Kochbücher!

Puh..hmm... das Streben nach Perfektion also... für 500€ kauf ich mir lieber gute Zutaten und koche einfachere Rezepte. Ich würde mich aber mitnichten dagegen wehren Versuchskaninchen für Leser dieses Mammutwerks zu sein :D
 
bin dann mal raus aus diesem Thread
Ach. Entspann' Dich doch mal. :)

Wenn Du auf jemanden antwortest, der sich ein 500 Taler Buch kauft, dass Du lieber ohne Buch kochst, ist das, als wenn im Radfahr-Thread jemand schreibt: Ich laufe lieber. Das ist schön. Das ist persönlich. Aber zum Thema trägt das doch nicht wirklich bei. Also musst Du auch Spitzen, wie die folgende, wegstecken können. :)
So ist das beim Essen. :)

Und das:
, Peter, hinterlässt bei uns auch eher das Gefühl, dass man Dich in Deinem Sandkasten allein lassen soll. :angelic:
 
Wir reden hier aber mehr von einer blätterbaren Artwork-Gallery, als von einem Kochbuch, oder?
Nee, die Bilder sind zwar toll, aber inhaltlich ist das hochinteressant.
Das fängt ja buchstäblich in der Steinzeit an, behandelt Kochgeschichte, Küchenhygiene, Lebensmittelchemie, alle Zusammenhänge rund um das Kochen.
Und natürlich die ganze Technik.
Natürlich auch ein paar richtig geile Rezepte.
Ich habe unglaublich viel daraus gelernt, insbesondere die Grundlagen, um überhaupt zu verstehen, was beim Kochen passiert.
 
das Streben nach Perfektion also
Es muss nicht zwangsläufig um Perfektion gehen, zumindest in meinem Fall, viel mehr um Wissen zu sammeln.
Deshalb gingen die letzten meiner Bücherkäufe auch in diese Richtung.
In den meisten Kochbüchern wird nur geschrieben was man machen sollen, aber fast nie warum.
Warum soll man bspw. manche Lebensmittel lange vor dem Kochen/Braten salzen, andere nicht.
Was bewirkt das Salz?
Warum profitiert manches Gemüse von Säure im Kochwasser, während es bei anderem kontraproduktiv ist?
Kann man "schlecht gewordenen" Wein zum Kochen benutzen?
Das sind u.a. Fragen die mich dazu bewegen, wissenschaftliche Kochbücher zu kaufen.
Um Rezepte geht es in solchen Büchern meist weniger, auch wenn es die natürlich auch gibt.
 
Was hast Du dafür bezahlt? Wenn man fragen darf?
Tasächlich 428 Euro. Aber jeden Cent wert.
Und extrem durchdacht. Die fundierten Bildbände in Hochglanz und dazu der Extraband für die Küche mit den Sichworterklärungen zu allen Rezepten.
Das Teil ist auf dünnen Kunststoff gedruckt und Du könntest es quasi schadlos in der Spülmaschine waschen, wenn es dreckig ist.
Perfektion bis zum Gehtnichtmehr.
Die Produktion des Buches hat mehrere Millionen US-Dollar gekostet, da ist der Preis m.E. durchaus angemessen.
 
Bei mir neu im Sortiment - war ein Geschenk:

20210511_151610.jpg


Sehr schön in der Aufmachung. Auch ein größerer Teil zum Anbau von Obst und Gemüse. Freue mich schon aufs Schmökern.
 
Puh..hmm... das Streben nach Perfektion also... für 500€ kauf ich mir lieber gute Zutaten und koche einfachere Rezepte. Ich würde mich aber mitnichten dagegen wehren Versuchskaninchen für Leser dieses Mammutwerks zu sein :D
Da hast Du recht. Ich würde, wenn ich müsste, den Schwerpunkt auch auf gute Zutaten liegen.
Ich habe das Glück, von zuhause arbeiten zu können und lebe ich einem Ort, wo täglich Markt ist. Da bin ich in der glücklichen Lage, jeden Tag zur Mittagszeit einen Spaziergang auf den Markt zu machen und frisch für das Abendessen einzukaufen.
Darüberhinaus habe ich festgestellt, dass gerade die einfachen Rezepte oft die aufwendigsten sind.
Schau Dir mal Paul Bocuse an. Dessen Rezepte erscheinen sehr simpel. Aber wenn man versucht, sie umzusetzen, merkt man erst, dass man eine Menge Technik braucht, damit es perfekt wird.
 
