Winterfütterung 2020 für Wildvögel


Salsa Fan

Jalapenogenießer
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Servus,

auch dieses Jahr brauchen unsere gefiederten Freunde unsere Hilfe.

Ende Oktober sind zwar noch Insekten unterwegs, doch reicht das Angebot schon längst nicht mehr aus, um unsere Wildvögel zu genüge zu versorgen.

Es ist zur jetzigen Zeit damit zu beginnen, um die Futterplätze einzurichten und zu bestücken... Wildvögel benötigen einige Wochen, um eine neue Futterstelle ein/anzunehmen. Ein oder Zwei Tränken können auch nicht schaden (Bitte täglich das Wasser wechseln und den Behälter reinigen. Dauert ja nicht lange)... es regnet ja kaum noch.

Sind die Futterstellen etabliert, sollte man täglich zur gleichen Uhrzeit auffüllen. Die Vögel gewöhnen sich daran und werden "zutraulicher" als üblich. D.h. sie fliegen nicht mehr davon, sondern hüpfen ein paar Meter davon um sich anschließend an dem frischen Futter zu laben.

Danke für eure Mithilfe

*Edit meint*

Ob man Fotos posten könnte? Von den Mitessern? Oder spricht etwas dagegen @Mods?
 

Chili-Angler

Chilitarier
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Es ist zur jetzigen Zeit damit zu beginnen, um die Futterplätze einzurichten und zu bestücken...
Vor 20Jahren wurde uns in der Schule beigebracht Wildvögel auf keinen fall zu füttern.
Hintergrund ist der, die Vögel welche sich an unseren Futterstellen die Bäuche voll schlagen haben dadurch einen Vorteil gegenüber den Zugvögeln welche geschwächt aus dem Süden kommen. Somit stellt man ein ungleichvewicht her und vertreibt die Zugvögel.

Sollte dies mitlerweile widerlegt sein möge man es mir nicht übel nehmen ;)
 

C18H29NO3

Romanes eunt domus
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Vögel darf und soll man füttern, gerade im Winter aber einige empfehlen es auch schon im Sommer, da es immer weniger Insekten und passende Habitate gibt, wo sie Futter finden. Wie genau kann man bei einigen Seiten nachlesen, z.B. beim Naturschutzbund oder beim Landesbund für Vogelschutz.

Was die Zugvögel angeht sollte man auch bedenken, dass zwar einige Vogelarten von uns gen Süden ziehen, wir aber auch dafür das Winterquartier von einigen Vogelarten aus Nordeuropa sind, die brauchen auch Nahrung. Aber ja, es stimmt dass wir hier vorallem die Arten füttern, die ohnehin nicht gefährdet sind, die dann in einer größeren Stückzahl vorhanden sind und somit teilweise die selteneren Zugvögel wie z.B. Fitis oder Zilpzalp durch ihre schiere Masse leichter verdrängen. Was wieder kein Problem wäre, wenn es einfach mehr Nistplätze geben würde.

Aber bitte darauf achten dass man das auf keinen Fall tut, wenn einem kranke Vögel (vorallem Meisen) auffallen, dieses Jahr sind einige Fälle von einer Lungenkrankheit bei Meisen aufgetreten, da wären Futterstellen dann ähnlich wie Partys bei uns aktuell. Social distancing auch bei Vögeln ;)


Und wenn wir schon dabei sind will ich hier nochmal eine Lanze für "verwilderte" Gärten brechen, das hilft allen Tieren und somit auch uns wirklich enorm. Ich finde es richtig prima, dass Steingärten jetzt mehr und mehr verboten werden, die Dinger sind sowohl optisch als auch ökologisch ein absolut grauenhaftes Unding.
 

