Diesel-Fahrverbot: Ja oder Nein?


Soll ein Diesel-Fahrverbot eingeführt werden?

  • Ja, jeder Diesel ist dreckig

    Votes: 2 10,0%
  • Ja, aber nur die älteren Euro-Normen 1-5

    Votes: 1 5,0%
  • Nein, der Diesel soll weiterfahren!

    Votes: 16 80,0%
  • Das Thema ist mir gleichgültig.

    Votes: 1 5,0%
  • -Enthaltung-

    Votes: 0 0,0%

  • Total voters
    20
  • Poll closed .

Chil-Ing.

Trauermückenzüchter
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#46
Der Feinstaub ist beim Diesel seit Euro 5 kein Problem mehr, da diese Fahrzeuge mit einem Partikelfilter ausgestattet sind. Ergebnis: Wenn man mit einem Diesel mit Partikelfilter durch Stuttgart fährt, dann enthält das Abgas weniger Feinstaub, als der Rest der Umgebungsluft! :p

Darum hacken die ja auf dem NOx rum. (Nebenbei: Auch beim Benziner kommt NOx raus, nur eben weniger)

Als nächstes wird man schockiert feststellen, das bei den Benzinern eigentlich das größere Feinstaubproblem ist:

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/...zinern-die-verharmloste-gefahr-a-1186937.html
 

Lauser

Habanerolecker
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#47
Ich arbeite in einer Brauerei als Brauer. Alle unsere LKW´s fahren mit Diesel als Treibstoff. Einige Gabelstapler auch. Mein Auto ebenfalls. Soll die Brauerei dicht machen? Irgendwo sind Grenzen zu setzen. Der Staat kann ja die Umrüstung finanzieren. Ach verdammt, ich glaube er will eher davon profitieren. Neue Plaketten, Umrüstungen finanziert von den Bürgern...Für mich ist das reine Wirtschaftsankurbelung! Ich werde mein Auto bestimmt nicht wechseln. Ich kann auch im Internet bestellen, ich brauche keine Stadt. Bin eh gerne auf dem Land. Achja, was ist mit den Traktoren unserer Landwirte? Sollen die noch mehr leiden? Ohne Subventionen würde kein Milchviehbetrieb mehr in meinem Dorf existieren...Und davon haben wir nur noch 3...Vor 20 Jahren waren es hier noch 15.
 

Peppi17

Dauerscharfesser
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#48
Wir sind uns auch am überlegen ob wir uns nicht nen gebrauchten Diesel kaufen wollen. Die Preise sind dermaßen gesunken das man sich jetzt Autos leisten kann die vor einem halben Jahr noch in einer ganz anderen Preisklasse zu finden waren. Denn ich persönlich glaube das wenn Fahrverbote überhaupt durch gesetzt werden, nur auf einzelnen strassen und an wenigen Tagen.
 

Chil-Ing.

Trauermückenzüchter
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#49
"Der Staat" ist der Hauptverantwortliche in der Geschichte, dort sind aber dubioser Weise keine Köpfe gerollt, Dobrint ist im Amt geblieben.
 

Peppi17

Dauerscharfesser
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#50
Was ich mir grade richtig lustig vorstelle ist: einen Hummer h2 umrüsten lassen (wenn man nur das Geld dafür hätte) und dann schön durch die Stadt damit. 6,5 l Diesel Maschine ist zwar richtig teuer an der Tankstelle, aber die Blicke unbezahlbar
 

JuergenPB

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#51
Mal ketzerisch zum nachdenken: Der Grenzwert in den Städten liegt für NOx bei 40 µg/m³, am Arbeitsplatz dürfen es aber 950 µg/m³ sein. :depressed:
Von Feinstaub am Arbeitsplatz wollen wir mal gar nicht reden. – Stichwort Toner aus Laserdruckern. Bei mir am Arbeitsplatz, d.h. in dem relativ kleinen Büroraum, stehen zwei Laserdrucker: ein S/W und ein Farbdrucker. – Druckleistung pro Tag: ca. 1500–2000 Blatt…

:speechless:
 

Lilley

Chiligrünschnabel
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#53
Da ist doch glatt endlich mal wieder den Politikern ein gutes Thema eingefallen, womit sie die Bürger zur Weißglut bringen können. Ich äußere hier lieber nicht weiter meine Meinung - sie steht ja schon zwischen den Zeilen.
 

