Verholzt oder vertrocknet?


HotJoy

Dauerscharfesser
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Nabend,

naja, bin etwas verwirrt zurzeit, da ein Ast einer überwinterten Pflanze merkwürdig braun wird, augenscheinlich scheint sie nicht krank zu sein. Aber übliche Verholzung sah bisher anders aus, ich vermute die Pflanze kann den Ast nicht richtig versorgen


Es bilden sich zwei neue Abzweigungen wie man sieht, ursprünglich drei. Habe gestern eine entfernt, weil sie schlaff und unterversorgt schien, obwohl ich nicht allzu lang her gegossen habe. Man erkennt auch, das sonst alles grün und vermutlich auch gesund ist, hoffe nur, dass wortwörtlich nichts im Busch ist. :ninja:
 

chil-i-thom

Habanerolecker
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Hi Axel,

sieht gut aus, deine Überwinterte. Der eine Ast sieht etwas trocken aus, hab ich bei meinen Überwinterern auch mal gehabt. Da der aber zwei Verzeigungen gebildet hat, scheint er's nicht zu sein. Den anderen Ast ohne Verzweigung würde ich kurz oberhalb der letzten Gabelung abschneiden.

Was ist'n das für 'ne Sorte?

VG, Thomas
 

Faberrebe

Jalapenogenießer
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Hmm, nenn mich vielleicht übervorsichtig, aber der schwarze Fleck und der eher unebene braune Bereich gefallen mir nicht so sehr. Nicht daß das ein Pilz ist, der sich dann über die gesamte Pflanze ausbreitet. Da die Pflanze noch genug andere Verzweigungen hat, würde ich das vorsichtshalber abschneiden. Oder zumindest genau beobachten.
 

HotJoy

Dauerscharfesser
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OK. :hilarious:
Den anderen Ast ohne Verzweigung würde ich kurz oberhalb der letzten Gabelung abschneiden.
Das ist alles derselbe Ast, aber da könnte man dennoch schneiden.
Was ist'n das für 'ne Sorte?
Das ist eine F2 von Venezuelan Tiger x Unbekannt. Trug im 14L pot 2,2kg Ernte, gute Stute! Leider keine Stecklinge oder Samen da, deswegen extra Vorsicht bei ihr.

Nicht daß das ein Pilz ist, der sich dann über die gesamte Pflanze ausbreitet.
Das wäre auch meine schlimmste Befürchtung, der chirurgische Eingriff wäre der sauberste, aber das sollte letztes Mittel sein. U.a. weiß ich auch gar nicht, wie Pilze auf Ästen gar aussehen, kenne es nur auf Blättern. Ein potentes Fungizid wäre mir lieber, aber da bräuchte ich den kompletten Ratschlag Katalog, wenn ich nicht irre, muss man bei Fungiziden wissen, um welchen Pilz es sich handelt, Stichwort Keine-Universal-Mittel.
 

Taunuswaldfee

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Ob das ein Pliz ist kann ich nicht sagen.
Also wenn Pilz dann den Ast gleich ab. Das da dran noch ein Austrieb kommt eher unwahrscheinlich und Du verhinderst ein Ausbreiten.
 

Freelancer725

Chinensen, der Genuss des Feuerspeiens.
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Der dunkle Fleck kann tatsächlich gefährlich werden. Versuche bitte ein Foto bei Tageslicht draußen von der gesamten Pflanze (Seitlich) und vom Fleck (Nahaufnahme) zu machen.

Wenn ich heran zoome, sieht der Fleck so aus, als sei der Teil der Pflanze leicht eingefallen und ggf. sapschig? Wenn dies der Fall ist, deutet es tatsächlich auf einen Pilz hin.

Besonders im ersten Bild, sieht der untere Teil über der Verzweigungen so aus, als könnte dort eher Fäulnis als Verholzung sein. Jedoch kann es auch einfach das Licht sein.

Sollte sich wirklich Fäulnis herausstellen, muss der betroffene Bereich großzügig abgeschnitten werden. Bestenfalls hilft man mit einem Fungizid nach, um einer neuen Ausbreitung vorzubeugen, sollte sich der Pilz noch immer in der Pflanze befinden.
 

Diablo_Habanero

Dauerscharfesser
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Nabend,

naja, bin etwas verwirrt zurzeit, da ein Ast einer überwinterten Pflanze merkwürdig braun wird, augenscheinlich scheint sie nicht krank zu sein. Aber übliche Verholzung sah bisher anders aus, ich vermute die Pflanze kann den Ast nicht richtig versorgen


Es bilden sich zwei neue Abzweigungen wie man sieht, ursprünglich drei. Habe gestern eine entfernt, weil sie schlaff und unterversorgt schien, obwohl ich nicht allzu lang her gegossen habe. Man erkennt auch, das sonst alles grün und vermutlich auch gesund ist, hoffe nur, dass wortwörtlich nichts im Busch ist. :ninja:
Es könnte tatsächlich ein Pilz sein. Erinnert mich vom Aussehen an Fusarium.
Schneide den Ast ab und sprühe die Pflanze mit effektiven Mikroorganismen ein. Dadurch entsteht eine Biozönose, welche die Pflanze vor schädlichen Mikroorganismen natürlich schützt.
 

Ohlalaa

Jalapenogenießer
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Falls du dich fürs Abschneiden entscheidest, unbedingt danach das Werkzeug gut desinfizieren, damit nix übertragen wird. Oder es gleich mit einer Rasierklinge machen und die anschliessend fachgerecht entsorgen. Viel Erfolg! Und vergiss dueses Jahr nicht, von der schönsten Beere Samen zu nehmen!
 

