Alles rund ums Licht


Schnobster

Dauerscharfesser
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Junge Junge,

da fährst aber gleich die richtigen Geschütze auf *gg* 8x54 Watt. Das ist mit sicherheit verdammt hell :devilish: Nur mal als kleine Anmerkung. Dat sind über 400 Watt. Du weist was das an Strom kostet? Nicht das du nen Schrecken bekommst. Das sind locker 40 € im Monat.

Diese Aquriumleuchten hatt ich auch gesehen. Allerdings spiele ich mit dem Gedanken mit eine 150 Watt MH/NDL zuzulegen. Es gibt nun auch endlich EVG´s mit 150 Watt.
 

Django

Jalapenogenießer
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Na die kleinen wachsen auch echt 1A mit den Lampen und es kostet bei 12h Beleuchtungsdauer täglich "nur" ca. 10 EUR im Monat. Insgesamt sind es 38000 Lumen.:cool: Ich hab mir aber jetzt noch ein gebrauchtes Luxmeter geleistet und will mal schauen ob ich über Mittag genug Sonnenlicht habe um derweil die Lampen für ein paar Stunden auszuschalten. Man muss ja auch an die Umwelt denken.:angel:
 

Bowmore

Dauerscharfesser
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Ich hab da mal zwei fragen zu dem Thema

1) Wie sieht es mit mit 880 Leuchtstoffröhren aus? Laut http://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtstofflampe#Lichtfarbe strahlen die ja "Blaues Licht, das einem wolkenlosen Himmel entspricht." aus. Sollte das nich noch besser/nützlicher für die Pflanzen sein oder oder ist das aus irgend einem Grund eine Milchmädchenrechnung? Hat vieleicht schon jemand Erfahrungen damit gemacht oder kann sogar biologische/physikalische Erläuterungen dazu einbringen?

2) Was bedeutet der Ra-Wert; Also bei 765, 865 und 965 die jeweils erste Ziffer? Ich habe gelesen Farbwiedergabe. Bedeutet das, das eine 980 (bei gleichem Lichtstrom) für Pflanzen optimal wäre, oder bezieht sich das nur auf die Farbwiedergabe für den Betrachter? Ich habe in Physik bestimmt geschlafen, als das Thema besprochen wurde. :angel:
 

Django

Jalapenogenießer
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Also ich versuche das mal in aller Kürze.
7XX Röhren = veraltete Technik mit schlechter Lichtausbeute
8XX Röhren = Dreibanden-Röhren (blaue, grüne und gelbrote Bande), je grösser XX, desto mehr Blauanteil im Licht
9XX Röhren = Fünfbanden-Röhren, haben also ein ausgewogeneres Farbspektrum (mehr Banden im Lichtspektrum), aber (noch) nicht ganz eine so hohe Lichtausbeute wie die Dreibanden-Röhren.

Deswegen empfehlen sich 865 = Dreiband-Röhren mit 6500 Kelvin Farbtemperatur

8800 Kelvin entspricht einem sehr hohen Blauanteil, Pflanzen benötigen aber auch die anderen "Farben" für ein optimales Wachstum. Die Pflanzen werden damit auch wachsen, nur nicht ganz so gut wie mit 6500 Kelvin.
Ich habe mal eine Woche lang mit 10000 Kelvin beleuchtet und das Wachstum war im Vergleich zu 6500 K sichtbar langsamer.

Hier noch ein sehr empfehlenswerter Link: http://www.hereinspaziert.de/Sehlicht_2009/Ergebnisse.htm
 

Bowmore

Dauerscharfesser
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Django schrieb:
9XX Röhren = Fünfbanden-Röhren, haben also ein ausgewogeneres Farbspektrum (mehr Banden im Lichtspektrum), aber (noch) nicht ganz eine so hohe Lichtausbeute wie die Dreibanden-Röhren.

Erstmal danke für die Antwort, aber ich verstehe immer noch nicht ganz was das Praktisch bedeutet. Ich fasse mal zusammen was ich verstanden habe:

965 wäre Optimal, aber im moment ist 865 noch Energieeffizienter. 980 (8000k) oder sogar 10000k (Sonne) haben die falschen Farben und 6500 K bekommen der Pflanze besser. Also wachsen Chilipflanzen, den richtigen Lichtstrom vorausgesetzt, mit einer künstlichen 6500k Lichtquelle besser als in freier Natur in einem völlig wolkenfreien Sommer.
 

