Corona und die Folgen

Patrick83

Jolokiajunkie
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Quatschdenker-Massenphänomen muss man nicht akzeptieren
Muss man nicht, ich hatte ja nur darum gebeten. 😉

Wie gesagt, ich möchte hier nicht tiefer in die Thematik einsteigen, dafür ist das Thema viel zu groß und vielschichtig.
Das wäre was für nen lustig Bierabend, da macht das Spaß sich auszutauschen, aber bei meiner Tippgeschwindigkeit auf dem Smartphone wäre die Pandemie wahrscheinlich schon vorbei, bis wir fertig hätten.
Und meine Arbeit macht sich leider auch nicht von alleine, hab ich schon versucht. :)

In diesem Sinne, bleibts gesund und esst Chilis. ;)
 

Meralin

Gartenbuntspecht
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Ist das auch Verschwörungsgeschwubel?
Was ich an diesem Video schonmal spannend finde, ist :

Fällt euch auf, wie die Überschrift/Schlagzeile vom Inhalt divergiert? Die Überschrift suggeriert nämlich, dass die gesamten USA klammheimlich Boosterimfungen samt und sonders verboten haben.

Im Video heißt es dann jedoch, dass es verboten wurde, dass jemand 3 x Biontech erhält - auf Basis von Zahlenwahrscheinlichkeiten, die ein Wissenschaftler vorgelegt hat.

(Wann genau und wo das beschlossen wurde, sowie die Glaubwürdigkeit des dort angeführten Experten lasse ich völlig außen vor, da ich sie nicht recherchiert habe.)

Zudem verfügt das Video über keinerlei wirkliche Quellenangaben.

Alles in Allem ist es damit für mich erstmal ausgesprochen fragwürdig in seiner Verlässlichkeit als Informationsquelle. Jeder darf auf den gängigen Plattformen schließlich hochladen und teilen. Meist auch recht ungefiltert.

Moderatorin: Link zu Fakenews entfernt
 
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HatchChileFestival

Chilitarier
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Fällt euch auf, wie die Überschrift/Schlagzeile vom Inhalt divergiert? Die Überschrift suggeriert nämlich, dass die gesamten USA klammheimlich Boosterimfungen samt und sonders verboten haben.

Wenn ich so eine Schlagzeile lese, weiß ich schon, dass sich weiterlesen nicht lohnt. Aber ich habe mir trotzdem die Mühe gemacht, kurz in Wikipedia reinzugucken und den Faktencheck von AFP dazu auf der ersten Google-Seite gefunden. War ja klar.

Fellner steht gerade wg. sexueller Belästigung vor Gericht. Dazu noch so einiges.

Kleines Zitat aus Wikipedia:
Fellners Magazine arbeiten vor allem in der Covergestaltung sehr oft entweder mit Fotomontagen oder mit Bildern leicht bekleideter Frauen. Längere Fließtexte werden kaum angeboten, dafür eine Vielzahl an Hit-Listen, Grafiken und Tabellen. Obwohl die wenigen anderen Magazine in Österreich, die nicht zu Fellners Gruppe gehören, viele dieser Tendenzen selbst übernommen haben, wird eine solche Machart gerne als unseriös bezeichnet.

.....
Der Chefredakteur der Wiener Stadtzeitung Falter, Armin Thurnher, hat für die Beschreibung all dieser innovativen und umstrittenen Arbeitsweisen den Begriff „Fellnerismus“ geprägt, der seitdem von Kritikern gerne zur Beschreibung von unseriösem Journalismus und der Kommerzialisierung von Medieninhalten verwendet wird.

Wer will, kann auf Wikipedia und anderen Seiten noch mehr über den Typen lesen. Also ein höchst vertrauenswürdiges Exemplar. Aber diesen Leuten schenkt man mehr Glauben als anerkannten Wissenschaftlern. *kopfschüttel*


P.S.: Komme gerade von meiner 3. Pfizer/Biontech-Impfung.
 

timmey

Chiliaddict
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Apropos: https://faktencheck.afp.com/http%3A%2F%2Fdoc.afp.com%2F9PR2VH-1

Das ist das Problem mit den Weisheiten aus dem Internet, oben gut zusammengefasst und der Teil lässt sich sogar im Gegensatz zu Fellner nachprüfen!
Ist auch nicht wirklich schwer auf Google zu finden... "fda booster vaccination", aber kann, man ja mal vergessen vor dem nachblöööken wie ein Schlafschaf.
 

AndiAmarillo

Habanerolecker
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Chiliproject

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Fakenews auf der Seite, fakenews auf der anderen Seite. Durch die digitale Kommunikation gibt es einfach zu viele Infos, Meinungen....
Ich verstehe das viele Menschen verunsichert sind. Wenn man Corona aber nicht komplett leugnet, verstehe ich nicht wieso man nicht zu den Experten hingeht und sich beraten lässt.
Also bei Verunsicherung über die Impfung ab zum Hausarzt, der kennt auch eure Vorerkrankungen usw.
Man kann alle seine Bedenken vortragen und sollte eine medizinische fachliche Meinung bekommen. Und das alle Allgemeinmediziner von (wenn auch immer) gekauft sind glaube ich nicht!

