Diesel-Fahrverbot: Ja oder Nein?


Soll ein Diesel-Fahrverbot eingeführt werden?

  • Ja, jeder Diesel ist dreckig

    Stimmen: 2 10,0%
  • Ja, aber nur die älteren Euro-Normen 1-5

    Stimmen: 1 5,0%
  • Nein, der Diesel soll weiterfahren!

    Stimmen: 16 80,0%
  • Das Thema ist mir gleichgültig.

    Stimmen: 1 5,0%
  • -Enthaltung-

    Stimmen: 0 0,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    20
  • Umfrage geschlossen .

JuergenPB

der mit seinen Chilis redet
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7.008
Jüngst sah ich irgendwo im Netz ein schönes Foto zum Thema: Saubere E-Autos.
Es sah echt aus und zeigte eine Ladestation für Tesla E-Autos mitten in der Pampas . Neben der Ladestation war ein kleines Gebäude, welches den Dieselaggregat, das den Strom lieferte, beherbergte.

:rolleyes:
 

Chil-Ing.

Trauermückenzüchter
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Tesla brüstet sich ja sogar damit, dass nur "erneuerbarer" Strom verkauft wird. Diese Milchmädchenrechnung geht natürlich nur solange gut, wie der Marktanteil hinreichend klein ist.
 

Päperoni

Chiligrünschnabel
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Meine extragroße Tube Senf dazu:

Vorab: ich wähle seit Jahrzehnten Grün, fahre aber trotzdem einen Euro-3-Diesel, einen Mitsubishi Pajero mit über 260.000 km auf dem Buckel.
Ich bin kein Freund von Fanatismus jeglicher Art. Und ich bin gegen Fahrverbote!

Die aktuelle Diesel-Panik ist meiner Meinung nach maßlos überzogen und resultiert ursächlich aus dem Betrugsversuch einiger (...oder aller?) Automobilhersteller, die Prüfbedingungen zu umgehen oder durch Softwaretricks ad absurdum zu führen.

Der Diesel ist nach wie vor ein sparsamer und umweltschonender Antrieb, ebenso wie der Benziner. Es kommt nur darauf an, ob man verfügbare Technologie anwendet oder nicht. Der Diesel emitiert mehr Stickoxid als ein Benziner, aber dafür weniger CO2. Feinstaub resultiert vorwiegend aus Reifen- und vor Allem Bremsabrieb, der zu dem immer wieder durch den fließenden Verkehr aufgewirbelt wird. Der Partikelfilter macht seine Arbeit, ein Bauteil, gegen das sich die deutsche Automobil-Industrie (DAI) bis zuletzt vehement gewehrt hat. Mehr Straßen-Kehrwagen, die öfters Deutschlands Straßen feucht durchwischen, würden die Feinstaubbelastung merklich reduzieren - kostet aber.
Ein Diesel verbraucht weniger Kraftstoff, weniger verbrannter fossiler Brennstoff erzeugt weniger Schadstoffe.

Ursächlich für die ganze Diskussion war, dass VW so blöd war, sich erwischen zu lassen und damit ins Fadenkreuz der Amis geriet.
Dreck am Stecken haben sie alle, aber komischer Weise kriegt nur VW das Fett ab - die deutschen Politiker fahren halt lieber Daimler oder BMW statt VW...
Bei Dobrint und Scheuer wagt man zu spekulieren, von wem sie eigentlich bezahlt werden.....

Bei der DUH kann man auch darüber nachdenken, ob sie nicht unfreiwillig letztendlich der DAI in die Hände spielt, da es in Verbindung mit der Ignoranz der deutschen Politik auf diesem Feld (Arbeitsplätze vor Klima) immer auf Neuwagenkauf statt Nachrüstung rausläuft.

BMW lehnt Hardwarenachrüstung kategorisch ab, obwohl die meisten Baureihen schon dafür schon vorbereitet sind. Im TV war ein Bericht, dass bei BMW aus dem eigenen Ersatzteil-Programm passende Komponenten wie Ad-Blue Tank sowie passender Kat im Regal liegen und somit ausreichend getestet und erprobt sind, weil sie für den amerikanischen Markt zwingend vorgeschrieben sind. Kosten ca. € 1500,-!