Django

Jalapenogenießer
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Ja und nein.
Im Sonnenlicht wachsen die Pflanzen ganz bestimmt besser als unter Kunstlicht, da die Sonne ein recht gleichmässiges Farbspektrum abstrahlt, während Leuchtstoffröhren einige Bereiche des sichtbaren Lichts nicht so gut bedienen können. Weiterhin ist es auch wichtig, dass die Pflanzen viel Licht (siehe Post #1) bekommen um zu gedeiehen. Unter Kunstlicht kann man auch sehr beachtliche Ergebnisse erzielen, Beweise gibt es ja hier im Forum genügend.

Die Sonne hat eine Farbtemperatur von rund 5500 °Kelvin. Aus diesem Grund kommen 840 (4000°K) und 865 (6500°K) am nächsten an das Sonnenlicht. Noch näher dran sind 940 bzw. 965, da diese Röhren das ganze Farbspektrum besser abdecken. Einzig weil diese Röhren einen geringeren Lichtstrom haben, sind sie den 8XX Röhren ein wenig unterlegen. Prinzipiell wären sie aber die bessere Wahl, wenn man genügend davon betreibt. Das ist natürlich wiederum mit höheren Kosten bei Anschaffung und Betrieb verbunden.
Viele hier im Forum verwenden aus diesen Gründen 865 und dies scheint nicht nur theoretisch sondern auch praktisch die derzeit beste Wahl bei Leuchtstoffröhren zu sein.
 

JOberst

Chiligrünschnabel
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Django schrieb:
Ja und nein.
Im Sonnenlicht wachsen die Pflanzen ganz bestimmt besser als unter Kunstlicht, da die Sonne ein recht gleichmässiges Farbspektrum abstrahlt, während Leuchtstoffröhren einige Bereiche des sichtbaren Lichts nicht so gut bedienen können.

Schaut man mal bei den Hanfbauern (die ja in Sachen Kunstlicht gezwungenermaßen ein paar Level weiter sind) ist das so nicht unbedingt korrekt. Eben weil Pfalnzen viel Licht brauchen, und draußen ist es nun mal wenigstens ab und an bewölkt. Weiterhin kann man Indoor viel genauer die Temperatur und andere wichtige Werte kontrollieren. Aber es muss natürlich das richtige Licht sein.
Bei Hanf ist inzwischen wohl die HCI-Lampe im kommen, die sowohl "gutes" Licht ausstrahlt, als auch günstig in der Anschaffung und im Unterhalt ist, weil bereits 70W einer 300W NDL entsprechen. Außerdem ist die Tiefenwirkung enorm (nicht vergleichbar mit LSR) und die Hitzeentwicklung nicht annähernd so stark wie bei NDL, weshalb die Pflanzen viel näher an die Lampe wachsen können.

Ob sich Kunstlicht für ein paar Chilis überhaupt lohnt, deren Schwarzmarktpreis nicht unbedingt dem von Cannabis ähnelt, ist eine andere Frage ...
 

Manfet

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Mit den 70W HCI-T kann man aber durchaus auch Chilis verbrennen. Machen allerdings sonst nen schönes Licht. Man sollte sie nur mind. eine Stunde auslassen bevor man sie wieder anmacht. Das ist ja aber bei unserer Anwedung kein Problem. Deswegen schafft bei mir auch im Moment eine 35W Variante.
 

JOberst

Chiligrünschnabel
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Manfet schrieb:
Mit den 70W HCI-T kann man aber durchaus auch Chilis verbrennen. Machen allerdings sonst nen schönes Licht. Man sollte sie nur mind. eine Stunde auslassen bevor man sie wieder anmacht. Das ist ja aber bei unserer Anwedung kein Problem. Deswegen schafft bei mir auch im Moment eine 35W Variante.

Darf ich fragen für welche Fläche? Ich liebäugle nämlich auch mit der Anschaffung, habe allerdings nicht gerade viel Platz.
 

