Markox Tunnel Chili Melonen und Garten

Heute morgen etwas flaniert und den vielleicht größten Pilz gesehen den ich jemals sah.
Das könnte der hier https://de.m.wikipedia.org/wiki/Riesenbovist sein. Ist auf dem Foto leider nur von oben zu sehen aber wenn der wie ein Fußball aussah sollte das stimmen. Pilze per Foto bestimmen ist gefährlich! aber wenn du jemanden kennst der da ein bisschen Ahnung hat und dem du den zeigen könntest, wäre der bestimmt lecker 😉. Der ist auch Standort treu und sollte dort jedes Jahr zu finden sein 😉.
Ich wiederhole aber noch mal das Pilze per Foto bestimmen gefährlich ist! 😉
Schönen Gruß
Thorsten
 
Ja, das kommt tatsächlich hin, er war bis zum Boden abgerundet, sah auf der Seite also quasi genau so aus. Keine Sorge, ich mag eh keine Pilze und kenne auch keinen Pilzsammler, ist mir also egal ob essbar oder nicht ;).
Dass er an der Stelle wiederkommt ist nicht gesagt, denn er steht am Rande eines stillgelegten Ackers der nun bebaut wird. Wie viel von dem Grasweg auf dem ich lief dann noch übrig bleit weis ich noch nicht :).
 
Den Tunnelpflanzen geht es soweit ganz gut.

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Eine veredelte Nachzügler Gurke hatte ich vor ein paar Wochen noch mal nachgepflanzt, die schon länger im Topf im Schatten rum stand und noch gut aussah.

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Die erste Pflanze war von Spinnmilben bis in die Spitze überrannt und hatte kein Potenzial mehr.
Die neue kommt nun schön in Gang und könnte die Gurkenernte nach hinten noch etwas abrunden.

Kiepenkerls Shakira F1:

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Sowohl im Pflanzloch, als auch im Topf und draußen im Beet sehr gesunde, homogene Pflanzen mit ordentlich Ertrag der zeitlich recht spät einsetzt und relativ auf einmal reift. Aber für mich kein guter Nachfolger von Fireflame F1. Die hatte viel kleinere Früchte, dadurch mehr und zeitlich etwas längere Ernte. Fand ich als universelle Sommer Koch- und Küchen-Chili früher immer sehr gut. Shakira ist da nur bedingt geeignet.

Die Tomaten hab ich heute noch mal ordentlich ausgelichtet. Da war jetzt schon mal etwas mehr Braunfäule dabei, aber noch nichts gravierendes.

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Allein von nur zwei wild gekeimten Tomaten hab ich heute diesen Berg abgeschnitten:

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Nach dem Regen sind die noch mal richtig gewuchert. Übrig blieb das nach dem Schredder:

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Da können nächstes Jahr dann wieder neue Pflanzen von zehren.
 
Die Saison neigt sich langsam dem Ende. Im September war nicht mehr so viel Aktivität im Garten nötig, drum hatte ich mir mal ein 49€ Ticket gegönnt und hab ein paar Städte besucht. Währenddessen ist mal wieder ein Maulwurf eingezogen und hat in wenigen Wochen sicher über 50 Haufen auf 100m² Gartenfläche geworfen. Mäuse und Wühlmäuse toben und die Karottenernte wird entsprechend mager ausfallen. Jetzt geht es im Garten mit Ernten und aufräumen weiter. Seit es im Sommer kühl und feucht war explodiert die Schnecken Population der auch einiges zum Opfer viel. Und als wäre das noch nicht genug nagen die Wespen täglich neue Birnen an die nach ein paar Tagen dann faulen und abfallen. Aber es gibt auch Positive Veränderungen: Die Spinnmilben sind im Tunnel irgendwann im Sommer dann komplett wieder verschwunden, ob es nun am Wetter oder doch den Raubmilben lag? Draußen haben sie sich dann auch nicht ausgebreitet und durch die bisher ausgefallenen kalten Nächte kann ich nun Mitte Oktober immer noch Körbeweise Basilikum und Thai Basilikum ernten. Die letzten Jahre hatten die Spinnmilben die Ernte schon längst beendet, oder eben die ersten eisigen Nächte ab ende September. Auch die Tomaten und Physalis haben das erste mal seit Jahren kaum bis keine Probleme. Tomaten werden immer noch quasi Eimerweise geerntet.