Seit freundliche zueinander und akzeptiert andere Meinungen ( auf beiden Seiten)
Und bleibt gesund!
 

Maja

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Insofern wird es keine absolute Sicherheit bei nur Geimpften geben, aber bei 80 Mio. Menschen in D sinkt die Überlastung der Klinken um grobgeschätzt den Faktor 10.

Und damit hat auch wieder der Auto-, Arbeits- oder sonstige Unfall und der Herzinfarkt eine Chance, zeitnah und schnell versorgt zu werden. Genauso wie der Krebskranke, der jetzt auf die lange Bank geschoben werden muss und deshalb ggf. stirbt.

Überlastete Kliniken sind insbesondere darauf zurückzuführen, dass diese seit mindestens 20 Jahren unter knallharten wirtschaftlichen Zwängen zu führen sind. Gleiches gilt für die Pflege allgemein. Das Personal läuft davon, weil die Arbeitsumstände unerträglich werden.

Hier zeigt Corona insbesondere die gravierenden Fehler des Systems.

Klar, blöd für diejenigen, die jetzt warum auch immer medizinische Hilfe dringendst benötigen. Aber die "Schuld" an dieser Situation nur an Corona festzumachen, ist mehr als blauäugig. An dieser Stelle hat die Politik jahrelang versagt - und das fliegt uns nun um die Ohren.

Dann boostern wir mit einem Impfstoff gegen den Urtyp des Virus. Und das, obwohl ein angepasster Impfstoff gegen die nunmehr dominierende Deltavariante vorliegt, eine Zulassung jedoch nicht beantragt wird. Weil das Geschäft gerade so gut läuft???

Ich werfe der Politik Corona-Untätigkeit vor. Was hat sich denn im Vergleich zu Herbst/Winter 2020 an der jetzigen Situation geändert - abgesehen von den Impfzahlen? Wie hat sich denn die Politik auf den Herbst vorbereitet? In welchen Klassenzimmern sind denn die vielgepriesenen Luftfilter während der Sommerferien installiert worden? Wo sind denn die Schnelltests, die nun so dringend benötigt werden? Wo sind wirklich wirksame Konzepte?

Mir scheint, die Politiker haben erneut den Sommer verschlafen in der Hoffnung, es wird schon nicht so schlimm werden. Dann wurden kurz vor der Wahl noch völlig unsinnige 2G-Lockerungen verkündet und Schuld an der ganzen Misere sollen nun die Ungeimpften sein? Das sehe ich anders.

Noch kurz zu den Covidpatienten in unserem Kreiskrankenhaus: Gestern war ein Bericht in der Zeitung, wonach bei 1/3 der Krankenhauseinweisungen Impfdurchbrüche vorliegen. 17 Patienten werden auf Normalstation mit Sauerstoff behandelt. Davon sind 10 ungeimpft. Hinsichtlich der Patienten auf Intensivstation wurden keine konkreten Zahlen genannt, nur dass der jüngste Patient 62 Jahre alt sei, "einige davon" geimpft wären und alle Vorerkrankungen hätten.

Was also hat sich, abgesehen vom lukrativen Geschäft mit den Impfungen, an der Situation geändert?
 
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baum89

Jolokiajunkie
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@Maja Die Antwort, was sich durch die Impfung ändert, ist schnell formuliert:

Zitat RKI: "Die Wahrscheinlichkeit, schwer an COVID-19 zu erkranken, ist bei den vollständig gegen COVID-19 geimpften Personen um etwa 90% geringer als bei den nicht geimpften Personen. "

Quelle: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/FAQ_Liste_Wirksamkeit.html

Einfaches Beispiel: Wenn wir in der Lage wären 100% der Menschen zu impfen, wären irgendwann alle Corona-Patienten in den Klinken geimpft.

Das ist einfache Mathematik...zumindest diese sollte man respektieren...
 

Maja

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Mir geht es nicht um die Frage, was sich durch die Impfung ändert. Mir geht es um die Frage, was sich an der aktuellen Situation - trotz Impfung - geändert hat.
 

Mathilda

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@Maja Vieles von deinem Post ist absolut nachvollziehbar und schlüssig.

Ich denke nur die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Ja, die Lage der Krankenhäuser war schon länger schlecht. Ja, die Bedingungen in der Pflege werden immer unerträglicher. Ja, die Politik hat an vielen Stellen versäumt aufzurüsten. Und nein, die Ungeimpften sind nicht allein Schuld an der Misere. Aber hochansteckend sein und sich leicht infizieren können trägt zur Situation bei. Genauso tragen Leute dazu bei - völlig wurscht ob geimpft oder nicht - die sich im dichtesten Menschengetümmel herumtreiben.