C18H29NO3

Romanes eunt domus
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Das bring mal bitte den Vorstands-Fritzen der ganzen Gartenvereine bei. :angelic:
Die wollen die Gärten doch am liebsten steril sehen. :thumbsdown:
Mit das Einzige was mich davon abhält zu probieren, eine Gartenparzelle in einem Kleingärtnerverein zu pachten. Das ist mir zu...deutsch alles. Wenn ich vorgeschrieben bekomme, wieviel Prozent ich wovon anbauen muss und wie hoch meine Hecke maximal sein darf, dann kann ich durchaus nachvollziehen, dass diese Vereine immer mehr vergreisen.
 

capsicum perversum

burning shadow
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Mir sind sie im alten Verein mal übern Zaun gesprungen und haben meinen Rasen gemäht.
Dort sind nach 2 Wochen, ohne mähen, 3 Pusteblumen gewachsen...
...sollte auch noch € 20,- kosten. :hilarious:

Das ist mir zu...deutsch alles.
So ist das leider. :( :thumbsdown:
Alles was "aus der Reihe tanzt" wird tot gespritzt.

Mein neuer Garten ist aber super!
Da gibt's kein Zwang, für nix!
Deshalb gibt's da auch Pinselkäfer, Fledermäuse, Eidechsen, Libellen, Kröten usw.. :happy:
 

C18H29NO3

Romanes eunt domus
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Mir sind sie im alten Verein mal übern Zaun gesprungen und haben meinen Rasen gemäht.
Dort sind nach 2 Wochen, ohne mähen, 3 Pusteblumen gewachsen...
...sollte auch noch € 20,- kosten.
Joa spätestens da wäre ich dann wohl auch raus gewesen. Einerseits einen auf naturverbunden und ökologischen Umweltschutz tun, andererseits alles absäbeln, was nicht regelkonform ist.

Aber zurück zu den Piepmätzen :D
 

Salsa Fan

Jalapenogenießer
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Sehr cool...

heute Nachmittag hat ein Schwarm von Schwanzmeisen an den angebotenen Knödeln halt gemacht, und haben den Talg aufgefuttert.

So schnell, wie die gekommen sind, waren sie auch wieder weg. Meine Cam schoss leider ins Leere. Es waren so um die 20 Tiere... sehr beeindruckend.

Sollte dies mitlerweile widerlegt sein möge man es mir nicht übel nehmen
Generell soll man ganzjährig füttern, bis auf die Brutzeit, die ab März startet.

Meisen zum Beispiel füttern die >Brut mit Sonnenblumen kernen... wenn diese angeboten werden. Das Problem= Die Jungvögel können kein Frischfutter verwerten. Es muss durch die Elterntiere vorverdaut werden.

Vor 20 Jahren gab es noch Insekten zu genüge. Inzwischen werden Milliarden davon von Windrädern geschreddert. Weg mit diesen Dingern. Atomkraft muss her.
 
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Salsa Fan

Jalapenogenießer
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Hallo Community...

habt ihr schon angefangen, die Wildvögel an ihre Futterstellen zu gewöhnen? Falls nicht, es wird so langsam Zeit.

Angefangen mit dem anfüttern hatten wir Anfang Oktober. Bis die ersten Gäste von außerhalb kamen (Stammgäste sind ganzjährig hier), hat es gute 3 Wochen gedauert. Zwei von 5 Futterstellen werden nun bis zum ersten Frost 1x am Tag frisch bestückt. Bei Frost 3x Täglich.

Ein Wildvogel hat eine Körpertemperatur von um die +41°C, die es 24 Stunden am Tag zu halten gilt. Der Stoffwechsel ist durch die Suche nach Futter extrem nach oben geschraubt, so dass die Vögel alleine durch das fliegen zwecks Futtersuche permanent an Substanz verlieren. Darum sind Meisenknödel in allen Variationen gern gesehene Anflugstationen. Dort tanken die Federbälle sehr schnell Energie auf (Talk und enthaltene Würmer; Samen... je nach Produkt).

Gestern hatte ich Dienstfrei und konnte dem Treiben eine Weile zusehen.

Gesichtet hatte ich: Eine Elster (vermutlich ein Hahn, da riesig ^^)... der Vogel passte kaum in das Futterhäuschen... der Koüpf musste extrem eingezogen werden... man, was hab ich gelacht. Leider war er weg, bevor ich meine Cam in der Hand hatte.