Und in der Vergangenheit galt eigentlich immer der Bestandsschutz! Was einmal die Betriebserlaubnis erhalten hatte, egal in welchem Land, war berechtigt, auf allen deutschen Straßen lebenslang bewegt zu werden!! Die Altfahrzeuge reduzieren sich eigentlich mit der Zeit von selbst, und werden in ihrer Zahl immer unbedeutender - auch für die Schadstoffbelastung. Aber je schneller ein Neukauf forciert werden kann, desto mehr Arbeitsplätze (Profit)....

LKW's und Busse sind, wie in vorherigen Posts schon beschrieben, ganz außen vor (Industrieschutz!).

Das Ganze ist eine unendliche Spirale, die immer auf Neukauf bzw. auf Ersatz von in die Jahre gekommenen Fahrzeugen rausläuft.

Meine alte Ente hatte ich vor Jahren schon mit einem geregelten Katalysator incl. Lamda-Sonde und Regelung ausgestattet, hatte die G-Plakette an der Windschutzscheibe. Aber dann kamen die Ampel-Bepper in Rot, Gelb und Grün, wobei meine Ente nicht einmal des Roten würdig war! Trotz G-Kat! Das Püfverfahren ist halt teuer, und irgendeiner muss es bezahlen.
Das Abgas an der Grenze zum messbaren Bereich, gerade mal zwei Viertele Hubraum (oder ein Hefeweizen-Glas voll..), aber ein Porsche Cayenne Sport mit 30 Liter Verbrauch auf 100km fährt mit grüner Plakette......

Fazit: wenn immer eine Verordnung herauskommt, und die meisten Autos diese einhalten, wird es Zeit für eine neue Plakette, um die Neuwagen-Produktion unter die Leute zu bringen! Mich kotzt das langsam an. Ausweg: Einen Oldtimer mit Ausnahmegenehmigung und Veteranen-Kennzeichen fahren - mein 11CV Bj. 1951 steht schon in der Garage....

Eigentlich bin ich auch ein Fan von E-Autos. Und ich finde es Klasse, was Tesla macht - nämlich den deutschen Autobauern zu zeigen, wie es geht.
Wie beim Partikelfilter...

Das Problem war ja die Reichweite. Tesla schafft (laut Prospekt) um die 500 km, und die Fahrzeuge sehen schon schick aus, fahren auch immer mehr davon rum. Absolut Geschäftswagentauglich (eigentlich das Feld von der DAI...). Unsere Jungs schaffen halt nur 300km, und die Fahrzeuge gehören eher zur Kleinwagen-Kategorie.

Wobei auch hier die Sinnfrage zu stellen ist: Braucht ein Elektroauto eine hohe Reichweite? Oder reichen auch für den vorwiegenden Normalverkehr so um die 100-150 km?
Die deutsche Post hat das klar entschieden, und aus Mangel am Angebot der deutschen Autobauer haben sie's halt selber gebaut!
Das ist dann das absolute Armutszeugnis!

Hier kommt der Hybrid ins Spiel: er vereint Reichweite (überland mit Verbrennungsmotor) und Sauberkeit (innerorts mit Elektro-Antrieb). Haben die Japaner schon seit Jahren erkannt (Tojota), in den nordischen Ländern vrschiebt sich das Verhältnis deutsche Autos zu japanischen deutlich zum roten Punkt...

Wenn es für unsere Autobauer nicht möglich ist, diesen Bedarf zu decken, und noch nicht mal die Einsicht herrscht, das es diesen Bedarf überhaupt gibt (!), dann kann man nur noch mit dem Kopf schütteln!
Stattdessen hochpreisige Kleinwagen mit E-Motor anzubieten, die sich kein Mensch leisten kann (Merke: ein E-Auto besteht aus wesentlich weniger Bauteilen als ein Verbrenner, braucht weniger Montagepersonal und müsste eigentlich wesentlich billiger sein als ein Verbrenner!!!), ist wohl nur die Absicht, die Kundschaft vom Kauf eines solchen Fahrzeugs abzuschrecken!