Django

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Bei Chilis ist der dauerhafte Anbau im Grow-Schrank wohl eher die Ausnahme, ganz im Gegensatz zu den Hanf-Leuten. Die LSR werden hier überwiegend für die Aufzucht verwendet und sind dafür auch sehr gut geeignet. Eine HCI... /NDL ist aber wohl für den Indoor-Anbau mit das Beste was man machen kann. Habe aber diesbezüglich keine praktischen Erfahrungen.
Chili-Anbau lohnt sich sowieso eher nicht, wenn man nur die finanzielle Komponente betrachtet. Für mich ist es ein schönes Hobby und da ist man ja gerne mal bereit etwas für springen zu lassen.:whistling:
 

Manfet

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@JOberst Die 35W Lampe ist in einer Kartonkiste mit den Aussenmaßen 36*36*62 cm. Sie ist innnen komplett mit Alufolie verkleidet und hat vorne einen 6mm Spalt zur Belüftung. Die Temperatur innen drin beträgt bei den Pflanzen so 24°C und eine Pflanze hat 10cm Abstand zur Lampe. Der darf aber glaub nicht viel kleiner werden.

@Django Ich hab die Lampe auch nur genommen weil ich diese nicht viel teurer als 2*18 W 865er bekommen habe und diese kann ich nach meiner Meinung mal eher später als Zimmerbeleuchtung einsetzen als die LSR.
 

Doomsday

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Schnobster schrieb:
Tipps zur benutzung von Hochdruckdampflampen:

-Abstand zu den Pflanzen: mindestens 1 cm pro Watt
-In einer Growbox eventuell Cooltube verwenden
-Hochwertige Reflektoren erhöhen die größe der ausleuchtbaren Fläche und
Guter Post zum Thema, aber ich denke eher, dass es 1mm/w ist, sonst müsste ich ja eine 400er 4 Meter enfernt platzieren ;)
 

Schnobster

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Doomsday schrieb:
Schnobster schrieb:
Tipps zur benutzung von Hochdruckdampflampen:

-Abstand zu den Pflanzen: mindestens 1 cm pro Watt
-In einer Growbox eventuell Cooltube verwenden
-Hochwertige Reflektoren erhöhen die größe der ausleuchtbaren Fläche und
Guter Post zum Thema, aber ich denke eher, dass es 1mm/w ist, sonst müsste ich ja eine 400er 4 Meter enfernt platzieren ;)

Huppa,

da hast du natürlich recht! Werd das mal korrigieren :D
 

Doomsday

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Ich möchte mich der Vollständigkeit halber mal selbst zum Thema 880er LSR zitieren:
Doomsday schrieb:
880er sorgen aufgrund der fehlenden Rotanteile für einen sehr gedrungenen Wuchs,
die Pflanzen bleiben niedrig, gehen dafür aber umso mehr in die Breite.
Wenn die Leuchten etwa 5cm von den Pflanzen entfernt sind, sieht man praktisch kein Höhenwachstum, dafür schießen die Blätter und Triebe aus jeder Blattachsel. Das ist für Stecklingszuchten durchaus von Vorteil, da Chilis aber überwiegend aus Samen gezogen werden, nicht ausschlaggebend.

880er haben jedoch einen im Vergleich zur 865er niedrigeren Lichtstrom: Bei der 865er auf 120cm sind es 3250 Lumen, während es bei der 880er nur 2950 Lumen sind. Der Vergleich hinkt aber auch etwas, da die Einheit Lumen subjektiv das menschliche Sehen mit einbezieht.

Subjektiv kann ich jedoch sagen, dass man die 880er ruhig verwenden kann, ich denke mal, dass die meisten hier ihr Kunstlicht nur für die Anzucht verwenden und die Chilies dann rausstellen, von daher kann es auch von Vorteil sein, anfangs kleinere, verzweigtere Pflanzen in den Garten zu stellen. Die werden sich ja eh noch Strecken und so haben die unter 880 vorgezogenen Chilies (im Vergleich zu 865), auf gleicher Höhe mehr Seitentreibe und wachsen buschiger und evtl so auch ertragreicher ;)
Wenn man unbedingt will, kann man die Pflanzen auch mit 880er "hochbekommen" dafür muss die Lampe halt weiter weg, ist aber Licht-/Geldverschwendung, da von den 'schwächeren' 880er ohnehin weniger ankommt.
 

Bowmore

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Ich habe 2 neue und 1 gebrauchte "Osram Quecksilberdampflampe HQL-R 80W DELUXE" geschenkt bekommen. Der ehemalige Eigentümer meiner neuen Wohnung hatte damit einen Elefantenfuß beleuchtet und meinte es funktioniert ganz gut. Mehr konnte er dazu aber auch nicht sagen.
Was kann ich denn mit denen anfangen und was muss ich beachten? Im Internet finde ich nur die Information, dass sie wohl aus der Aquaristik stammen und für die Blütephase von Canabis nicht geeignet sind. :rolleyes:
 

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