Firecooks Kapillarbewässerung - Masterplan / Version 2.0


Doomsday

Habanerolecker
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Gardena ist zwar nett, mMn stimmen aber Preis/Leistung aber nicht so trichtig.
Für den Kurzurlaub evtl. geeignet, aber als alleinige automatische Bewässerung finde ich sie kaum geeignet.
Den größten Nachteil sehe ich bei dem System darin, dass die maximale Bewässerungsdauer 1min pro Tag beträgt.

Günstiger wird dich der Eigenbau kommen, der bedeutend variabler gestaltet werden kann.
Eine Tauchpumpe an einer sekundengenauen Zeitschaltuhr wäre das Herzstück, dahinter kommen PE-Rohr oder Schlauch und du kannst
- nur begrenzt durch die maximale Förderrate der Pumpe - unzählige dünne Schläuche anschließen und dementsprechend Pflanzen versorgen.
 

mph

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Wenn man die Urlaubsbewässerung über eine Schaltuhr mehrfach ein- und wieder ausschaltet kann man auch mehr als 1 min. bewässern. Was ich an dem System nicht so gut finde sind die festen Mengen pro Minute, die für große Chilipflanzen etwas gering bemessen sind. Richtig gut funktioniert eine automatische Bewässerung bei Topfkultur meiner Meinung nach nur wenn man anhand der Feuchtigkeit steuert oder man Steinwolle, Perlite oder Kokos nimmt und einfach dauernd mit Nährlosung tröpfelt.
 

Firecook

Jolokiajunkie
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Danke für euer Feedback. Ich hatte ursprünglich ohnehin, eine komplexer Eigenbauversorgung im Sinn, aber ich werde das zeitlich wahrscheinlich nicht hinbekommen. Deshalb such ich nach einer Übergangslösung. Aber so wie es aussieht muss ich wohl gleich etwas ordentliches Bauen.
 

Firecook

Jolokiajunkie
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Was mich leider an all den hier vorgestellten Selfmade-Systemen stört ist der nötige Umbau der Töpfe. Das heißt nicht dass sie mich nicht trotzdem gefallen :). Deswegen werde ich mal ein wenig herumtüffteln.
Das System von @JasonV hat mich ein wenig inspiriert und ich werde es mit meinem Vorhaben der "Schnurversorgung" kombinieren.
Zuerst mal ein geeignetes Matarial finden:

Testreihe 1:
Baumwolle hat eine sehr gute Kapillarwirkung, deswegen habe ich mit einer 4mm Baumwollschnur mal einen Test gestartet. Die Zeit die das Material braucht um Wasser 4cm hochzubefördern nehme ich als Qualitätskiterium (Warum es genau 4 cm sind werde ich später erläutern :D)
Baumwollfaden hat nach einer Minute keine sichtbaren Fortschritte gemacht, deswegen ausgeschieden. Testreihe beendet​

Testreihe 2:
Alter Baumwollfetzen auf einem Dübel, gleich von unten in einen Topf geschoben. Hatte keine 4cm Abstandhalter, deswegen habe ich mir schnell mal ein paar Legosteine ausgeborgt :laugh:
Trocken:


Nach nicht einmal einer Minute nass:

Mit dieser Methode könnte man also bereits voll Töpfe, wenn sie unten nocht nicht wurzeldurchwachsen sind nachrüsten. Vorausgesetzt man hat unten eine Flüssigkeitsversorgung wie Jason. Das hab ich im GWH mit 4cm hohen Kabelkanälen vor (inkl. Schwimmschalter, Überlauf), aber dazu später mehr.

Da ich gerade umtopfe, teste ich jetzt mal ob das System mit einem vollen Topf funktioniert. Fortsetzung folgt ...
 
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Fortsetzung Testreihe2:
So, wie angekündigt nun im vollen Topf:

2 Baumwollstreifen von unten mit Dübeln in den Kübel geschoben - Möglichkeit A
Dieser Test hat leider gezeigt, dass nur sehr wenig und langsam Wasser in den Kübel gezogen wird.

Deswegen eine kleine Änderung, die sich als Verbesserung herausgestellt hat:
Am Bild ist keine Änderung zu sehen. Tatsächlich sind nun keine Dübeln mehr Spiel. Die Baumwollstreifen wurden über einen langen metrischen Schrauben gestülpt und in die Löcher geschoben. Das Gewinde hatte den Vorteil dass man die relativ streng sitzende Schraube nicht raussziehen muss, was wahrscheinlich den Stoff wieder ein Stück rausziehen würde, sondern man "das Werkzeug" rausdrehen kann :)
Möglichkeit B

Dieser Test war positiv, über die zwei Stoffstreifen wurde langsam aber deutlich erkennbar (2-3 mm Wassertiefe im Untersetzer verringert) Wasser in den Topf gezogen.
Der Stoff ist übrigens ein altes Frotteehandtuch. Durch die Struktur entsteht eine große Oberfläche die sich günstig auf die Kapillarwirkung auswirken sollte.