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Kürbisse waren mindestens 30 Stück an den 10 Pflanzen auf dem stark schattierten Abfall-Wall. Gegossen wurden sie dieses Jahr nur 2-3 Mal nach dem Pflanzen, gedüngt gar nicht. Sie wuchsen und fruchteten wieder über die mehrere Meter hohe Hecke auf die andere Seite und baumelten teils runter in Richtung Fahrradweg.

Für die Ernte war teils etwas Kreativität gefragt.

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.

Paprika gab es schon reichlich.

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Und kommt immer noch nach.

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Die Chilis vor dem Haus machen sich prächtig. Hier Joe`s Long nach einer Rasur:

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Im September konnte ich einige herrliche Nashi Birnen genießen.

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Gewichte zwischen 125 und 175g nach Ausdünnung. Einige von Ästen die ich erste im Jahr zuvor auf bestehende Birnbäume auf kopuliert hatte. Die tragen echt schnell und gut, aber es ist ja auch ein Birnenjahr.

Weniger gut wie immer trug die Abate Fetel. Auch wieder die am heftigsten angestochene Sorte. Am Ende blieb am mittlerweile recht großen Baum nur wieder knapp zwei Hände voll Früchte über. Immerhin:

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Im Kühlschrank lagern schon 12 Kilo Conference Birnen. Die Gräfin von Paris hängt noch voll, da kommt noch mehr zusammen trotz der bösen Wespen Attacken. Aber die erden erst geerntet wenn sie von selbst anfangen zu fallen oder Frost ansteht, wohl nächste Woche. Denn vorher ist es zu warm zum lagern, Kühlschrank ist voll, frühere Birnensorten müssen erst verspeist werden, das Aroma entwickelt sich erst ganz am Ende bei dieser Sorte und außerdem gibt es dieses Jahr kaum Äpfel und dies ist die beste Lagersorte die ich statt dessen so lange wie möglich essen werde.

Aber momentan komme ich eh kaum zu den Birnen und komme mit den angefressenen kaum hinterher bevor sie wegfaulen. Denn die Melonenernte nimmt bei dem Wetter kaum ein Ende. Ich esse seit der Sommerschwämme täglich Wassermelonen. Fast kein Tag ohne. Hier im September mal wieder eine größere Ernte:

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Da war das Lager noch recht voll.

Die letzte große aus den Töpfen gab es vor 2-3 Wochen noch mal:

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Und die Pflanze hatte im Sommer schon 2 ordentliche Exemplare geliefert.

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So spät und so perfekt. Mit 11 Brix ausreichend süß und herrlich saftig knackig. Teils ist die Qualität gerade noch mal besser als im Hochsommer. Und die Früchte halten sich nun länger an der Pflanze ohne gleich überreif zu werden.

Sogar meine exotische Lemondrop, die innen und außen gelb ist, hat es an der Reservepflanze im Beet noch mal geschafft einige Exemplare reif zu kriegen die nicht vorher platzten.

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Sogar mit einer ordentlichen Größe für diese sonst recht kleine Sorte.

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Eine sehr leckere Sorte, äußerst saftig, und verdammt knackig wenn man sie richtig reif bekommt. Das größte Exemplar dieses Jahr war dann sogar das beste und die Frucht hatte draußen Ende September noch eine sehr ordentliche Süße von 13 Brix.

Aber auch im Tunnel gab es noch eine schöne zweite Welle in allen Farben. Wie z.B. heute dieses Leckere Baby bei angenehmen 22°C um 17:30Uhr in Niedersachsen,...

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Da macht das Melonen essen doch gleich wieder viel mehr Spaß.