Mein nächstes Auto, wenn mein mit neuer Einspritzpumpe gepimpter Paji in ca. 5 Jahren seinen Dienst endgültig einstellen darf, wahrscheinlich ein...... Mitsubishi Pajero Diesel mit Euro 6, und scheiß drauf, wer will schon nach Stuttgart rein? Und wenn doch, nehme ich halt meine Ente, ist ja ein Benziner, zur Not sogar ein Oldtimer. Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen, mit 4 Sprudel- und 2 Bierkisten an der Bushaltestelle zu stehen, und dann das Ganze zum Rewe zu schleppen, und dann mit vollen Kisten wieder retour, und dann noch der Fußmarsch von der Bushaltestelle nach Hause mit 6 Kästen unterm Arm..........

Allerdings sollten wir uns definitiv Gedanken um unsere Umwelt machen und wie wir sie versuchen, zu bewahren, denn den Klimawandel und alle damit einhergehenden Bedrohungen ignorieren nur Ignoranten und Dumpfbacken. Uns alte Säcke trifft es wahrscheinlich nicht mehr, aber unsere Kinder machen sich schon Gedanken, ob sie in Zukunft wie die Chinesen nur noch mit Mundschutz auf die Straße gehen können, oder ob Naturkatastrophen ihre Existenz gefährden, das neu gebaute Haus umblasen oder andere Bedrohungen bringen wie Dürre, Überschwemmungen, usw.


Nun ja, viel Text off Topic, aber meine Manzano Michaocan strecken auch schon die Köpfe aus den Jiffiis, und freuen sich auf einen weiteren Super-Sommer wie dieses Jahr, man muss ja wenigstens auch die Vorteile des drohenden Weltuntergangs noch versuchen zu genießen........!
 
G

Gelöschtes Mitglied 15120

Gast
Meine extragroße Tube Senf dazu:

Vorab: ich wähle seit Jahrzehnten Grün, fahre aber trotzdem einen Euro-3-Diesel, einen Mitsubishi Pajero mit über 260.000 km auf dem Buckel.
Ich bin kein Freund von Fanatismus jeglicher Art. Und ich bin gegen Fahrverbote!

Die aktuelle Diesel-Panik ist meiner Meinung nach maßlos überzogen und resultiert ursächlich aus dem Betrugsversuch einiger (...oder aller?) Automobilhersteller, die Prüfbedingungen zu umgehen oder durch Softwaretricks ad absurdum zu führen.

Der Diesel ist nach wie vor ein sparsamer und umweltschonender Antrieb, ebenso wie der Benziner. Es kommt nur darauf an, ob man verfügbare Technologie anwendet oder nicht. Der Diesel emitiert mehr Stickoxid als ein Benziner, aber dafür weniger CO2. Feinstaub resultiert vorwiegend aus Reifen- und vor Allem Bremsabrieb, der zu dem immer wieder durch den fließenden Verkehr aufgewirbelt wird. Der Partikelfilter macht seine Arbeit, ein Bauteil, gegen das sich die deutsche Automobil-Industrie (DAI) bis zuletzt vehement gewehrt hat. Mehr Straßen-Kehrwagen, die öfters Deutschlands Straßen feucht durchwischen, würden die Feinstaubbelastung merklich reduzieren - kostet aber.
Ein Diesel verbraucht weniger Kraftstoff, weniger verbrannter fossiler Brennstoff erzeugt weniger Schadstoffe.

Ursächlich für die ganze Diskussion war, dass VW so blöd war, sich erwischen zu lassen und damit ins Fadenkreuz der Amis geriet.
Dreck am Stecken haben sie alle, aber komischer Weise kriegt nur VW das Fett ab - die deutschen Politiker fahren halt lieber Daimler oder BMW statt VW...
Bei Dobrint und Scheuer wagt man zu spekulieren, von wem sie eigentlich bezahlt werden.....

Bei der DUH kann man auch darüber nachdenken, ob sie nicht unfreiwillig letztendlich der DAI in die Hände spielt, da es in Verbindung mit der Ignoranz der deutschen Politik auf diesem Feld (Arbeitsplätze vor Klima) immer auf Neuwagenkauf statt Nachrüstung rausläuft.

BMW lehnt Hardwarenachrüstung kategorisch ab, obwohl die meisten Baureihen schon dafür schon vorbereitet sind. Im TV war ein Bericht, dass bei BMW aus dem eigenen Ersatzteil-Programm passende Komponenten wie Ad-Blue Tank sowie passender Kat im Regal liegen und somit ausreichend getestet und erprobt sind, weil sie für den amerikanischen Markt zwingend vorgeschrieben sind. Kosten ca. € 1500,-!

