Kurze Frage – kurze Antwort

  • Ersteller Ersteller Gelöschtes Mitglied 7425
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Aber eines musst Du mir mal erklären: wie kommen SCHNECKEN bei Dir in den Innenraumanbau? Ich hatte in vielen Jahren noch keine einzige Schnecke innen. Da läuft was gewaltig schief bei Dir. Du verwendest offensichtlich dann Alterde von draussen für die Sämlinge? Oder ganz miese Erde irgendwoher? Denn Schneckeneier sind noch nicht mal in der miesesten Erde gewesen, die ich jemals getestet habe (so ein absolutes Billigzeug von Obi).
Naja, ich hatte Anzuchterde gekauft. Und da waren Schneckeneier drin. Und die Schneckenwinzlinge sind geschlüpft und haben die Chilisämlinge einfach aufgefressen. Welche Erde von wo das war, weiß ich natürlich nicht mehr, aber es war definitiv neu gekaufte Anzuchterde. Muß entweder vom Baumarkt oder vom Dehner gewesen sein. Daher gehe ich jetzt einfach auf Nummer sicher. Und wie schon gesagt, ich möchte auch nicht missionieren, sondern berichte einfach nur, was bei mir gut funktioniert.
Damals habe ich diese unsäglichen Presstöpfe mit Anzuchterde befüllt und darin die Samen einzeln versenkt. Aquarium hatte ich damals schon. Die schrecklichen Presstöpfe standen dann direkt in den Samlars wegen Vermeidung von Staunässe. Erst hier im Forum habe ich gelernt, dass diese Presstöpfe absolute kacke sind und hab das selber ja auch noch durch eigene Beobachtungen nebst Bildern untermauert.
Naja, und noch eine Kleinigkeit hatte ich damals nicht gewußt: Dass man zwischen Aussäen und Umtopfen in den Endtopf zwischendurch zweimal umtopft ...
 
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Welche Erde von wo das war, weiß ich natürlich nicht mehr, aber es war definitiv neu gekaufte Anzuchterde. Muß entweder vom Baumarkt oder vom Dehner gewesen sein.
Das sollte man sich immer aufschreiben. Denn wenn die Erde besonders schlecht oder gut war, weiß man das dann in Zukunft. Ich kann bloß empfehlen, mal einen Sack TKS1 zu kaufen. TKS2 geht auch, aber für sehr empfindliche Pflanzen ist es u.U. zu stark gedüngt. Bei meinen Versuchen hat es zu 90% geklappt, TKS1 war aber doch besser.
Damals habe ich diese unsäglichen Presstöpfe mit Anzuchterde befüllt und darin die Samen einzeln versenkt...... Die schrecklichen Presstöpfe standen dann direkt in den Samlars wegen Vermeidung von Staunässe. Erst hier im Forum habe ich gelernt, dass diese Presstöpfe absolute kacke sind und hab das selber ja auch noch durch eigene Beobachtungen nebst Bildern untermauert.
Jo, die sind rausgeschmissenes Geld und auch noch schädlich.
Naja, und noch eine Kleinigkeit hatte ich damals nicht gewußt: Dass man zwischen Aussäen und Umtopfen in den Endtopf zwischendurch zweimal umtopft ...
Naja, das ist aber wiederum nur deshalb so, weil viele Leute Platz sparen müssen (vor allem innen, bevor es nach draussen geht). Dagegen wachsen die Pflanzen schneller, wenn man bloß einmal umtopft. Das geht natürlich dann nicht, wenn man den Platz nicht hat. Ich baue z.B. inzwischen in etwas größeren Töpfen die Sämlinge an, die bei mir bis Ende Februar/Mitte März da drin bleiben. Wg. meiner speziellen Anbausituation können die dann schon raus (praktisch ein Gewächshaus). Da ist es natürlich vorteilhaft, wenn man nicht mehrfach umtopft. Denn jedes Umtopfen bremst die Pflanze im Wachstum i.d.R. ~2 Wochen aus. Wenn man es vom Platz und der Zeit her schafft, ist möglichst weniges Umtopfen schon sehr vorteilhaft.

P.S.: Wenn man aber recht kleine Pflanzen früh in den Endtopf setzt, ist natürlich etwas mehr Erfahrung mit gutem Wasser-/Feuchtigkeitsmanagement nötig. Denn einen großen Topf mit kleiner Pflanze zu übergiessen führt schnell zum Tod (und zu jeder Menge TM).
 
Nur damit ich auch mal was gesagt hab:
Ich empfehle gedämpfte Erde (wird mit Wasserdampf behandelt)
Kein! Ungeziefer und Kein! Unkraut; im besten Fall noch mit Ton oder Ähnlichem versetzt bzgl Wasserauf/abgabe
Ist zwar ein bisschen teurer, aber es loht sich mMn
 
Naja, das ist aber wiederum nur deshalb so, weil viele Leute Platz sparen müssen (vor allem innen, bevor es nach draussen geht). Dagegen wachsen die Pflanzen schneller, wenn man bloß einmal umtopft. Das geht natürlich dann nicht, wenn man den Platz nicht hat. Ich baue z.B. inzwischen in etwas größeren Töpfen die Sämlinge an, die bei mir bis Ende Februar/Mitte März da drin bleiben. Wg. meiner speziellen Anbausituation können die dann schon raus (praktisch ein Gewächshaus). Da ist es natürlich vorteilhaft, wenn man nicht mehrfach umtopft. Denn jedes Umtopfen bremst die Pflanze im Wachstum i.d.R. ~2 Wochen aus. Wenn man es vom Platz und der Zeit her schafft, ist möglichst weniges
Ich finde nun zweimal Umtopfen im Drinnen gut. Wenn die Sämlinge groß genug sind, kommen sie in 9x9 und wenn die durchwurzelt sind, in 13x13. Nach den Eisheiligen geht es dann in die Endtöpfe draußen. Das hat letztes Jahr prima geklappt. Aber ich beschränke mich auch auf die 36 Pflänzchen, bin ja "Kleingärtner" und da reicht der Platz auf dem Schreibtisch und am Fenster gerade mal so eben.
 