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Selbst kleine Exemplare unter 1 Kilo haben meist noch eine tolle Qualität:

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Orange waren Anfangs alle recht konzentriert, da gibt es nun auch noch mal einen schönen zweiten Schwung von den drei Tunnelpflanzen.

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Die letzten hab ich davon heute geerntet. Die Pflanzen waren dann auch am Ende und die Früchte soweit fertig.

Die Spätlese beginnt nun, der Tunnel ist Melonenseitig fast aufgelöst, die letzten hängen noch an den drei sterbenden Pflanzen am Ende.

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Die erste gepflanzte Pflanze vorne hatte sogar noch dutzende Blüten offen, die wollte es noch mal wissen.

Draußen ist auch bald Ende.

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Hatte ich eigentlich schon längst abgeschrieben, aber die zwei hinteren Töpfe könnten tatsächlich noch was reif bekommen, die sehen noch recht vital aus.

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Die Murmel sollte auch reif sein.

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Und dann sind da noch die Physalis.
Hier vor einen Monat:

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Im 60L Topf im Vordergrund und 30L im Hintergrund.

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Da nahm die Ernte langsam Fahrt auf:

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Mittlerweile gab es noch mindestens drei große Backbleche voll, dazu viele einzeln geerntete.

Zehn Tage später sah es dann so aus:

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Die Pflanze brauchte seit dem zwei mal Täglich 5L Wasser Minimum.

Vor ein paar Tagen sah es dann so aus:

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Bei der Messung vor 2-3 Wochen hatte die vordere Pflanze 2,75m Breite und 1,95m Höhe. Mittlerweile ist sie weiter gewachsen, dürfte über 2m Hoch und über 3 Meter Breit sein. Sie seht auf einem Stein und zieht die Kraft aus dem Topf. Die Hinteren sind offensichtlich zuletzt unten aus dem Topf gewurzelt und haben noch mal den Turbo eingelegt. Waren sie im Sommer noch viel kleiner und schwächer als die Hauptpflanze, so ist die eine Pflanze bereits mindestens 3,5 Meter hoch und schiebt sich in der Hecke immer höher. Die 4 Meter könnte sie noch packen. Perspektivisch schlecht zu erkennen.

Die Physalis profitieren zur Zeit am meisten von der ausbleibenden Nacht-Kälte. Das macht bei denen ein riesen Unterschied und von den vielen vielen Hundert Früchten die an meinen 5 Pflanzen hängen wurden sicher schon ein paar Hundert geerntet, zuletzt immer mehr.

Zucchini, Gurken, Bohnen, Zwiebelgewächse,... gab es alles bis jetzt noch was zu ernten und geht diese Tage nun zu Ende.
 
Das ist schon der Hammer was Du jetzt noch an Melonen erntest und ebenso all die anderen Gemüse- und Fruchtsorten.
Ist sicher nicht normal mit den hohen Temperaturen bis Mitte Oktober. Hier heute auch wieder 27°, mit einem sehr warmen Wind der sich wie ein warmer Fön anfühlt.
Trotzdem habe ich heute die restlichen Tomaten abgeernted, Morgen kommen dann die Paprikas an die Reihe.
Sowohl die Wasser- als auch die Honigmelonen waren dieses Jahr von guter Qualität, aber natürlich nur ein winziger Bruchteil von Deinen Erntemengen.
Paprikas gabs und gibt es immer noch im Überfluss:

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und es war mein bisher bestes Auberginenjahr obwohl ich nur 2 veredelte zustande brachte.
Das lag auch mit daran das ich zum ersten mal überhaupt keine Spinnmilben hatte obwohl die Pflanzen die ganze Zeit über immer im GWH stehen.
Anscheinend haben sich die Spinnmilben auch bei Dir dieses Jahr in Grenzen gehalten, die genauen Gründe für den Unterschied zu den Vorjahren kenne ich allerdings nicht.
Dann wünsche ich Dir mal einen ruhigen Herbst, und wie immer "nach der Saison" ist "vor der Saison"
 
Paprikas gabs und gibt es immer noch im Überfluss
Schöner Korb und schön uniform. Was sind denn die braunen für eine Sorte? In der Farbe hatte ich bis jetzt erst Mini-Schoko und Sweet Chocolate. Letztere werden leider immer beim Färben schon weich und sind dann kaum ein paar Tage lagerfähig.

es war mein bisher bestes Auberginenjahr obwohl ich nur 2 veredelte zustande brachte.
:thumbsup:, irgendwas geht jede Saison besonders und und anderes besonders schlecht, das rotiert immer.