Und in der Vergangenheit galt eigentlich immer der Bestandsschutz! Was einmal die Betriebserlaubnis erhalten hatte, egal in welchem Land, war berechtigt, auf allen deutschen Straßen lebenslang bewegt zu werden!! Die Altfahrzeuge reduzieren sich eigentlich mit der Zeit von selbst, und werden in ihrer Zahl immer unbedeutender - auch für die Schadstoffbelastung. Aber je schneller ein Neukauf forciert werden kann, desto mehr Arbeitsplätze (Profit)....

LKW's und Busse sind, wie in vorherigen Posts schon beschrieben, ganz außen vor (Industrieschutz!).

Das Ganze ist eine unendliche Spirale, die immer auf Neukauf bzw. auf Ersatz von in die Jahre gekommenen Fahrzeugen rausläuft.

Meine alte Ente hatte ich vor Jahren schon mit einem geregelten Katalysator incl. Lamda-Sonde und Regelung ausgestattet, hatte die G-Plakette an der Windschutzscheibe. Aber dann kamen die Ampel-Bepper in Rot, Gelb und Grün, wobei meine Ente nicht einmal des Roten würdig war! Trotz G-Kat! Das Püfverfahren ist halt teuer, und irgendeiner muss es bezahlen.
Das Abgas an der Grenze zum messbaren Bereich, gerade mal zwei Viertele Hubraum (oder ein Hefeweizen-Glas voll..), aber ein Porsche Cayenne Sport mit 30 Liter Verbrauch auf 100km fährt mit grüner Plakette......

Fazit: wenn immer eine Verordnung herauskommt, und die meisten Autos diese einhalten, wird es Zeit für eine neue Plakette, um die Neuwagen-Produktion unter die Leute zu bringen! Mich kotzt das langsam an. Ausweg: Einen Oldtimer mit Ausnahmegenehmigung und Veteranen-Kennzeichen fahren - mein 11CV Bj. 1951 steht schon in der Garage....

Eigentlich bin ich auch ein Fan von E-Autos. Und ich finde es Klasse, was Tesla macht - nämlich den deutschen Autobauern zu zeigen, wie es geht.
Wie beim Partikelfilter...

Das Problem war ja die Reichweite. Tesla schafft (laut Prospekt) um die 500 km, und die Fahrzeuge sehen schon schick aus, fahren auch immer mehr davon rum. Absolut Geschäftswagentauglich (eigentlich das Feld von der DAI...). Unsere Jungs schaffen halt nur 300km, und die Fahrzeuge gehören eher zur Kleinwagen-Kategorie.

Wobei auch hier die Sinnfrage zu stellen ist: Braucht ein Elektroauto eine hohe Reichweite? Oder reichen auch für den vorwiegenden Normalverkehr so um die 100-150 km?
Die deutsche Post hat das klar entschieden, und aus Mangel am Angebot der deutschen Autobauer haben sie's halt selber gebaut!
Das ist dann das absolute Armutszeugnis!

Hier kommt der Hybrid ins Spiel: er vereint Reichweite (überland mit Verbrennungsmotor) und Sauberkeit (innerorts mit Elektro-Antrieb). Haben die Japaner schon seit Jahren erkannt (Tojota), in den nordischen Ländern vrschiebt sich das Verhältnis deutsche Autos zu japanischen deutlich zum roten Punkt...

Wenn es für unsere Autobauer nicht möglich ist, diesen Bedarf zu decken, und noch nicht mal die Einsicht herrscht, das es diesen Bedarf überhaupt gibt (!), dann kann man nur noch mit dem Kopf schütteln!
Stattdessen hochpreisige Kleinwagen mit E-Motor anzubieten, die sich kein Mensch leisten kann (Merke: ein E-Auto besteht aus wesentlich weniger Bauteilen als ein Verbrenner, braucht weniger Montagepersonal und müsste eigentlich wesentlich billiger sein als ein Verbrenner!!!), ist wohl nur die Absicht, die Kundschaft vom Kauf eines solchen Fahrzeugs abzuschrecken!

