Bilder Schadhafter Pflanzen

Bei mir hängen die Blätter abends wie verwelkter Salat

Entweder stimmt was mit den Wurzeln nicht oder du gießt zu wenig für das Wetter zur Zeit, da kannst du ruhig ordentlich Gießen da das bis abends eh wieder trocken sein wird. Falls letzteres nicht zutrifft schaue dir die Wurzeln genau an und Stelle die Pflanzen eher Schattig bis sie mit dem Wetter besser klar kommen.
 
Aber er schrieb doch, dass er schon Läuse gefunden hat. Nur nicht an allen Pflanzen. Die Mistviecher kann man manchmal nur sehr schwer entdecken, wenn es noch nicht die totale Plage ist. Es reicht ja schon 1-2 Läuse in den jungen Trieben zu haben, um verkrüppelte Blätter entstehen zu lassen. Und später sind die längst abgewandert oder sind halt "erwischt" worden. Für mich ist das immer noch die plausibelste Erklärung. Ich habe auch oft nicht unmittelbar welche gefunden, ein paar Tage später dann schon ...
 
Schlaffe Blätter kommen aber nicht von Läusen sondern schlechtem Wasserhaushalt.
 
Ich glaube, da gehen 2 verschiedene Postings durcheinander. Das, was Du @HenryTheMoose in #417 an Bildern gepostet hast, sind ja keine wg. Wassermangel schlaffe Blätter. Das würde ich eindeutig Läusen zuordnen, da es VERKRÜPPELTE Blätter sind. @imuvrini schrieb was von welken Blättern - da habe ich auch nicht aufgepasst und einfach unter @torky s Posting druntergeschrieben. Der Knoblauchsud hilft bei mir zur Zeit leider nur beschränkt, weil ich Durchschnittstemperaturen weit über 30 Grad habe, bis zu knapp 40 Grad max. Da verdampft der Sud zu schnell. Du brauchst da mehrere Behandlungen hintereinander - also täglich. Ob Du die Mistviecher ganz los wirst ist immer noch fraglich. Nach einer Sudbehandlung habe ich zwar am nächsten Tag deutlich weniger Läuse, aber eben nicht KEINE. Einige überleben immer. Ich habe jetzt mal Marienkäferlarven bestellt, ich hoffe nur, dass die aufgrund der Temperaturen nicht gleich eingehen - so wie vor ca. 1 Monat meine Florfliegenlarven und Nematoden. Wobei Marienkäferlarven ja angeblich etwas hitzeresistenter sind. Aber ob die knapp 40 Grad vertragen wird sich zeigen ...

Knoblauchsud hilft am besten bei Temperaturen bis ca. 28 Grad meiner Erfahrung nach und dann halt auch nur, wenn es nicht schon vor Läusen wimmelt. Aber einen Befall mit ca. 10 sichtbaren Läusen pro Tag habe ich vor ca. 2 Wochen restlos vor der Hitzewelle ausgerottet. Jetzt ist es heiss und ich hatte tlw. an einer anderen Pflanze morgens und abends mindestens 30-40 Läuse gefunden und ich bin vollauf beschäftigt damit. Das heisst ja auch immer: wenn man 30-40 findet, sind bestimmt noch mal 10-20 an einer größeren Pflanze dem Daumen entgangen, weil irgendwo gut versteckt.
 
Ich hab auf meinen ca 40 Pflanzen eigentlich nur ein paar Läuse finden können. Aber ich werds heute nochmal genauer anschauen.
Leider bin ich praktisch blutiger Anfänger, daher bin ich mir nie so wirklich sicher was ich da eigentlich mach...
 
Ein paar reicht völlig. Du kannst wetten, dass da noch einige mehr sind. Die meisten Läuse findest Du (meistens) ganz oben in den jungen Triebspitzen oder auch in den Triebspitzen der Seitentriebe. Allerdings sind eben auch manche ganz unten unter den Blättern, auf dem Stamm, in den Blattachseln und sonst wo. Aber anzahlmässig über 90% finde ich eben meist auf ganz jungen Blättern in den Trieben und da gerne auch eine Versammlung von vielen auf einem einzigen kleinen Blatt. Und gerade da kommt man oft mit dem Daumen nicht optimal hin, wenn man nicht den Trieb selber beschädigen will. Dafür kann man diese Triebe sehr gut mit Knoblauchsud einsprühen. Aber alles, was Du an Läusen siehst und gut hinkommst, solltest Du auch sicherheitshalber "erdaumen". Dann mit dem Sud möglichst alle Blätter, Triebe und Stengel von oben und unten einsprühen, so dass es tropft.
 
Ich behaupte mal Stickstoffmangel, würde aber diese These gerne bestätigt haben ;-)

Ich habe ein paar Experimente mit Unterschiedlichen Materialien am laufen.
Unter anderem der Mulchversuch mit Pinienrinde mit Unterschiedlichen Kaffeezusätzen zur Kompensierung des Stickstoffs, der beim Zersetzen von Rindenmulch entzogen wird.
Diese Pflanze hat keinen Kaffeezusatz bekommen, alle anderen Pflanzen - die mit Pinie und Kaffee präpariert wurden - sehen gesund aus.