Das lag auch mit daran das ich zum ersten mal überhaupt keine Spinnmilben hatte obwohl die Pflanzen die ganze Zeit über immer im GWH stehen.
Hm, also lag es wohl eher doch nicht am Raubmilben Einsatz und hatte eher natürliche Gründe.

Anscheinend haben sich die Spinnmilben auch bei Dir dieses Jahr in Grenzen gehalten, die genauen Gründe für den Unterschied zu den Vorjahren kenne ich allerdings nicht.
Ja, die eine Gurke im Tunnel die ich ~August ausgewechselt hatte, weil die Spinnmilben bis zur Spitze vorgedrungen waren, danach ging es dann plötzlich und später hatten sie sich in Luft aufgelöst.
Ich denke das waren die drei feucht kalten Wochen mitten im Sommer die sie an der schnellen Vermehrung gehindert hatten und natürliche Fressfeinde sind dann vielleicht in der Zeit besser mit dem Klima klar gekommen.

Dann wünsche ich Dir mal einen ruhigen Herbst, und wie immer "nach der Saison" ist "vor der Saison"
Danke, das wünsche ich dir auch. Wenn nur die Wühltiere nicht wären :sour:, heute beim Süßkartoffel-Kübel auflösen hat es neben mir im Hochbeet gewackelt und geraspelt und eine Porree Stang wanderte immer tiefer in die Erde :depressed:. Vielleicht kann Nachbar neue, junge Katze da ja bald etwas helfen, die ich heute das erste Mal hier im Garten angetroffen habe.

Kommende Nacht, bzw. im Morgengrauen sind dann hier nun ein paar Stunden mit 1°C angesagt und ich hab noch mal einiges durchgeerntet, aufgelöst und geschützt.

Physalis sind wieder einige zusammen gekommen.

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Im Hintergrund die letzte Gurke von draußen.

Süßkartoffel aus 25L:
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Sogar im Anzuchttopf, abgestellte Restpflanzen:
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Süßkartoffeln sind schon erstaunlich robust und pflegeleicht. Werden auch im Halbschatten, vertragen unregelmäßiges Gießen und Trockenheit genau so wie viel Regen. Sind genügsam was Dünger angeht. Halten sich über dem Winter problemlos im Lager bis weit in den Frühling hinein,...
Nur Wühlmäuse sind der einige Feind. Aus 7 Kübeln mit zusammen rund 200L Erde dieses Jahr:

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Zwei große Körbe voll, das soll reichen.
 
Schöne Ernte von den Süßkartoffeln:thumbsup:, dazu fehlt mir leider der Platz.
Die braunen sind vermutlich die braune Variante der Sweet Palermo, bin mir aber nicht sicher, Saatgut bekam ich vom Tomatenforum.
Geschmacklich sind die roten Spitzpaprikas aber besser, etwas süßer und etwas dickeres Fruchtfleisch als die braunen.
Das mit den Spinnmilben wäre eine Erklärung mit den nassen kühleren Wochen im Sommer.
Ich habe die Auberginen im Frühjahr bis in den Sommer rein fast täglich einmal mit feinem Wassernebel besprüht,
vielleicht hat auch das bei mir geholfen. Werde ich im nächsten Jahr wieder probieren.
 
Bei den Chilis und Paprika läuft es bis jetzt ganz rund wie geplant.

Der Rest läuft recht gemischt.

