Von unten gießen? - Das Experiment

thana

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ein Mix sollte evtl. gut hinkommen, um z.B. Trauermückenbefall klein zu halten- von oben gießen und dann von der Kapilarwirkung profitieren
wenn dann nach ein paar Tagen die oberen Schichten "ausgetrocknet sind" wieder was von oben?
oder auch im Garten im Pflanztopf mit Wasservorrat wenn man mal ein paar Tage nicht da ist
 

mph

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@mph, wenn die dich von eine deiner Pflanzen trennst, dann bitte ich um Fotos der Wurzeln.
Deine Töpfe sind ja deutlich größer.
So sehen die Wurzeln nach 2 bis 3 Monaten im 15 Liter Autopot aus. Wie es zu erwarten war, sammeln sich viele Wurzeln unten wo es die meiste Feuchtigkeit gibt. Allerdings ist auch oben dicht unter der Oberfläche die Erde feucht. Ohne größere Perlite-Beimischung dürfte es mit Erde evtl. Probleme geben. Die Erde ist ziemlich feucht. Mit einer verdichtenden Erde gibt es sicher auf Dauer Wurzelschäden. Mit einem Kokos-Perlite-Gemisch und gleichzeitiger Düngergabe über das Wasser sollte es auch funktionieren.

full
 

mph

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Bei den Autopot XXL mit 25 Litern ist es auch bis recht weit oben feucht. Insgesamt ist die Oberfläche aber viel trockener als in den kleineren Autopots. Durch die paar Zentimeter mehr Höhe lässt die Kapilarwirkung nach. Der Erfolg hängt meiner Meinung nach sehr vom Substrat ab, ob die Dauerbewässerung von unten gut klappt oder nicht. Hydrotaugliches Substrat funktioniert in jedem Fall. Eine Erde, die nicht stark verdichtet mit Perlite-Beimischung von etwa 20% oder ein Kokos-Perlite-Gemisch funktionieren auch. Mit einer x-beliebigen Billigerde dürfte es Wurzelschäden geben. Die Erde wird nach mehreren Tagen insgesamt sehr feucht. Das muss man mit entsprechender Mischung ausgleichen, damit trotzdem genug Luft zu den Wurzeln durchdringt. Wie aber auch bei Hydrokulturen kann man mit kleinerem Volumen ein gleichwertiges Ergebnis erzielen wie mit einem größeren Topf Erde. Die 15 Liter Autopots ersetzen durchaus einen normalen Topf mit 20 bis 25 Liter Erde.
 

mph

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Die Düngung ist wieder eine Sache für sich. Entweder man mischt dauerhaft ins Wasser eine leichte Dosis Nährsalze oder man mischt einen Langzeitdünger ins Substrat oder gießt regelmäßig kleine Wassermengen mit zugesetztem Dünger von oben nach. Das Nachgießen ist so eine Sache, denn die feuchte Erde nimmt nicht mehr viel Flüssigkeit auf. Ein bisschen zu viel und der Untersetzer des Autopot läuft über. Eine kleine Überschwemmung hatte ich deshalb schon.

Die Bewässerung und Düngung von Jungpflanzen auf einem Fluttisch ist einfacher. Man muss erstens weniger düngen und zweitens kann man den Dünger mit ins Wasser zum Fluten geben. Zu viel Feuchte kann man durch die Zeit für das Fluten und die Zeit bis zum nächsten Wässern vermeiden.
 
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