Ansonsten könnten noch in Frage kommen:
- Sonnenbrand: Von unten gegossen, die unteren Blätter aber durchaus öfter mit Wasser bespritzt.
- Überdüngung: alle 2 Tage allerdings mit geringer Konzentration.
- Xanthomonas campestris pv. vesicatoria


168118
 
Nein, das ist ganz sicher kein Stickstoffmangel und auch kein Sonnenbrand. Was ist denn das Substrat?
 
Wie sieht denn die ganze Pflanze (auch von oben, Foto) aus? Sieht erst mal eher nach ÜBER- statt Unterdüngung aus. Hat der Topf Löcher unten (Wasserablauf)? Wie wird gegossen? Nasse Füsse mögen die Pflanzen generell nicht. Rindenmulch würde ich nicht in Töpfe tun. Damit kannst Du Dir auch Sachen (Pilze usw.) einfangen und verrotten wird der in einer Saison sowieso nicht.
 
Pflanze ist eine Scotch Brain in 18L 80% TKS2, 20 Perlite. Steine als Mulchschicht gegen Verdunstung und Spritzer beim Gießen.
Düngen nur mit der (Placebo-) Dünung Brennesseljauche, etwa alle 2-3 Wochen (Dies hatte keinen sichtbaren Einfluss auf irgendeine Pflanze).
Die Pflanze ist mir mal umgeknickt, aber ich konnte sie aufrichten, hatte danach normales Wachstum bis etwa Mai.
Dann kamen diese braunen Blattränder und die Blätter fielen leicht ab (erstes Bild untere Blätter).
Hab alle Blätter abgemacht aber seit Juni kehrt es zurück, diesmal auch mit schwarzen Flecken auf anderen Blättern (zweites Bild, Sternrußtau?)

Die braunrandigen Blättern sind auch an anderen Pflanzen, aber nicht in dem Umfang und die Blätter kann man nicht ohne weiteres von den Ästen abtrennen.

Sind die braunen Blattränder normal, oder eine Folge von Sternrußtau?

169292

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Ja, aber bloß weil die nicht in EINER nicht-mykologischen Liste stehen, heißt das nicht, dass Sternrußtau (oder ein sehr nahestehender Pilz) nicht auf Capsicum vorkommen kann. Hier gibt's mehr dazu, erwähnt werden u.a. Gurken und Apfelbäume. Dass er nicht restlos auf Rosen beschränkt ist, ist mehrfach nachzulesen. Ebenso wie das Gegenteil. Ob das nun stimmt oder nicht - nahestehende Pilzarten sind immer möglich - ist aber für den deutschen Begriff "Sternrußtau" nicht wirklich relevant. Wenn man dagegen von "Diplocarpon rosae" spräche, wäre es relevant. Das Bild aus meinem obigen Link aus diesem Forum entspricht jedenfalls recht gut dem Schadbild "Sternrußtau". Und die Argumentation von @matze ist zumindest insoweit schlüssig:

Zitat: "
Die Krankheit kommt, wie der Name ja schon andeutet, sehr häufig an Rosen vor und wird daher eingeschleppt.
Bei mir persönlich war der Übertragungsweg von Rosen auf Banane zu Chilis. "

Also darf man davon ausgehen, dass er von seinen Rosen her den Pilz kennt. Ob es der dann 100%ig ist, liesse sich natürlich nur abschliessend mit dem Mikroskop klären. Aber ein Pilz ist auf dem gezeigten Bild mit deutlich über 90%iger Wahrscheinlichkeit, würde ich mir jetzt anhand des 3. Bildes zu sagen trauen. Könnte höchstens noch sein, dass es ein anderer, ähnlicher Schadpilz ist. Dass der Sternrußtau in aller Regel primär Rosen befällt, sagt nichts darüber aus, dass er bei entsprechenden Bedingungen - Gewächshaus, nasse bzw. sehr feuchte Umgebung bzw. Wetter - nicht auf andere Pflanzen übergeht. Wie auch immer, es wird ja auch oft unter einem Begriff manchmal so einiges zusammengeschmissen, was vielleicht wissenschaftlich gesehen nicht ganz korrekt ist, von den Auswirkungen her auf die Chillis aber so gut wie identisch. Ein anderes Beispiel sind Blattläuse, von denen es einige Arten gibt, die Chillis befallen. Und die werden in aller Regel nicht unterschieden, zumindest diejenigen, die Chillis befallen. Leider sind die Auswirkungen ziemlich gleich.

Wenn jemand mal so was wie in dem Link auf Capsicum (Chilli oder Paprika) findet, würde es mich interessieren. Ich könnte das dann mal mikroskopieren. Leider hat mein Brandenburger fast nichts über Diplocarpon - aber immerhin ein paar Mikrozeichnungen. Aber das Internet ist klasse, in US-Seiten findet man sogar einen Druck aus dem Jahr der Originalbeschreibung von Diplocarpon rosae. Der ist besser als mein teurer Wälzer zumindest für diese Gattung. Wobei über die anderen Diplocarpon-Arten sehr wenig zu finden ist, kleine parasitische Ascomyceten sowie Brand- und Rostpilze bearbeiten halt weltweit nur ein paar Handvoll Leute. Ich habe die bis auf 2 oder 3 Ausnahmen bislang auch immer verächtlich ignoriert. Insofern ist meine Literatur darüber auch etwas beschränkt. Aber immerhin habe ich jetzt ausreichend Material über Diplocarpon rosae.
 
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