Nach dem Mega Physalis Erfolg vom letzten Jahr wollten meine Keimlinge aus der ersten Januar Woche nicht in Gang kommen. Die neu gekaufte Saat keimte gut nach rund einer Woche, die alte spärlich teils erst nach über zwei Monaten! Das Hauptproblem war aber eher, dass die Pflänzchen nach Ausbreiten der Keimblätter nicht los wachsen wollten und ein paar Wochen später einfach der Reihe nach umgekippt sind. Von über 30 sind noch 5 übrig von denen keine höher als 1cm ist nach über 2 Monaten. Letztes Jahr zu dieser Zeit waren die Pflanzen kräftig, kerngesund und hatten schon ihre 0,5L Joghurtbecher durchwurzelt. Aber wie gut, dass der nachbarörtliche Ramschladen schon wieder viel zu früh eine breite Auswahl an Pflanzen draußen stehen hatte, welche eigentlich erst Ende Mai gepflanzt werden, dabei auch Physalis für 1€ die schon eine Hand voll fast 10cm große Blätter pro Pflanze haben. Das einzige was mich etwas irritiert ist, dass auf dem Etikett was von bis 1m Höhe steht. Meine Physalis waren teils schon rund vier Meter oder gar noch etwas höher gewachsen. Unter einem Meter ist hier noch nie eine Physalis geblieben. Die Art ist jedenfalls die richtige: Physalis peruviana.

Die drei ersten Gurken die ich vor den Melonen schon mal veredeln wollte und eigentlich in drei Wochen schon mal im Tunnel pflanzen, sind mir auch auf mysteriöse Art und weise eingegangen und kurz nach dem Loswachsen einfach verwelkt. Hatte ich so auch noch nicht, war wohl einfach so früh das Raumklima noch nicht richtig für die empfindlicheren Pflanzen. Kohlrabi, Weißkohl und Spitzkohl machten sich dieses Jahr dank 50W das erste Mal prächtig unter Kunstlicht. Aber nun wo sie draußen im Tunnel sind gab es auch wieder solche Symptome und einzelnen Ausfälle nach dem Klimawechsel.
Die drei Unterlagen für die Gurken sind nun über, aber ich hab schnell nachgelegt, dann kommen die halt kleiner in den dicken Kürbisstiel gestopft.

Die ersten 11 Wassermelonen sind vor zwei Tagen unter die Erde gekommen, wie jedes Jahr ab 15.03. und dann drei Wochen lang gestaffelt.
Einige neue Sorten hab ich auch wieder dabei, darunter einige recht kleinfrüchtige.

Gestern hab ich spontan schon mal die Veredelungsbox aufgestellt und aktiviert:

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Daneben quellen schon mal die Süßkartoffeln unter der Erde vor sich hin.

Naja, und da nun keine Gurken in der Box sind,...

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Einen richtigen Chili/Paprika Veredelungs-Versuch hab ich zwar dieses Jahr wieder nicht auf die Reihe bekommen, vielleicht klappt es ja irgendwann mal, aber zwei Pflanzen konnte ich spontan entbehren, für einen schnellen Versuch, bis die Melonen soweit sind. Auch wenn die gewählte Unterlage, eine Joes Long, (möglicherweise verkreutzt weil etwas klein gewachsen bis jetzt), schon etwas weiter war als die Corno di Torro Orange, die sehr schlaksig und schwach sind vom Wuchs.
Also etwas höher veredelt als normal wäre:

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Die Kopulation sieht aber ganz gut aus unter der Silikonklammer:

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In den ersten 24 Stunden hat sich die abgetrennte Corno di Torro erstaunlich aufrecht gehalten. Ich hatte damit gerechnet, dass sie welk zur Seite hängen würde die ersten Tage und ich sie oben dann noch mal anbinden müsste. Steht aber 1a:

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Das ganze bekommt jetzt die von Kürbisgewächsen bewährten Bedingung (jene wachsen nach 3-6 Tage zusammen): 24/7 Dauerbeleuchtung und konstante 27,5°C im Wasserbad, Deckel nicht ganz dicht. Ich schätze mal, dass Capsicum doppelt bis drei mal so lange zum Zusammenwachsen brauchen wird, falls es klappt, wegen der trockeneren und holzigeren Natur der Pflanzen.

