass diese trocken stehen und gleichzeitig volle Südsonne abbekommen. Nachts müsste ich dann unbedingt die Garage schließen um kein Risiko einzugehen. Was denkt ihr? Kompletter Unfug oder bereits bald (bei dem gezeigten Verlauf beispielsweise ab dem 19.04.?) umsetzbar? Ich würde vorher noch mit einem Min- Max-Thermometer schauen wie gut die Garage isoliert. Wenn sich die Temperaturen zwischen Innen und Außen kaum unterscheiden, ist das Thema natürlich direkt erledigt. Vorteil wäre, dass ich jetzt schon in die Endtöpfe wechseln könnte und mir einiges an Platz im Haus, sowie die zusätzliche Beleuchtung spare. Nachteil, natürlich, dass ich ein gewisses Risiko eingehe, die Pflanzen definitiv (vor allem) Nachts kälter stehen und ich im Zweifel bei zu starkem Frost doch nochmal alles nach innen verlagern müsste.
Wie handhabt ihr das bei euch? angenommen, diese Werte stehen in 1,5 Monten noch genauso in der Vorhersage: Kommen eure Pflanzen dann dennoch raus, sofern ihr sie trocken unterbringen könnt oder würdet ihr auch dann noch warten?
 
angenommen, diese Werte stehen in 1,5 Monten noch genauso in der Vorhersage: Kommen eure Pflanzen dann dennoch raus, sofern ihr sie trocken unterbringen könnt oder würdet ihr auch dann noch warten?
Definitiv die Pflanzen wären dann zu groß für die wohnung.
garage ist gut würde aber immer auf die garage nachts ausweichen bei den Temperaturen. Nachteil wenn du so früh raus gehst ist das die wahrscheinlichkeit das es viel kälter wird groß, im schlimmsten Fall musst du doch wieder rein und im Endtopf könnte es schwer werden. Bei unter 10 grad kannst du dich auch einstellen das die pflanzen wohl ne wachstumspause einlegen.
 
garage ist gut würde aber immer auf die garage nachts ausweichen bei den Temperaturen. Nachteil wenn du so früh raus gehst ist das die wahrscheinlichkeit das es viel kälter wird groß, im schlimmsten Fall musst du doch wieder rein und im Endtopf könnte es schwer werden. Bei unter 10 grad kannst du dich auch einstellen das die pflanzen wohl ne wachstumspause einlegen.
Ja, Garage wäre dann Nachts durchgehend angedacht. Ich schaue aber wie gesagt vorher nochmal wieviel Unterschied das überhaupt ausmacht. Gesondert heizen will ich eigentlich nicht ...
Im Schlimmsten Fall im Endtopf rein würde kurzzeitig gehen, ich kann die Pflanzen dann aber nur bedingt mit Licht versorgen und wenn es > 1 Woche kalt bleibt, könnte das definitiv ein Problem werden. Ich schaue vermutlich so ca. am 19.04. mal wie die 16 Tage Prognose dann aussieht. Wenn es ähnlich warm bleibt wie aktuell gemeldet, wage ich den Versuch wohl.
Bezüglich Wachstumspause unter 10°C habe ich jetzt schon viele verschiedene Meinungen gelesen. Teilweise heißt es, dass die Pflanzen relativ schnell Schäden nehmen können, viele hier im Forum haben aber auch schon geschrieben, dass die Nachtemparatur von beispielsweise 5°C gar kein Problem ist, sofern der Tag dann wieder beispielsweise 15°C übersteigt. Durchgehend unter 10°C und / oder viel Feuchtigkeit dabei ist dann natürlich wieder ein anderes Thema
 