Ich habe gerade einen Artikel darüber gelesen, wie die Temperatur während der Keimung den Verlauf der gesamten weiteren Entwicklung von Pflanzen beeinflussen kann.
( https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/znb-1957-8-914/pdf#:~:text=Es zeigte sich, daß die,Blüten und der Wurzeln nachgewiesen. )

Wisst Ihr von ähnlichen Untersuchungen betreffend Chilis?
Nein, aber das ist schon krass, wenn man es für andere Pflanzen (was ja logisch wäre) überträgt. Ich glaube, da muß noch viel geforscht werden, was wir ja mit unseren wenigen Pflanzen niemals könnten. Für "den Hausgebrauch" würde ich mich aber erstmal nicht von solchen Studien verwirren lassen, weil wir ja noch viel mehr und schlimmere Fehlerquellen in petto haben. ;-) Also z.B. zu lange in einem zu kleinen Topf ist IMHO schlimmer. Aber das ist jetzt nur meine persönliche Meinung, und die ist mitnichten durch irgendeine Forschung untermauert.
 
In meinem vertikalen Garten ist ein kleines Reservoir mit ca 5l Volumen und einer Pumpe. Gegossen wird mit destilliertem Wasser (Farne und Flüssigbeton aus der Leitung, Regenwasser ist leider keine Option) in das ich - nach Bauchgefühl - bisschen Dünger reinknalle. Da ich keine Ahnung habe, ob sich die Nährstoffe im Vlies absetzen, die Pflanzen (sehen aktuell noch i.O aus, aber der Sommer kommt) genug bekommen oder sonst wie, würde ich das ganz gerne grob überwachen. Hab damit aber keine Erfahrung.
Wie ermittel ich in meinem Wasser den "Dünger-/Nährstoffgehalt" am einfachsten?
 
Da kannst du ein preiswertes EC Messgerät nehmen.
Sowas zum Beispiel. Ein Ph Messgerät würde auch Sinn machen. Da die Nährstoff Aufnahme auch vom Ph Wert abhängig ist. Das kostet auch so um den Dreh.
Schönen Gruß
Thorsten
 
Alte Erde von den Töpfen ohne davor zu erhitzen als Anzuchterde verwenden?
Ja oder nein? Bei nein würde ich mich interessieren warum nicht. Danke schonmal für die Antworten.
Gruß Korbi
 
Wenn die Erde Outdoor genutzt wurde würde ich auf jeden Fall davon absehen weil du mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwelche Schädlinge reinholst.
Ja ist die Erde vom letzten Jahr. Hab von allen Töpfen die Erde zusammengeschüttet und vermischt. Die steht jetzt seit ca Mitte Oktober in der Garage und hab mir gedacht die könnte ich vielleicht für die Anzucht verwenden da diese nicht mehr so viele Nährstoffe haben sollte. Aber dann werde ich lieber doch auf Anzuchterde zurück greifen und die andere Erde aufbereiten und dannerst beim 1. Umtopfen verwenden.

Danke
 
Und ich würde sagen, wenn Du die Erde ein, zwei Stunden im Backofen brätst (schön heiß, >150°), gibt es keinen Grund, sie nicht fürs erste Umtopfen zu verwenden. Aber für diesen Tipp werde ich ja regelmäßig virtuell gesteinigt. 3Meter Bratschlauch, der dafür echt prima ist, kostet beim dm 1,45. Bratschlauch an einem Ende zumachen, Erde rein, anderes Ende zu, Löcher reinschneiden und Wasser zugeben. Dann ab in den Backofen. Danach enthält die Erde garantiert keine Schädlinge mehr.
Und, um der Verwirrung vorzugreifen: Pflanzen brauchen bestimmte Mineralien, um zu gedeihen. Wenn jetzt z.B. bestimmte Mineralien noch in "gebundener" Form vorliegen, also z.B. in biologischen Abfällen, dann sind sie für die Pflanze nicht verfügbar. Daher braucht es Organismen, die das aufspalten. Diese Organismen werden natürlich auch abgetötet, wenn man Erde im Backofen sterilisiert. Dann sind nur die Mineralien drin, die eben drin sind. Mineralien werden nicht durch Hitze zerstört.
Und so funktioniert auch ein biologischer Langzeitdünger: Die Mineralien werden erst sukzessive verfügbar gemacht, weil es halt dauert bis die Bakterien ihre Arbeit gemacht haben. Das Gegenteil ist dann z.B. der hier sehr gerne propagierte Hakaphos. Das ist ein Mineraldünger, der sofort wirkt, weil eben nix erst verfügbar gemacht werden muß, sondern die Mineralien direkt zugegeben werden. Daher muß man schon ein bißchen wissen, was man tut und die Biologie dahinter verstehen.
Andererseits sind in einem flüssigen Bio-Dünger natürlich auch Bakterien drin. Sprich, wenn man die Sämlinge, die zuerst mal in Backofenerde sind, mit so einem Biodünger düngt, dann ist das gut für die Pflanzen. Nur kommen vermutlich weder Schnecken, noch TM nachträglich rein mit dem Bio-Dünger.
 
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