Ansonsten sind die Besten Plätze gerade Lückenlos belegt und ich puzzle und bastle alle paar Tage am Aufbau der Pflanzen und Beleuchtung:

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:alien:
 
Das sieht schon sehr gut aus.
Ich säe am Wochenende aus.
Wie bekommst Du die Süsskartoffeln zum austreiben?
Bei mir klappt das nur zu 50%

Lg
 
Wie bekommst Du die Süsskartoffeln zum austreiben?
Bei mir klappt das nur zu 50%
Nichts besonderes. Sie kommen in nasse Erde und werden bei dauerhaft über 20°C ein paar Wochen aufgestellt. Das hat eigentlich so immer gut geklappt (viel besser als bei Ingwer), dauert halt seine Zeit. Dieses Jahr stehen sie noch vergleichsweise kühl weil ich irgendwie zu faul war und drüber weg kam sie in den Heizungskeller zu tragen. Werde ich wohl die Tage mal nachholen, der Untersetzer steht schon seit zwei Wochen bereit und die Süßkartoffeln dürften seit knapp einem Monat unter der Erde sein. Im Heizungskeller kamen sie so nach 4-6 Wochen.
Parallel, weil ich immer ein wenig Panik habe wenn nach Wochen noch nichts zu sehen ist, stecke ich auch noch ein paar Kleine in Wasserbecher. Hälfte unter Wasser, andere Hälfte kuckt oben raus. Ja nach Zustand und Beschädigungen schimmeln und faulen sie so aber manchmal. Dafür kommen der Veredelungsbox bei konstanten 27,5°C Wurzeln und Triebansätzte schon nach etwa einer Woche, wenn ich mich recht entsinne. Hier zusehen vom letzten Jahr,... gute Idee, in der Box ist ja gerade noch viel Platz, da werde ich gleich mal welche reinstellen.
Aber ansonsten reichen ja 50% Quote auch dicke, wenn man nicht all zu spät dran ist. Denn von einer Knolle bekommt man ja mindestens 2-3 Triebe = vollwertige Pflanzen und innerhalb weniger Tage könnte man, wenn man die Triebe in Stücke teilt jedes Stück anwurzeln und eine neue Pflanze daraus machen. Wenn man also erst ein Mal einen Trieb hat kann man im Prinzip alle paar Tage eine neue Pflanze produzieren und so exponentiell weiter vermehren. Auspflanzen kann man sogar noch bis Mitte Juni für eine gute Ernte. Bis dahin ist also noch reichlich Zeit.

Aber vielleicht ist es auch etwas Sortenabhängig. Ich hatte vor Jahren (~8?) mal eine einzige Pflanze beim Gärtner gekauft und vermehre sie seit dem regelmäßig weiter. Meine Sorte ist "Erato Pleno".
 
Hallo Markox,
schön wieder etwas von Dir zu lesen hier.
Hast Du für die Physalis bzw. Gurken ein anderes Substrat verwendet wie die letzten Jahre?
Diesesmal hat es mit dem Veredeln meiner Auberginen besser geklappt als die letzten Jahre.
Habe insgesamt 7 veredelte auf Tomatenunterlage.
Bisher waren meine Pflanzen vermutlich schon zu groß, habe sie diesesmal früher veredelt, das hat
deutlich besser funktioniert.
LG Werner
 
Vielen Dank für die Tipps.

Ich werde gleich wieder starten und hoffen das die Süsskartoffel nicht wieder fault und austreibt.