Kurze Zeit später tauchte ein Buntspecht auf. Vermutlich der gleiche, wie die letzten Jahre zuvor. Vögel sind nicht dumm., die merken sich Futterstellen, die regelmäßig befüllt werden. Zum Dank kommen manche Vögel ganzjährig in den Garten zurück, um Ungeziefer von den Nutzpflanzen zu "ernten"... Eine Hand wäscht die andere ;)

Ziur Freude meiner Frau (und auch meiner), waren die ersten Gimpel da. Letztes Jahr hatten wir 5 Päärchen da= 10 Tiere. Was für ein herrlicher Anblick. Gimpel sind so unglaublich sozial... die gehen jedem Ärger aus dem Wege.

Dann wurde noch ein Wiederhopf sowie eine Saatkrähe erblickt. Ungewöhnlich, aber nun gut.

Es ist übrigens eine gute Idee, eine (oder mehrere) Trinkschalen aufzustellen. Vögel mögen gerne baden, Igel trinken, Mader sich putzen und so weiter. Eine weitere Schale mit Sand und eine mit Erde, kann auch nicht schaden. Bei Sonnenschein lieben es unsere Wildvögel ein Sandbad oder ein Bad im Dreck zu genießen.

Unsere Wildvögel haben es von Jahr zu Jahr schwerer, an Nahrung zu kommen. Die Gründe muss ich hier nicht aufführen, ein jeder kennt sie. Wie wäre es mit mithelfen, damit unsere kleinen Freunde eine Chance haben?

Und wenn es nur ein Meisenknödel und eine Schale Wasser ist, die ihr täglich kontrolliert... damit wäre viel getan.

Danke für das lesen dieses Beitrages und die Zeit dafür.
 

C18H29NO3

Romanes eunt domus
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Ich gebe dir vollkommen recht, mache das meiste hier beschriebene selber und finde es gut dass du darauf aufmerksam machst, aber gibts den Thread nicht schonmal? ;)
 

Salsa Fan

Jalapenogenießer
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Krass... kaum sind ein paar Spatzen vor Ort, kommen andere Arten nach, um zu schauen, was die Spatzen da treiben= Futterneid.

Heute gesichtet: einen Elster Hahn. Zu lustig, der Vogel war so groß, das er sich im Futterhäuschen nur auf Knien und in geduckter Haltung bewegen konnte. Der Hunger hat ihn wohl dort rein getrieben.

Dann war ein Wiedehopf zu Gast (sicher auf der Durchreise) und eine Buntspecht Henne. Die Lady kommt jedes Jahr zuverlässig wieder. Die schaut das ganze Jahr über mal vorbei und holt sich was aus dem Garten ab... man kennt sich halt ;)

Dann eine Rotkehlchen Henne, die ebenfalls Ganzjährig hier ist und uns die Schädlinge vom Gemüse pickt. Dafür gibt es bei Regentagen unterm Dach frische Mehlwürmer. Die liebt die Dinger. Ihr Mann ist leider vor 2 Jahren verstorben und hat seitdem noch keinen neuen Partner gefunden. Daher kümmer ich mich ein bisschen mehr um den kleinen Federball ;)

Uuuuund jede Menge Kohlmeisen. Meine Frau hat 7 Päärchen gezählt, die im laufe des Tages eintrudeln = 14 Tiere... nicht schlecht.

Ein erster Dompfaff wurde auch gesichtet. Die rotten sich zum Winter hin zusammen und übernehmen hier die Futterplätze. Erst wenn die satt sind, dürfen die anderen ran, die sind echt King in the Ring :)

Was noch? Igel, die die Körner vom Boden fressen, ein Eichhörnchen, welches mit Vorliebe Erdnüsse aus den Futterstellen klaut... ein paar Feldmäuse und Raben. Die werden allerdings nur bei Dauerfrost gefüttert. Trotzdem besuchen die gerne den Kompost und suchen da vergammeltes Obst u.ä. Uns stört es nicht, die werfen das Zeug nicht durch die Gegend, so wie die Mader... grrrr

Hasta Luego
 

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