Chil-Ing.

Trauermückenzüchter
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#56
Auch bei einer Ölheizung gibts Grenzwerte, aber da hat ja auch keiner Interesse daran, diese so zu gestalten, dass diese niedrig ausfallen. Die beste Demokratie, die man für Geld kaufen kann!

Es ginge schon was, vor ist es bei einer Ölheizung viel einfacher, als bei einem Auto, da die meist in einem stationären Arbeitspunkt laufen und den wählt man so, dass man den besten Wirkungsrad erzielt, wobei man den im Zweifel für gute NOx-Werte opfern kann, ohne dass es "jemand" merkt (Wer kennt schon die Verbrauchswerte seiner Ölheizung? ). Eine evtl. nötige Abgasnachbehandlung wäre auch deutlich einfacher zu realisieren.

Dazu müßten die Ölheizungshersteller erst aber mal Knowhow ins Haus hohlen und ein paar Leute aus der Automobilindustrie abwerben. Das scheitert aber daran, dass da keiner bereit ist zu einem Ölheizungshersteller in deutlich schlechtere Konditionen zu wechseln und die Ölheizungshersteller werden keine zur Automobilbranche vergleichbaren Gehälter zahlen wollen.

Unterm Strich würden dann die Ölheizungen teurer und das führt zu wirtschaftlichen Nachteilen für manche Firmen und wir wissen ja alle, dass wir die heilige Kuh der Wirtschaft nicht antasten dürfen. :depressed:
 
Zustimmungen: cmd

JuergenPB

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#57
Bei Ölheizungen wurde der NOx-Grenzwert festgelegt auf 110mg/kWh; bei Gasheizungen liegt er bei 60mg/kWh (KLICK, §6)
Ein EURO-6 Diesel darf bis zu 80mg/km ausstoßen.

Ein Haushalt mit Gasheizung und 5000kWh Jahresverbrauch stößt also max. so viel NOx aus wie ein EURO-6 Diesel, der (nur) 3750km pro Jahr fährt. Allerdings stößt der Haushalt diese Menge meist innerhalb rund eines halben Jahres aus, weil im Rest des Jahres die Heizung nicht läuft.

Ich denke auch, daß man bei Heizungen den Wert noch weiter herunterbekommen könnte, wenn man wollte. Einerseits kann man es durch Energiesparen (z.B. Isolierungen, Brennwertkessel etc.) andererseits durch entsprechende Abgasreinigung. Letztlich ist es eine Preisfrage.

Durch neue Gesetze wurden in den letzten Jahren notgedrungen Unmengen an Heizungsanlagen bzw. Heizkessel/-brenner ausgetauscht.
 
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Chil-Ing.

Trauermückenzüchter
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#58
Durch neue Gesetze wurden in den letzten Jahren notgedrungen Unmengen an Heizungsanlagen bzw. Heizkessel/-brenner ausgetauscht.
Da hat man es auch völlig überraschend so gelöst, dass der Endverbraucher die Kosten zu tragen hatte...

Achja, noch so ein nettes Detail: Biosprit bzw. dessen Beimengung führt auch zu mehr Stickoxiden, das erwähnt man in den Medien auch eher ungern, gemäß dem Grundsatz "Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern". ;)
 

JuergenPB

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#59
Da hat man es auch völlig überraschend so gelöst, dass der Endverbraucher die Kosten zu tragen hatte...
Ja, ich wohne hier zur Miete. Im Rahmen der Heizungsmodernisierung hat unser Vermieter von Etagenheizungen (pro Wohnung eine Gas-Heizung/Therme) auf Zentralheizung (Gas-Brennwertkessel) umgestellt. 11% der Kosten darf der Vermieter pro jahr auf die Miete umlegen, was er auch getan hat. Nach 9 Jahren werden wir Mieter also die komplette Heizungsanlage bezahlt haben. Nach den 9 Jahren zahlen wir natürlich weiter die Heizung ab…
Mieterhöhungen wirken sich natürlich auf die Gesamtmiete (inkl. Heizungsanteil) aus.
 

Chil-Ing.

Trauermückenzüchter
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#60
Ist bei Neubauten auch die Wahl zwischen Pest und Cholera, schon ein glücklicher Zufall für die Heizungsbaubetriebe, daß die Vorschriften so gestaltet sind, daß dabei äußerst lukrative Aufträge für eben diese dabei abfallen. :depressed:
 

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