:thumbsup:
 
Hallo Markox,
schön wieder etwas von Dir zu lesen hier.
Hallo, ja, das Frühlingserwachen ;)

Hast Du für die Physalis bzw. Gurken ein anderes Substrat verwendet wie die letzten Jahre?
Wirklich identisch ist das bei mir eh nie und Chili und Paprika sind in der selben Erde problemlos gewachsen. Ich schätze mal das Raumklima war einfach suboptimal. Sonst hab ich die Pflanzen früher im leicht beheizten Abstellraum mit großem Süd-West-Fenster stehen gehabt. Dieses Jahr war ich etwas sparsamer mit der Heizung weil das Haus dieses Jahr eine Wärmepumpe bekommt und noch nicht klar ist ob der Heizölrest bis dahin ausreicht. Also standen die Jungpflanzen länger nach dem keimen bei weniger natürlichem Licht mit mehr Kunstlicht in einem Badezimmer bei trockener abgestandener Luft in seitlich zur lauwarmen Heizung und später im kalten Abstellraum auf der Heizmatte. Das war dieses Jahr wohl für die Empfindlicheren Pflanzen zu suboptimal. Eine erste, frühe Tomate war mir auch mit solchen Symptomen eingegangen und nur die selbe Sorte in selber Erde als Folgeaussaat direkt im nun beheizten Abstellraum gedeiht prächtig.
Auch sonst war es selbst am großen Fenster anfangs sehr dunkel und ständig regnerisch und bewölkt draußen. Nun die letzten Tage wo endlich mal die Sonne rein schien sieht man einen enormen Unterschied bei allen Pflanzen. Die zugekauften Physalis die ich gleich von 9cm in 13cm umgetopft hatte haben sind nun nach einer Woche schon rund doppelt so groß gewachsen und auch die verbliebenen 5 Physalis in zwei der ursprünglich 4 Töpfen haben sich nun gefangen und wachsen langsam aber deutlich los. Das ganze Raumklima ist nun schon viel besser, aufgeheizt von der Sonne und feuchter von den vielen Pflanzen in feuchter Erde rings rum.

Diesesmal hat es mit dem Veredeln meiner Auberginen besser geklappt als die letzten Jahre.
Habe insgesamt 7 veredelte auf Tomatenunterlage.
Bisher waren meine Pflanzen vermutlich schon zu groß, habe sie diesesmal früher veredelt, das hat
deutlich besser funktioniert.
Ja, schön. Das mit der Größe klingt auch plausibel weil sowohl Tomaten als auch Auberginen ja schneller festeres Gewebe kriegen und irgendwann verholzen, als z.B. Kürbisgewächse die länger weicher und saftiger bleiben. Je weicher und saftiger das Gewebe noch ist, desto besser dürfte die Wundheilung funktionieren und zusammenwachsen.

Meine Corno di Torro Orange hat gestern (dritter Tag) ihr größtes Blatt einfach fallen lassen und die die Keimblätter sind im Gegensatz zu den ersten beiden Tagen nach unten gebogen, aber nicht welk.

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Außerdem konnte man gestern den Luftwurzeln beim Wachsen zuschauen. Hätte ich nicht gedacht, dass eine Paprika so schnell in der feuchten Luft wurzelt.

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Wobei das verlorene Blatt auch an der generell äußerst empfindlichen Sorte liegen könnte. Die Jungpflanzen dieser Sorte hatten bei mir generell Ödeme, Schwäche und kränkliches Aussehen. Die hohe Luftfeuchtigkeit und das Dauerlicht sind da natürlich suboptimal aber für das Anwachsen sehr wichtig.
Und zusammengewachsen sieht sie mir nach drei Tagen schon fast aus. Die Luftwurzeln hab ich entfernt und hoffe nun, dass die Pflanze bald das erste Wachstum zeigt. Scheinbar wird das Experiment doch schneller durch sein als gedacht, ob nun auf die eine oder andere Weise :laugh:.
 