Mein nächstes Auto, wenn mein mit neuer Einspritzpumpe gepimpter Paji in ca. 5 Jahren seinen Dienst endgültig einstellen darf, wahrscheinlich ein...... Mitsubishi Pajero Diesel mit Euro 6, und scheiß drauf, wer will schon nach Stuttgart rein? Und wenn doch, nehme ich halt meine Ente, ist ja ein Benziner, zur Not sogar ein Oldtimer. Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen, mit 4 Sprudel- und 2 Bierkisten an der Bushaltestelle zu stehen, und dann das Ganze zum Rewe zu schleppen, und dann mit vollen Kisten wieder retour, und dann noch der Fußmarsch von der Bushaltestelle nach Hause mit 6 Kästen unterm Arm..........

Allerdings sollten wir uns definitiv Gedanken um unsere Umwelt machen und wie wir sie versuchen, zu bewahren, denn den Klimawandel und alle damit einhergehenden Bedrohungen ignorieren nur Ignoranten und Dumpfbacken. Uns alte Säcke trifft es wahrscheinlich nicht mehr, aber unsere Kinder machen sich schon Gedanken, ob sie in Zukunft wie die Chinesen nur noch mit Mundschutz auf die Straße gehen können, oder ob Naturkatastrophen ihre Existenz gefährden, das neu gebaute Haus umblasen oder andere Bedrohungen bringen wie Dürre, Überschwemmungen, usw.


Nun ja, viel Text off Topic, aber meine Manzano Michaocan strecken auch schon die Köpfe aus den Jiffiis, und freuen sich auf einen weiteren Super-Sommer wie dieses Jahr, man muss ja wenigstens auch die Vorteile des drohenden Weltuntergangs noch versuchen zu genießen........!
Wir hatten auch mal einen Mitsubishi P. Fahre mal damit nach Spanien, ist immer wieder ein Genuss.:smuggrin:
 

JuergenPB

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Apropos E-Autos als Stadtfahrzeug:
Hier in der Stadt gibt es inzwischen ein Taxi-Unternehmen, das E-Autos in der Flotte hat. Der Namesbestandteil „Klima“ des Unternehmens hat nichts mit dem Wetter/Klima zu tun, sondern der Firmengründer heißt Anton Klima: https://taxi-klima.de/category/news/
Die Wagen machen als Taxi (optisch) schon eine gute Figur.


Wobei auch hier die Sinnfrage zu stellen ist: Braucht ein Elektroauto eine hohe Reichweite? Oder reichen auch für den vorwiegenden Normalverkehr so um die 100-150 km?
Für den Stadtverkehr reichen auch weniger als 100km aus.
Aber was mache ich, wenn ich z.B. alle vier Wochen meine Mutter besuchen will?
Zwischendurch auf Hin- und Rückfahrt eine Übernachtung einlegen?
Einen Zweitwagen zulegen, den ich nur für weitere Strecken benutze?

Das größte Problem ist allerdings die mangelnde Möglichkeit, das E-Auto aufzuladen!
Ich habe, wie fast alle meine Nachbarn hier in den Straßen, keine Garage, sondern wir parken an den Straßen.
Freilich wäre es technisch wahrscheinlich möglich auch in überschaubarer Zeit eine Infrastruktur mit Ladestationen zu schaffen. Doch da müssen erst die Ladestationen da sein und danach die Anschaffung der Autos erfolgen und nicht umgekehrt.
 
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Chil-Ing.

Trauermückenzüchter
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BMW lehnt Hardwarenachrüstung kategorisch ab, obwohl die meisten Baureihen schon dafür schon vorbereitet sind. Im TV war ein Bericht, dass bei BMW aus dem eigenen Ersatzteil-Programm passende Komponenten wie Ad-Blue Tank sowie passender Kat im Regal liegen und somit ausreichend getestet und erprobt sind, weil sie für den amerikanischen Markt zwingend vorgeschrieben sind. Kosten ca. € 1500,-!
Trotzdem muss man dafür mindestens noch die Software der Motorsteuergeräte anpassen und dazu fehlt wahrscheinlich derzeit die Entwicklungskapazität, die man derzeit dringend für die WLTP-Zertifizierung braucht. Die Nachrüstung ist weit komplizierter als man in den Medien dargestellt.

Und ich finde es Klasse, was Tesla macht - nämlich den deutschen Autobauern zu zeigen, wie es geht.
Das verstehe ich jetzt überhaupt nicht, das einzige, wo Tesla Maßstäbe setzt ist das Marketing. Überall sonst sind die noch kräftig am dazulernen.

