Danke an alle für die guten Wünsche
mit einer Parzelle alleine ist es nicht getan, das ist schon ein Full-Time-Job
Natürlich haben wir hier das top Wetter für den Chilianbau, aber das wird immer ein bisschen eingetrübt durch die leider hier immer noch alltäglichen Beschaffungsprobleme.
Ich habe vorhin festgestellt, dass ich noch etwa 700 Bambusstäbe benötige, aber woher auf die Schnelle nehmen, wenn man sie noch nicht einmal stehlen kann?
Man muss also alles lange im Voraus planen um nicht in irgendwelche Lieferengpässe für Substrat, Töpfe, Dünger und weiteres Zubehör hinein zu geraten.
Generell kann ich aber nicht meckern, denn wir machen das ja nicht im ersten Jahr und eine gewisse Routine hilft schon ungemein.
Bei unseren Aufarbeitungsmethoden zur Gewinnung der Samen fällt das Fruchtfleisch in der Regel nicht in für den menschlichen Verzehr geeigneter Form an und es bekommen die Hühner, oder es wird kompostiert.
Bei wenigen Kilo Schoten von besonders scharfen und aromatischen Sorten werden die Samen von Hand entnommen und die Schotenhälften werden anschließend getrocknet und zu einem Pulver verarbeitet.
Da ich den Job schon einige Jahre mache, habe ich sehr gute internationale Beziehungen und bekomme eigentlich immer alle neuen "Sorten", ohne, dass ich eine Bestellung aufgeben muss.
Trinidad Scorpion von Butch Taylor habe ich schon von Anfang an gehabt, denn es gab gar kein anderes Kultivar.
Drei Jahre habe ich gebraucht, um die Sorte virusfrei und einheitlich zu bekommen.
Das ist jetzt Trinidad Scorpion improved, wobei Wert auf möglichst einheitliche Ausbildung des Stachels gelegt wurde und nicht nach Schärfe selektiert wurde.
Dieses Jahr werden wir mal einen Schärfevergleich versuchen, mal sehen was dabei herauskommt.
Bilder sind auf jeden Fall geplant, schon morgen wird es welche geben.
Das Kürzel bzw. Klartext hinter den Varietätnamen gibt Auskunft darüber, woher das Saatgut stammt, wenn wir es zum ersten mal in Kultur haben
Gruss
Peter