OK, das klingt plausibel mit dem Raumklima.
Da gibt es schon gravierende Unterschiede bei den unterschiedlichen Pflanzenarten.
Meine Chilis und Paprikas gedeihen unter Kunstlicht in meinen indoor Räumlichkeiten eigentlich recht problemlos.
Bei den Tomaten habe ich aber immer ab einer bestimmten Pflanzengröße Probleme. Sie haben irgendwie zuwenig Luftaustausch,
bekommen ödeme und weiße Flecken auf den Blättern. Dann schmeißen sie relativ schnell ein Blatt nach dem anderen ab und gehen ein.
Deswegen kommen sie rechtzeitig ins GWH und gedeihen dort prächtig.
Wenn nach dem WE die Polarluft wieder durch ist werde ich die ersten Tomaten im GWH einpflanzen, und auch im Freiland unter Folie
die Gemüsezwiebel einpflanzen.
Mal sehen wann dann der nächste Kaltlufteinbruch kommt :thumbsdown:
 
Sie haben irgendwie zuwenig Luftaustausch,
bekommen ödeme und weiße Flecken auf den Blättern. Dann schmeißen sie relativ schnell ein Blatt nach dem anderen ab und gehen ein.
Ja, genau wie meine Beobachtungen, zwar nicht konkret Tomaten, aber halt diverse Empfindliche Sorten mehrerer Arten.

Meine verbliebenen Physalis haben dann vor zwei Wochen bei dem Frühlingshafter werdenden Bedingungen plötzlich aufgehört zu verrecken und angefangen zu Wachsen. Vor ein paar Tagen, nach über 2,5 Monaten kamen dann sogar noch welche aus der Erde geschlüpft und sehen schon bald besser aus als die ersten knapp zwei Monate nach dem Schlüpfen.

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Darum stehen kleine Bäumchen: Szechuanpfeffer.

Ich musste schon wieder mehrfach umbauen:

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Tomaten sind gesät, alle Lücken und Ritzen füllen sich.

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Im Hintergrund eine erst Mal improvisierte Aklimatisierungsbox mit den ersten beiden Gurken bevor die Melonen bald dran kommen. 12 Veredelungskandidaten sind geschlüpft und 10 Unterlagen gerade versenkt. Keimen gerade etwas langsam die Wassermelonen. Ich hab noch welche zur Sicherheit nachgelegt. Hätte ich wohl eine Nacht vorquellen lassen sollen. Dieses Jahr werden es aber wieder mehr unveredelte. Veredelte nur noch im Tunnel wo sie sich sehr gut machen, und teilweise in den Kübeln, wo es wohl auch auf die Sorte ankommt, wie gut die Ergebnisse werden. Ins Beet kommt nicht veredeltes mehr, einfach zu wenig Platz, zu viel Wachstum und dadurch wohl dann zu viel Qualitätsprobleme. Die Unveredelten plane ich dann Montag alle aus zu säen.

Mein erster Chili-Paprika-Veredelungsversuch wächst nun zaghaft los. Nach dem ersten Blatt verlor sie kurz darauf auch noch das zweite. Angewachsen waren sie wieder Erwartens aber schon nach 3-4 Tagen wie bei den Kürbisgewächsen auch. Nur halt empfindlicher mit den Blättern was aber primär an der empfindlichen Sorte Corno di Torro Orange liegen könnte. Und danach war sie ohne echte Blätter auch noch durch die vielen Luftwurzeln geschwächt. Wenn die dann absterben nach der Veredelungsbox muss die Pflanze deren Verlust und die Wunden erst mal verdauen. Die Spitze der nächsten beiden Blattansätze war auch etwas angetrocknet. Und die Keimblätter sind langsam am Ende. Wird also Zeit, dass sie wieder Blätter schiebt.

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Die Pflanzen verteilen sich in der Wohnung.

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Im Tunnel hab ich seit ein paar Tagen schon die erste Paprika im 10L Top und zwei Tomaten zu denen ich noch nicht gekommen bin.
Kohlrabi sind die ersten 10 Pflanzen im Hochbeet.
Nachttemperaturen sind seit 2 Tagen im Schnitt bei 9°C bis ans ende der Vorhersage, da werde ich wohl morgen auch schon ein paar frühe Tomatenpflanzen aussiedeln in den Tunnel die ich bei Bedarf wieder zurück hole.
 
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