Die deutsche Post hat das klar entschieden, und aus Mangel am Angebot der deutschen Autobauer haben sie's halt selber gebaut!
Das ist dann das absolute Armutszeugnis!
Wie kommst du zu der Schlussfolgerung? Die Post wollte eine Neuentwicklung zum einem unrealistischen Preis und da die Autobauer nicht drauflegen wollten sind die sich nicht handelseinig geworden. Die Post hat dann eine Startupklitsche gekauft und die Kisten selbst gebaut mit den entsprechendem Ergebnis: Ein totales Bananenprodukt und die Postmitarbeiter zahlen die Zeche dafür.

Das als Armutszeugnis zu bezeichnen ist Propaganda.

Wenn es für unsere Autobauer nicht möglich ist, diesen Bedarf zu decken, und noch nicht mal die Einsicht herrscht, das es diesen Bedarf überhaupt gibt (!), dann kann man nur noch mit dem Kopf schütteln!
Der "Bedarf" ist hier in Europa garnicht so groß, wie man landläufig gerne glauben machen möchte, sonst hätte der Tesla S deutlich höhere Zulassungszahlen. Woher soll der Bedarf denn auch kommen?

(Merke: ein E-Auto besteht aus wesentlich weniger Bauteilen als ein Verbrenner, braucht weniger Montagepersonal und müsste eigentlich wesentlich billiger sein als ein Verbrenner!!!)
Merke: Ein E-Auto hat immer noch teure Lithium-Batterien als Kraftstofftank, das pulverisiert den von dir genannten Kostenvorteil wieder.

Allerdings sollten wir uns definitiv Gedanken um unsere Umwelt machen und wie wir sie versuchen, zu bewahren, denn den Klimawandel und alle damit einhergehenden Bedrohungen ignorieren nur Ignoranten und Dumpfbacken.
E-Autos erzeugen den Strom auch nicht aus dem Nichts und der ist beim derzeitigen Strommix eben immer noch mit einem hohen CO2-Anteil behaftet und zudem kommt noch die gigantische Umweltverschmutzung durch den Li-Abbau in Südamerika. Ich würde sagen, das schenkt sich in Summe nicht viel zum Verbrenner.
 

Päperoni

Chiligrünschnabel
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Trotzdem muss man dafür mindestens noch die Software der Motorsteuergeräte anpassen und dazu fehlt wahrscheinlich derzeit die Entwicklungskapazität, die man derzeit dringend für die WLTP-Zertifizierung braucht. Die Nachrüstung ist weit komplizierter als man in den Medien dargestellt.

...ich könnte wetten, dass alle Autobauer, die in die USA verkaufen, ähnliche Komponenten im Regal haben, weil die Vorschriften ja nicht nur für BMW gelten, sondern für alle...
 

Chil-Ing.

Trauermückenzüchter
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Der tendenziöse Videobeitrag widerspricht meiner Aussage in keiner Weise.

Nochmal:
Softwareanpassung ist ebenfalls notwendig (das wird in dem Video mit keinem Wort erwähnt, jetzt kann man spekulieren, ob das Vorsatz oder Inkompetenz war ;) )

Natürlich funktioniert eine SCR-Kat mit Harnstoffeinspritzung prinzipiell wunderbar, das ist nichts neues. Aber dass es so einfach auf Jugend-Forscht-Methode in ein existierendes Fahrzeug umzusetzen ist stimmt eben nicht. Hier wird leider ein völlig falsches Bild vermittelt, durch konsequentes weglassen von Informationen. (Ich spar mir den Vergleich zu einem besonderen Journalisten doch lieber, da er nicht ganz passt).

Aber wenn die Herren so überzeugt von ihrem Vorgehen sind, dann sollen sie doch selbst eine Nachrüstung auf dem Markt anbieten, entwickeln muss man ja offenbar nichts und die nötigen Teile gibts ja schon im Ersatzteilkatalog. Eigentlich eine Goldgrube! :whistling:

Nebenbei: Euro 5 sollten eigentlich 180 mg/Km NOx sein, in der Reportage landen die aber bei 219 mg/km. Die erwähnten 270 mg für die Sondererlaubnis sind noch nicht verbindlich, das soll erst 2019 kommen.

https://www.heise.de/autos/artikel/Regeln-fuer-Diesel-Nachruestung-kommen-Anfang-2019-4200978.html
 
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