HotJoy

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Oder es gleich mit einer Rasierklinge
von der schönsten Beere Samen zu nehmen!
Ich kann kein Holz mit einer Rasierkling schneiden. :roflmao: Hatte ich vor, aber die verhüteten Beeren konnten nicht mehr abreifen, ich hab nix vergessen, es hat einfach nicht geklappt.

Es sieht tatsächlich schlimmer aus heute, seht selbst:



Dieses Braune "ditched" jetzt auch in den Hauptstamm rein... wenn das ein Pilz ist, kann ich nichts mehr tun? Ich säbel das gleich noch ab, es gibt so gar noch so einen Ast, der genau so aussieht.

sprühe die Pflanze mit effektiven Mikroorganismen ein
Kann mir diesen Monat nichts mehr anschaffen. :banghead::banghead::banghead: Sind EM auch sonst Pilzkiller/-prävention? Dann brauche ich das in rauen Mengen!

Edit: Noch mehr Bilder:

Schnittstelle

Ist nur ein kleiner Teil angebräunt, der Rest ist eigentlich weißlich, das Foto machts schwerer zu erkennen. Das Ende des Ast war allerdings schon leicht ausgehöhlt, wollte die Pflanze den Ast abwerfen?

Waren jetzt insgesamt drei Äste, die ab mussten, hab die dunkleren Stellen mal nebeneinander gelegt

Stellen sind aber auch nicht weich oder so, eher härter als der Rest der Pflanze.

Kann ich noch mehr machen? Was bringt ein Fungizid in diesem Stadium, falls es ein Pilz ist?
 
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Freelancer725

Chinensen, der Genuss des Feuerspeiens.
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Wie sieht die Pflanze selbst aus nach dem schneiden? Ist dort etwas ausgehöhlt,vertrocknet oder sonstiges Erwähnenswertes? Die Bilder sind durch den Blitz größtenteils unbrauchbar.
Das Ende des Ast war allerdings schon leicht ausgehöhlt,
Bedeutet, dass die Pflanze von dort anfängt zu sterben und dann ist es eher ratsam großzügiger abzuschneiden als vielleicht zu wenig. Nachwachsen kann sie nur im gesunden Zustand. Wenn der Erreger ggf. durchs Subtrat kommt, weil dieses zu alt ist, sollte man aus Sicherheitsgründen vielleicht sogar umtopfen.

Zudem hoffe ich, dass die Klinge nach jedem.Schnitt desinfiziert worden ist, damit der Erreger nicht ggf. auf einen anderen Schnitt der Pflanze übergegangen ist.
 

HotJoy

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Zudem hoffe ich, dass die Klinge nach jedem.Schnitt desinfiziert worden ist, damit der Erreger nicht ggf. auf einen anderen Schnitt der Pflanze übergegangen ist.
Ja, das schon.
ratsam großzügiger abzuschneiden als vielleicht zu wenig.
Naja, mehr als drei ganze Äste ab, geht nicht? Ist ja nicht so, als hätte ich nur Teile der Äste abgeschnitten. Der Ast, der hier um Fokus war, ist etwa 1/5 oder 1/6 der gesamten Pflanze.

Wenn der Erreger ggf. durchs Subtrat kommt, weil dieses zu alt ist, sollte man aus Sicherheitsgründen vielleicht sogar umtopfen
Ja, das mag auch sein. Wollte erst umtopfen, wenn ich Perlit habe, sollte ich wohl jetzt überdenken.
Wie sieht die Pflanze selbst aus nach dem schneiden?
Hm. Total normal? Gerade diese Pflanze ist das pure Leben, wenn du Stress oder dergleichen meinst, kann man jetzt auch nicht erkennen.
 
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Freelancer725

Chinensen, der Genuss des Feuerspeiens.
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HotJoy

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Ich würde es halt so schnell wie möglich machen, um auf Nummer sicher zu gehen.
Alles klar, ich mache mich mal dann morgen an die Arbeit. Der diesjährige Schuh ist 90L groß, da hab ich ja morgen viel Spaß. Lieber gleich das ganze Paket sofort machen, nehme ich an, als jetzt nur die Erde austauschen oder?

Ungesund aussehende Wurzelteile auch gleich weg?

Edit:
wenn ich kein Foto von der Pflanze selbst mehr sehe xD
Zweites Bild. :roflmao:
 

Freelancer725

Chinensen, der Genuss des Feuerspeiens.
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Der diesjährige Schuh ist 90L
Ist im Grunde sowieso zu groß. Maximal 20L sind mehr als ausreichend. Wenn das Wasser heruntersackt und nicht abfließen kann oder nicht verarbeitet wird, weil dort unten keine Wurzeln mehr ankommen, bilden sich in der Erde ohnehin Pilze, weil diese mit der Zeit ja auch arbeitet. Dies könnte sogar den Ursprung deines Problems darstellen.
Ungesund aussehende Wurzelteile auch gleich weg?
Ein Wurzelschnitt bei einer überwinteten Pflanze ist auch ratsam und inaktive Wurzeln können auch gammeln mit der Zeit. Also definitiv weg, wenn du etwas siehst.

Profilaktisch könnte man:
COMPO Ortiva Spezial Pilz-frei oder
PROTECT GARDEN Alitis Spezial-Pilzfrei anwenden um wirklich auf der sicheren Seite zu sein.

Letzteres hat wirklich eine sehr schnelle Wirkung in den Pflanzen. Ich benutzte es letzte Woche am Kirschloorbeer gegen den echten Mehltau. Der aggressive Pilz war nach nur 24h weg. Ich sprühe die Pflanzen damit ein und gieße ein wenig in die Erde. Nebenbei sehen die Pflanzen sogar etwas vitaler aus. Ich kann jedoch nicht sagen inwieweit es schädlich für die Früchte sein wird auf Grund der Essbarkeit...
 

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