Ich weiß, normalerweise erst gegen mitte Mai nach den Eisheiligen, aber...
Aktuell sieht die Wetterprognose bei uns wie folgt aus:
Schau Dir doch mal die Vorhersagen bei Kachelmannwetter an, denn dort siehst Du die Spannweite der Vorhersagen. Während die Vorhersagen für die kommenden Tage meist nah beieinander liegen, driften sie bei 7 bis 14 Tagen extrem auseinander. Deshalb würde ich mich nicht von den aktuellen guten Temperaturen mitreißen lassen. In einer Woche kann es schon wieder ganz anders aussehen und eigentlich ist man selbst bis Juni nicht so ganz sicher (Schafskälte), aber irgendwann muss das Gemüse natürlich raus. 😅
Ich würde vorher noch mit einem Min- Max-Thermometer schauen wie gut die Garage isoliert.
Bei mir war es nur etwa 2 Grad wärmer als in der Vorhersage. Positiv sollte noch sein, dass die Pflanzen windstill stehen und damit nicht so schnell auskühlen.
Gesondert heizen will ich eigentlich nicht ...
Das würde ich auch nicht machen. Eine schlecht isolierte Garage zu heizen ist enorm teuer (Gewächshausheizungen verbrauchen oft über 1000 Watt auf voller Stärke). Dafür könnte man doch einige LEDs an Fensterbänken betreiben, wenn denn wirklich nicht genug Licht am Fenster ankommt.
ich kann die Pflanzen dann aber nur bedingt mit Licht versorgen und wenn es > 1 Woche kalt bleibt, könnte das definitiv ein Problem werden.
Hier ist noch ein interessanter Beitrag vom Chef. Chilis schaffen sogar zwei Wochen komplette Dunkelheit.
 
3 bis 4 °C - das sagst du ja auch selber - wären zuwenig. An einer Wand sind das aber schnell 2 °C und in einer Garage noch deutlich mehr. Ich habe meine Pflanzen oft im Herbst noch draußen in der geschützten Loggia stehen, wenn die Temperaturen auf dem freien Feld auch nicht großartig höher sind. Aber dann ist die Saison ja auch vorüber... ;-) Ich halte es zum Saisonstart inzwischen so, dass ich erst in die Endtöpfe umtopfe (und damit draußen bleiben MUSS), wenn nachts auf die nächsten 14 Tage nicht mehr weniger als 8 bis 9 °C angekündigt werden, was in meiner Loggia 10 bis 11 °C entspricht. Der Verlockung, dass die Pflanzen schon im April Sonne tanken können, ohne dass man sie dauernd rein- und rausschleppen muss, würde ich an deiner Stelle auch nicht widerstehen. Messen, wie groß die Differenz zwischen Garage und den angekündigten Temperaturen tatsächlich ist, würde ich aber zur Sicherheit trotzdem vorher. Und währenddessen auch, dann hast du gleich Erfahrungswerte für die nächsten Jahre.
 
Positiv sollte noch sein, dass die Pflanzen windstill stehen und damit nicht so schnell auskühlen.
Auskühlen durch Wind spielt bei Pflanzen selber praktisch keine Rolle, weil die ja keine Körperwärme erzeugen, die weggeweht werden kann, sondern die ja immer schon auf Umgebungstemperatur sind. An geschützten Standorten kann natürlich ein aufgewärmter Boden oder die warme Hauswand langsamer auskühlen (wegen weniger Wind und weniger Abstrahlung ins All).
 
Heute oben waren hier 10 Grad Celsius angesagt, durch den Wind gefühlte -1 Grad, laut Wetterapp. Hat sich auch so angefühlt. Ich bin ja wechselwarm und eine Frostbeule, möchte meinen Chilis sowas aber nicht antun.
 
Genau das meinte ich: die "gefühlte Temperatur" der Wetterapp spielt für Pflanzen keine Rolle. Und die Verdunstungskälte ist super wenn es heiß ist, aber spielt bei den kühlen Temperaturen, um die es oben ging, praktisch auch keine Rolle.
 
Wenn wir hier 30 Grad Celsius Außentemperatur ohne Wind haben, liegt die Blatttemperatur bei circa 50 Grad Celsius.
Der gegenteilige Effekt scheint dir aber zu wider zu sein? Kannst du mir das bitte näher erklären?
 
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