Nachtrag1:
Hab mir jetzt beide Töpfe nochmals angesehen. Beide Systeme funktionieren, wobei Möglichkeit B eindeutig besser läuft.

Nachtrag2:
Eine Skizze von dem was daraus wird:
(Die Beschriftung der Regenrinne, die sich direkt unterm Topf befindet fehlt in der Skizze)

@JasonV . Entspricht als vom Prinzip her deinem System nur benutze ich Baumwollstreifen statt "Lochtöpfe" mit Hydrosubstrat. Ist mit deinem "kompatibel". Wenn du also mal keine Zeit und Lust zum Topf basteln hast, such dir ein altes Handtuch :)

Schwimmschalter werde ich wohl diesen verwenden. Klein, günstig, einfach:
http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/506978-da-01-de-SCHWIMMERSCHALTER_PLS_PP_SERIE.pdf
 
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Möglichkeit 2:
Wasser vollständig aufgesogen :) ... wenn man bedenkt, dass in so einem System eigentlich ständig Wasser nachgefördert wird und die Geschwindigkeit damit relativ, bis zu einem gewissen Schwellwert, wird (schöne Grüße an Einstein), kann man sagen "es funktioniert"

7mm Kunststoffregenrinne liegt bereit und Gardena Tauchpumpe ist bestellt. Bald gehts los mit dem Bau.
Werde wieder dokumentieren.
 

JasonV

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Das mit den Stoffstreifen war bei mir auch eine Überlegung. Allerdings hätte ich fast Glasfaserdochte bestellt :D

Die Feuchtigkeitsverteilung ist mit Stoff oder Dochten sicher besser als mit Netztöpfen. Mit den Netztöpfen ist es ganz unten natürlich sehr nass.

Ich habe noch 2 Plätze auf meiner Regenrinne. Zufällig habe ich auch noch leere Growbags die ich testen will. Wenn das kein Zufall ist :D
 

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Heute sind alle Teile für den Wasserkreislauf angekommen/gekauft worden. Der Schlauch vom Überlauf der ersten Regenrinne in die zweite muss mindestens so dick wie der Zulaufschlach sein. das habe ich leider nicht bedacht und einen falschen Schlauch gekauft ... nun werde ich zwei Überlaufschläche machen müssen :D
 

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Schuldig im Sinne der Anklage. Ich plädiere auf ein mildes Urteil :)

Ich bin gerade beim Bau. Fotografiere jeden Arbeitsschritt und mache dafür eine gaaanz genau Konstruktionsdokumentation :)
 

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Der Überlauf:
(dient dazu, dass von einer Regenrinne in die zweite Wasser läuft, da das System für zwei Topfreihen konzipiert wurde)

Zuerst wurde in die Regenrinne mal ein Loch für den Überlaufabfluss eingebaut. Eigentlich ist das ein Gardeadapter, aber dieser wurde erfolgreich zweckentfremdet. In das Loch, kommt noch eine Dichtung und ein kleines Rohr. Die Länge des Rohres bestimmt dann ab welcher Höhe das Wasser überläuft.


Von unten sieht das Ganze so aus. Darauf kommt dann später ein Schlauch mit Gardenakupplung, der zur zweiten Regenrinne führt.


Mit Regenrinnenabschluss bzw. Endstück sieht das es nun so aus:



Da die Rinne nur 3m lang ist und ich 3,4 benötige wurde sie auch noch verlängert:


Jetzt liegt sie mal, inkl. der zweiten die lediglich verlängert wurde, rum zum Trocknen und ich muss meine erste Pause einlegen :)

to be continued ...
 
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Es ging wie mit dem Wasserzulauf weiter:

Zuerst habe ich mir ein T-Stück gebaut (aus einem PVC-Rohr), dass den Querschnitt verdoppelt. Noch zwei kleiner Löcher reingemacht um den Wasserstrom ein wenig zu bremsen und fedich:


Dann wurde seitlich in die Regenrinne wieder ein Gardenaadapter eingebaut.
Von Innen:

von Außen:


Das T-Stück hatte ich vorher erhitzt und ein Gewinde reingeschnitten um es dann verschrauben zu können:



Mit dem Gardenaaufsatz ist das dann das Endergebnis:


Bastelarbeiten sind damit vorbei. Morgen wird Dichteprüfung gemacht und dann gehts ab ins GWH damit :)

to be continued ...
 

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