Die Faktoren, die zu der aktuellen Lage geführt haben, sind vielfältig. Den Schwarzen Peter einem einzelnen davon zuzuschreiben, wäre falsch.

Was mir aber gerade viel mehr Angst macht als die Pandemie, ist die sich immer weiter verhärtende Spaltung der Gesellschaft. Egal ob das Thema dabei nun Politik, Nachhaltigkeit, Essensgewohnheiten, Autos oder eben die Impfung ist. Die Menschen verlieren ihre Worte und reden nicht mehr miteinander. Sich auf Kompromisse und Burgfrieden zu verständigen gehört mindestens gefühlt der Vergangenheit an. Es gibt nur noch völlig konträre Richtungen und Meinungen. Anstatt, dass man redet, wird geschimpft. Ich sehe das auch in meinem nähesten Umfeld und ich kann es nicht mehr ertragen.
Was heißt das jetzt für das Streitthema Impfung? Es sind doch alle Argumente ausgetauscht. Wen will man denn noch überzeugen? Meine Schwägerin schickte mir neulich ein Bild dubioser Quelle. Da war zu lesen, dass die gängigen Impfstoffe am soundsovielten europaweit verboten werden. Darunter ein halber Link. Nicht anklickbar, war ja ein Bild. Meine erste Reaktion: "Gnihi, das schick ich ihr einen Tag nach dem angegebenen Stichtag wieder zu.". Dann zwei Tage später denk ich mir "Nö. Wieso auch. Damit wird auch nichts anders, geschweige denn besser.".

Okay, ich merke gerade das wird unstrukturiert. Deshalb höre ich hier mal auf. Ich würde mir einfach wünschen, dass Menschen wieder nachsichtiger miteinander werden.
 

baum89

Jolokiajunkie
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Ich werde mich aus diesem Thema fortan rausnehmen.

Hoffen wir einfach, dass sich die Situation in 2022 wieder aufhellt und wir wieder Schritt für Schritt unser Leben mit sozialen Kontakten, ohne Angst und Beschränkungen, zurückgewinnen.
 

Gigglebug

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@Patrick83 Misstrauen in die Wissenschaft zu propagieren und für angebracht zu halten finde ich an deinen Posts vor allem das Bedenkliche. Ich bin Wissenschaftler und auf meinem Gebiet sowas wie ein Experte (je nun). Das ist mein Job und dafür wurde ich ausgebildet. Im Gegensatz zu anderen die das nicht wurden.

Man kann sich überlegen ob man jedem Menschen vertrauen will. Ja das ist korrekt. Und man kann auch fragen wer die Wissenschaftler jeweils beauftragt. Nestlé-Wissenschaftlern zu Nestlé-Produkten würde ich auch mit Vorsicht begegnen.

Aber zu sagen dass man Wissenschaftlern, die auf ihrem Gebiet Experten sind, misstrauen soll ist falsch!

Je komplexer unsere Welt und unsere Erkenntnisse werden umso mehr ist die Welt eben arbeitsteilig. Es kann eben nicht mehr jeder alles. Das heißt man muss sich grundsätzlich eben darauf verlassen dass jeder seinen Teil macht. In der Wissenschaft eben die Wissenschaftler. Wir sind doch keine komische Spezies deren erklärtes Ziel es ist die gewöhnlichen Menschen mittels bewusster Weitergabe von unwahren oder teilweise falschen Informationen klein zu halten.

Dass innerhalb der Forschung sich Meinungen ändern ist ganz normal. Es ist ein Ausdruck seriöser Arbeit. Denn je mehr Daten es gibt umso genauer kann man daraus Erkenntnis ableiten. Und es kommt eben vor, dass man erkennt dass eine These die man hatte so nicht haltbar ist. Dann ist es eben so dass eine Publikation heraus gegeben wird die eine bestehende Lehrmeinung negiert und dies auch begründet. Das ist ein ganz normaler Vorgang.

Wie gesagt nachzulesen wer da wen bezahlt und beauftragt ist legitim. Auch ist es legitim zu schauen was andere Wissenschaftler zum Thema sagen und nicht blind auf einen zu hören.

Aber grundsätzlich gehen wir doch auch davon aus dass unser Bäcker das Brot richtig backt und die Wurst vom Metzger genießbar ist. Genauso sollte es erstmal normal sein anzunehmen dass auch ein Wissenschaftler seine Arbeit vernünftig erledigt.

Bei den ersten beiden Fällen kann man natürlich Fehler ggf leichter identifizieren. Wenn die Wurst gammelig schmeckt oder Schimmel auf dem Brot ist sieht man ja dass es ein Problem gibt. Aber es nimmt ja jetzt auch keiner an dass der Metzger in der Rindersalami Pferdefleisch verarbeitet oder hält es für normal eine solche Skepsis grundsätzlich an den Tag zu legen oder?
 
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