Es muss nicht zwangsläufig um Perfektion gehen, zumindest in meinem Fall, viel mehr um Wissen zu sammeln.
Deshalb gingen die letzten meiner Bücherkäufe auch in diese Richtung.
In den meisten Kochbüchern wird nur geschrieben was man machen sollen, aber fast nie warum.
Warum soll man bspw. manche Lebensmittel lange vor dem Kochen/Braten salzen, andere nicht.
Was bewirkt das Salz?
Warum profitiert manches Gemüse von Säure im Kochwasser, während es bei anderem kontraproduktiv ist?
Kann man "schlecht gewordenen" Wein zum Kochen benutzen?
Das sind u.a. Fragen die mich dazu bewegen, wissenschaftliche Kochbücher zu kaufen.
Um Rezepte geht es in solchen Büchern meist weniger, auch wenn es die natürlich auch gibt.
Okay, okay, ich gebs zu: Neulich habe ich auch sowas gekauft und fands richtig gut. Aber ich denke doch, dass es etwas mit Perfektion zu tun hat, wenn vielleicht auch nicht in letzter Konsequenz ;) Es hat Sinn zu verstehen, wieso diese Dinge so passieren. Damit sich so ein Mammutwerk aber lohnt, musst du Kochen mit einer gewissen Ernsthaftigkeit betreiben - nicht nur so ein bissl rumköcheln um Essbares zu bekommen. Das, was @MarkK als Inhalt beschrieben hat, ist schon wirklich umfassend. Da bleibt ja kein Wunsch offen. Ohne Frage.

@MarkK Ach naja, wenn ich von simpel rede, dann meine ich sowas wie eine Spagetti Bolognese. Ein grundsätzlich einfaches Rezept, aber die perfekte Bolognese ist wieder nicht so einfach. Kochbücher mag ich sehr gern, aber ich glaube ich nutze sie anders: Ich lasse mich beim blättern inspirieren und verwissenschaftliche es weniger. Daher wäre die Investition einfach zu viel für mich. Genauso, wie wenn du jemanden, der nur von A nach B kommen will, in nen Porsche setzt, wenns auch ein Fiat Panda tut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Okay, okay, ich gebs zu: Neulich habe ich auch sowas gekauft und fands richtig gut. Aber ich denke doch, dass es etwas mit Perfektion zu tun hat, wenn vielleicht auch nicht in letzter Konsequenz ;) Es hat Sinn zu verstehen, wieso diese Dinge so passieren. Damit sich so ein Mammutwerk aber lohnt, musst du Kochen mit einer gewissen Ernsthaftigkeit betreiben - nicht nur so ein bissl rumköcheln um Essbares zu bekommen. Das, was @MarkK als Inhalt beschrieben hat, ist schon wirklich umfassend. Da bleibt ja kein Wunsch offen. Ohne Frage.

@MarkK Ach naja, wenn ich von simpel rede, dann meine ich sowas wie eine Spagetti Bolognese. Ein grundsätzlich einfaches Rezept, aber die perfekte Bolognese ist wieder nicht so einfach. Kochbücher mag ich sehr gern, aber ich glaube ich nutze sie anders: Ich lasse mich beim blättern inspirieren und verwissenschaftliche es weniger. Daher wäre die Investition einfach zu viel für mich. Genauso, wie wenn du jemanden, der nur von A nach B kommen willst, in nen Porsche setzt, wenns auch ein Fiat Panda tut.
Och, also ich würde mcih auch in einen Porsche setzen, um von A nach B zu kommen. Man bringt ja gern Opfer. :-)

Spaghetti Bolognese machen ganz schön Arbeit.
Erstmal den Teig machen (dabei ist das Mischungsverhältnis von Mehl "Tipo 00" und Hartweizengries ja schon fast eine Glaubensfrage), ruhen lassen, ausrollen, zu Spaghetti schneiden, antrocknen lassen, dann kochen... da steht man ein, zwei Stunden allein am Teig.
Und dann die Soße... wie Du sagst, wenn die gut sein soll, ist das ganz schön Aufwand.
 
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